Täglich decken Bundespolizisten deutschlandweit Schleusungen von Menschen aus aller Herren Länder auf. Auch am Münchner Flughafen ziehen Bundespolizisten fast täglich Reisende aus dem Verkehr, die versuchen, unerlaubt an ihr Ziel zu kommen. , © Symbolbild Bundespolizei

Schussverletzung im Genitalbereich: Polizei schickt Mann nach Kontrolle ins Krankenhaus

Die Polizei hat auf der B 2 bei Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen einen serbischen Migranten mit einer Schussverletzung im Genitalbereich aufgegriffen. Der 36-Jährige saß im Wagen eines 37 Jahre alten mutmaßlichen Schleusers, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte.

 

Bei Mittenwald haben Bundespolizisten die Insassen eines in Deutschland zugelassenen Wagens kontrolliert. Der 37-jährige Fahrer konnte eine deutschen Aufenthaltsgenehmigung vorweisen, sein 36-jähriger Begleiter wies sich mit gefälschten kroatischen Papieren aus.

 

Der Mann, der nach Polizeiangaben tatsächlich aus Serbien stammt, klagte während der Kontrolle über große Schmerzen, sodass ein Arzt hinzugezogen wurde. Dieser stellte eine Schussverletzung im Genitalbereich fest und veranlasste die sofortige Einlieferung des Mannes in ein Krankenhaus. Der 36-Jährige gab an, vor mehreren Tagen in Italien angeschossen worden zu sein. Er wurde noch am Sonntag operiert.

 

Im Wagen saß zudem ein 25-jähriger Kosovare, der mit Haftbefehl gesucht wurde. Der Mann war 2015 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis  vom Amtsgericht Heilbronn zu einer Strafe von rund 1000 Euro  verurteilt worden. Da er die geforderte Summe nicht begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen eingeliefert, um eine 30-tägige Haftstrafe anzutreten. Der 25-Jährige hatte ebenfalls versucht, die Beamten mit falschen Papieren zu täuschen. Der 37-jährige Fahrer wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt.