Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen auf bayerischen Großveranstaltungen

Sicherheitsvorkehrungen auf vielen bayerischen Großveranstaltungen erhöht

München – Ereignisse wie die Silvesternacht in Köln haben zur Folge, dass die Sicherheit auf Großveranstaltungen immer wieder Sorge bereitet. Manche bayerischen Veranstalter erhöhen deshalb ihre Sicherheitsvorkehrungen.

 

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass beim Oktoberfest in München dieses Jahr 2,2 Millionen Euro mehr für Sicherheit ausgegeben werden sollen. Am Dienstag stehen beim Wirtschaftsausschuss der Stadt München weitere Maßnahmen für die Wiesn auf der Tagesordnung. Dabei geht es vor allem um die Angst vor Überfüllung des Geländes. So wird unter anderem erneut über mobile Zäune an der Theresienwiese beraten, die in Stoßzeiten zum Einsatz kommen könnten.

 

Anders wird zum Beispiel der Christopher Street Day (9. bis 10. Juli) in München bewertet – dort sieht man bisher keine Veranlassung, mehr Sicherheitskräfte oder Beamte einzusetzen.

 

Bei den Bayreuther Festspielen (25. Juli bis 28. August) dagegen will man – wie auf der Wiesn – die Vorkehrungen ausbauen. In den vergangenen Jahren habe sich das Sicherheitskonzept noch auf bestimmte Ereignisse wie die Eröffnung oder den Besuch der Kanzlerin konzentriert, so Peter Emmerich von den Festspielen. Jetzt will die Polizei die Verkehrslenkung zum und am Festspielhaus verändern. Das kann zur Folge haben, dass sich die erwarteten rund 60.000 Gäste auf längere Wartezeiten vor dem Einlass einstellen müssen.

 

Auch die Veranstalter des Tollwood-Festivals in München (29. Juni bis 24. Juli) haben ihren privaten Sicherheitsdienst um etwa 25 Prozent erhöht. «Zudem haben wir das Tollwood-Team und die Aussteller sensibilisiert und zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen», sagt Christiane Stenzel, Pressesprecherin von Tollwood. Sie erwartet rund 800 000 Besucher.

 

Egal ob man die Sicherheitsvorkehrungen erhöht oder nicht – insgesamt werden die Großveranstaltungen und alle damit verbundenen Risiken aber dieses Jahr stärker im Blick behalten werden.

 

dpa/jl