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Seehofer kommt zu den Startbahngegnern – Entscheidung noch 2015

Freising – Gegen Ende eines mehrwöchigen Dialogprozesses über den Bau der geplanten dritten Startbahn am Münchner Flughafen kommt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zu den am meisten von dem Projekt betroffenen Bürgern.

 

Nach einer Reihe von Gesprächen mit der Wirtschaft, Vertretern von Regierungsparteien und Opposition trifft er am Donnerstag (13.00 Uhr) bei der vom Aktionsbündnis „AufgeMUCkt“ organisierten Veranstaltung die Bewohner des Freisinger Stadtteils Attaching. Seehofer wird von Fahnenabordnungen der Ortsvereine sowie mit Blasmusik und Böllerschützen begrüßt, ehe er das Gespräch mit den Startbahngegnern sucht.

 

Das schon jetzt unter der direkten Nachbarschaft zum Flughafen leidende Dorf – es gehört zur Stadt Freising – wäre am schlimmsten vom Fluglärm einer weiteren Piste betroffen. Teile des 1000-Seelen-Ortes müssten umgesiedelt werden. Noch dieses Jahr will Seehofer unter Einbeziehung der CSU-Landtagsfraktion und der Partei entscheiden, ob die vier Kilometer lange Startbahn – Kosten: 1,6 Milliarden Euro – gebaut wird. Die Gerichte haben bereits grünes Licht gegeben. Nach einem ablehnenden Bürgerentscheid in München liegt das Projekt seit 2012 allerdings politisch auf Eis. Selbst von CSU-Vertretern war zuletzt zu hören, Seehofer könnte sich für einen Aufschub des Flughafenausbaus auf unbestimmte Zeit entscheiden.

 

 

(dpa/lby)