© DAV/Daniel Hug

Sicher durch den Bergwinter: Deutscher Alpenverein startet Neue Kampagne

Zu Beginn der Ski-Saison klärt der Deutsche Alpenverein über die Risiken des Bergsports auf. In der großen Winter-Pressekonferenz ging es in diesem Jahr vor allem um das Feeriden und Skitouren-Gehen.

 

Ganz neu in diesem Winter: Die Kampagne „Check das!“, die sich vor allem an junge Freerider richtet. Denn abseits der Pisten ist das Lawinenrisiko besonders hoch. Hier seht ihr unser Nachrichtenvideo über die neue Kampagne des DAV:

 

 

Durch drei einfache Schritte wird das Freeriden deutlich sicherer: Check the conditions, check your equipment und check yourself! Örtliche Bedingungen, Ausrüstung und der Mensch selbst. Diese drei Regeln visualisiert die Kampagne mit drei einfachen Icons auf Flyern, Postkarten, Shirts und Caps.

 

 

Zusätzlich zu den Icons gibt es noch einen aufwändig produzierten Image-Film, der auf die Risiken beim Freeriden hinweist. Produziert wurde der Film von Johannes Olszewski. Inhalt und Botschaft: Viele Einsteiger gehen ohne Vorwissen und ohne richtige Ausrüstung auf die Piste. Gerade dann kann das Freeriden gefährlich werden.

 

Lukas Amm von der Jugend des DAV leitet die Kampagne „Check das!“ und ruft die Ski-Jugend zur guten Vorbereitung auf:

 

 

 

Zweiter Fokus: Skitouren

 

Neben dem Freeriden liegt auch das Tourengehen im Trend. Und auch das birgt Risiken. Am Rand von präparierten Pisten in Skigebieten sind Skitouren zwar ungefährlicher als im „Backcounty“, aber auch hier gibt es Gefahren, beispielsweise die rasanten Skifahrer. Der DAV hat eigens dafür einen Flyer zum Skitourengehen auf der Piste veröffentlicht.

 

© DAV/Daniel Hug

 

Im Gelände drohen Tourengehern wieder andere Gefahren: Lawinen! Daher ist es ein absolutes Muss, vor der Tour den Lawinenbericht zu checken. Zusätzlich sollte auf keiner Tour ein Lawinenverschüttetensuchgerät fehlen, genauso wenig wie eine stabile Schaufel und eine Sonde.

 

 

Stiller Tod in der Lawine

 

Fehlt auch nur ein Teil der Notfallausrüstung, kann das Ausgraben deutlich länger dauern, wodurch sich die Überlebenschancen verringern. Außerdem gut, dabei zu haben: Ein Biwacksack, Erste-Hilfe-Set, Handy und genügend Essen und Getränke. Eine ausführliche Packliste und weitere Tipps gibt es in der Broschüre „Erlebnis Bergwinter“.

 

© DAV/Daniel Hug

 

In diesem Video erklärt Christoph Hummel, Bergführer und DAV-Sicherheitsexperte, wie man sich verhalten sollte, wenn eigentlich schon alles zu spät ist und man bereits in eine Lawine geraten ist:

 

 

 

Tourenplanung leicht gemacht

 

Um erst gar nicht in eine solche Lage zu kommen, heißt es: Gute Planung macht den Unterschied! So kann man neben ernsthafen Gefahren beispielsweise auch vermeiden, dass man sich übernimmt, weil man eine zu anspruchsvolle oder lawinengefährdete Tour wählt. Hierfür hat der DAV eine eigene Online-Plattform und App entwickelt. Mit diesem Portal (alpenvereinaktiv.com) funktioniert die Tourenplanung besonders einfach.

 

Hier könnt ihr je nach Ort, verfügbarer Zeit und Kondition bequem am PC oder auf dem Handy die richtige Tour für euch heraussuchen, am Morgen kurz vor der Tour noch einmal schnell den Wetter, den Lawinenbericht und aktuellen Schneestand checken. Die Tourenbeschreibung habt ihr dann über die App auch bequem in der Hosentasche dabei – auch offline!

 

Aber Achtung: Selbst der beste Handyakku hält nicht ewig. Daher rät der DAV: Zur Sicherheit auch immer eine Karte in Papierform dabei haben. Allgemein gilt: Eine gute Vorbereitung ist beim Bergsport unerlässlich, um erstens den Spaß und zweitens die Sicherheit beim Skifahren zu garantieren.

 

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