Schon wieder: Tödlicher Badeunfall am Riemer See

Am Riemer See oder auch Buga-See ist heute erneut jemand tödlich verunglückt. Für einen 56-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

 

Es ist bereits der zweite tödliche Badeunfall innerhalb kürzester Zeit am Riemer See. Erst am Wochenende war eine junge Frau dort ums Leben gekommen.  (siehe Video)

 

 

Ein Badegast bemerkte am Vormittag beim Schwimmen im Riemer See in etwa einem Meter Tiefe einen leblosen Körper. Dem Schwimmer gelang es, denn im Wasser treibenden Mann an das Ufer zu bringen. Dort wurde ein Notruf abgesetzt. Einsatzkräfte der Feuerwache Riem, des Notarztteams Neuperlach sowie die Besatzung eines Rettungswagens des BRK konnten nichts mehr für den 56 Jahre alten Mann tun. Dieser war, wie die Polizei heute mitteilt bereist seit Sonntag vermisst worden. Die Notärztin konnte nur noch den Tod des Verunglückten feststellen. (Bericht der Feuerwehr)

 

In den vergangenen Tagen und Wochen haben sich in der Region viele Badeunfälle ereignet. Alleine am vergangenen Wochenende kamen mindestens 6 Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Passanten hatten im Stadtbereich Freising auf Höhe der Korbiniansbrücke einen regungslos in der Isar treibenden menschlichen Körper bemerkt und daraufhin Polizei und Rettungsdienste alarmiert. Die sofort begonnenen und später vom Rettungsdienst fortgeführten Reanimationsmaßnahmen hatten zunächst Erfolg, jedoch verstarb der schwer Verletzte am Abend in der Klinik.

 

Präventionshinweise Ihrer Münchner Polizei:

 

Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es zahlreiche Münchner an die nahegelegenen Badeseen. Bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und sie dann nicht mehr stehen können. Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen. Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden.

 

Meiden Sie gerade bei großer Hitze den Konsum von Alkohol. Dieser führt oft zu leichtfertigem Verhalten und Selbstüberschätzung. Die offensichtliche Gefahr des Ertrinkens wird nicht mehr richtig eingeschätzt. Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.

 

 

Einige der Opfer konnten nicht schwimmen

In einigen Fällen waren die Todesopfer Asylbewerber. Laut einem Polizeisprecher sei davon auszugehen, dass einige Asylbewerber nicht schwimmen könnten. Beispielsweise im Landkreis Weilheim-Schongau, wo sich das jüngste Unglück ereignet hat, werden deshalb auch verstärkt Kurse für sie angeboten. Wer den jungen Mann mit dem Surfbrett begleitet hat und ob er Schwimmen konnte ist derzeit nicht bekannt.