Trauer Symbolbild Kerze

Seehofer spricht nach Terrorattacken von „barbarischem Akt“ – CSU drosselt Wahlkampf

München – CSU-Chef Horst Seehofer hat die islamistische Bluttat von Barcelona mit mindestens 13 Toten und die vereitelte Attacke im Badeort Cambrils als „feige Terroranschläge“ bezeichnet.

 

Mindestens 13 Tote in Barcelona, Verletzte auch im Badeort Cambrils: Wieder erschüttern Terrorattacken Europa. Das hat auch Folgen für den Wahlkampf in Deutschland.

 

Ministerpräsident Horst Seehofer hat die islamistische Bluttat von Barcelona und die vereitelte Attacke im Badeort Cambrils als «feige Terroranschläge» bezeichnet. «Dieser barbarische Akt in einer so lebensfrohen europäischen Stadt wie Barcelona war ein weiterer Angriff auf ganz Europa und die gesamte freie westliche Welt», sagte der CSU-Chef am Freitag laut Mitteilung.

 

Bei dem islamistischen Anschlag mit einem Lieferwagen in Barcelona waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden. In der rund 100 Kilometer südwestlich der katalanischen Metropole gelegenen Touristenhochburg Cambrils erschossen die Einsatzkräfte in der Nacht zu Freitag fünf mutmaßliche Terroristen. Auf der Flucht der Verdächtigen wurden sieben Menschen verletzt.

 

«Wir alle trauern um die unschuldigen Menschen, die ihr Leben verloren haben», sagte Seehofer. Die Gedanken und Gebete seien bei den Angehörigen, die Menschen verloren hätten oder in Sorge seien. Für Freitag ordnete er Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden in Bayern an. Die Gemeinden, Landkreise und Bezirke sowie die übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts wurden gebeten, in gleicher Weise zu verfahren.

 

Nach den Terrorattacken fährt die CSU auch den Wahlkampf etwas zurück. Den Wahlkämpfern werde empfohlen, bei Veranstaltungen am Wochenende auf Musik zu verzichten und eine Schweigeminute abzuhalten, sagte ein Sprecher am Freitag in München. Das habe Seehofer mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel vereinbart.

 

dpa