Schon wieder: Lokführer wollen streiken

Die Gewerkschaft der Lokführer droht erneut mit Streiks. Wann welche Züge betroffen sind ist noch nicht bekannt. Bahnreisende werden wieder mit Verspätungen und Ausfällen rechnen müssen.

 

München / Frankfurt am Main: Bahnkunden müssen mit baldigen Streiks rechnen. „Die Zustimmung unserer Mitglieder zu diesen Arbeitskampfmaßnahmen ist mehr als eindeutig mit 91 Prozent, so dass wir in den nächsten Tagen die Streiks schlussendlich beginnen werden“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am Montag auf dem Nachrichtensender „Phoenix“.

 

Er versicherte: „Wir geben den Streik so rechtzeitig bekannt, dass alle betroffenen Menschen ihre Verkehrsmittel alternativ planen können.“

Die Gewerkschaft wollte sich noch am Montag näher zum Tarifkonflikt mit der Bahn äußern. Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Die GDL will außer für Lokführer auch für das übrige Personal im Zug verhandeln, etwa für Zugbegleiter und Speisewagen-Mitarbeiter. Am Donnerstag war nach den bisherigen Warnstreiks eine Urabstimmung über reguläre Streiks zu Ende gegangen.

 

Erst am 1.September haben die Lokführer der GDL gestreikt. Es kam zu vielen Verzögerungen und Ausfällen im S-Bahn Verkehr sowie bei den Regional- und Fernverbindungen.