Schulklasse, © Symbolfoto

Sicherer Schulweg am Schulanfang – Hier kontrolliert die Polizei

Die Polizei München bittet um erhöhte Aufmerksamkeit. Am Dienstag den 15. September startet in Bayern wieder die Schule. Damit der Schulweg sicher wird, kontrolliert die Polizei in den kommenden Monaten verstärkt und hat einige Tipps für die Verkehrsteilnehmer.

 

Das neue Schuljahr steht bevor. Am 15. September, ein Dienstag, startet für die bayrischen Kinder und Jugendlichen wieder die Schule. Mehrere tausend ABC-Schützen werden dann ihren ersten Schultag antreten. Alle Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, besonders vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren. Die Polizei wird die Schulwege überwachen und in diesem Bereich intensive Verkehrskontrollen durchführen.

 

Im vergangenen Schuljahr verringerte sich die Zahl der Schulwegunfälle gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 87 (Vorjahr: 90). Dabei wurden 94 (Vorjahr: 107) Kinder verletzt. Diese Zahlen sollen natürlich weiter sinken. Denn letztes Jahr kam leider auch ein Kind ums Leben. In Ingolstadt wurde der  13-jähriger Schüler von einem Pkw erfasst, als er eine zweispurige Fahrbahn überquerte. Außerdem ergab ein technisches Gutachten, dass der 23-jährige Pkw-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.

 

 

Dieser Vorfall verdeutlicht abermals, wie wichtig es ist, die Kinder zu unterstützen. Es muss ein möglichst sicheren Schulweg geschaffen werden. Eine Aufgabe, bei der neben den Verkehrsteilnehmern auch Eltern, Schule und Sicherheitsbehörden gleichermaßen gefordert sind.

 

Im Rahmen der landesweiten Aktionstage werden die Angehörigen der Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord gerade in den ersten Tagen und Wochen verstärkt in Sachen Schulwegsicherheit unterwegs sein. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht gelegt. Schwerpunktmäßig finden diese Kontrollen natürlich im unmittelbaren Bereich von Schulen und Kindergärten statt.

 

Tipps der Polizei

Hinweise an die Verkehrsteilnehmer

 

  • Kinder genießen besonderen Schutz im Straßenverkehr.
  • Kinder sind klein und sehen nicht über geparkte Autos hinweg.
  • Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, weswegen immer mit unerwartetem Verhalten zu rechnen ist.
  • Fahren Sie besonders in Wohngebieten, auf Schulwegen, an Haltestellen und rund um Schulen und Kindergärten langsam. Es gilt die Devise: Zum Schutz unserer Kinder runter vom Gas und jederzeit bremsbereit.
  • Beachten Sie die speziellen Regelungen für Autofahrer zur Schrittgeschwindigkeit an Schulbushaltestellen.
  • Geben Sie als Fußgänger oder Radfahrer den Kindern ein gutes Vorbild. Falsche Verhaltensweisen werden von Kindern schnell übernommen.

 

Tipps für Eltern

 

  • Helle, gut sichtbare, am besten mit reflektierenden Materialien ausgestattete, Kleidung und Schulranzen verbessern die Erkennbarkeit Ihrer Kinder für andere Verkehrsteilnehmer wesentlich.
  • Der Schulweg sollte schon vor dem ersten Schultag mit den Kindern wiederholt geübt werden.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren einer Straße und weisen es auf mögliche Gefahrenquellen hin.
  • Das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen an Schulbushaltestellen sollte mit den Kindern besprochen und ebenfalls geübt werden.
  • Bei der Auswahl des Schulwegs sollte die sicherste Variante, die über Querungshilfen wie Fußgängerampeln oder Zebrastreifen verfügt, der kürzeren vorgezogen werden. Viele Gemeinden bieten Schulwegpläne zur Orientierung an.
  • Wird der Schulweg mit dem Privatauto bewältigt, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf die richtige Sicherung ihrer Kinder in einem geeigneten Kindersitz richten.
  • Gehen Sie selbst immer mit gutem Beispiel voran – Eltern sind Vorbilder.

 

 

(pol/jh)