SiKo München: Das erwartet den normalen Menschen…

Wenn am Freitag, den 31. Januar, die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt, dann müssen sich Anwohner und Menschen im Stadtverkehr wieder auf Sperrungen und Umleitungen einstellen.

Außenminister und Verteidigungsminister aus der ganzen Welt haben ihr Kommen zugesagt, unter anderem aus China, den USA und Russland. Außerdem wird der ukrainische Oppositionsführer Vitali Klitschko aller Wahrscheinlichkeit nach vor Ort sein. Aus der deutschen Politik erwartet die Landeshauptstadt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen,
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

 

Polizei riegelt Sicherheitszone ab

Rund um den Veranstaltungsort, dem Hotel Bayerischer Hof, errichtet die Polizei für das ganze Wochenende eine Sicherheitszone, die normale Passanten nicht betreten dürfen. Beamte sichern dann den Promenadeplatz, die Prannerstraße, die Kardinal-Faulhaber-Straße, die Hartmannstraße und die Karmeliterstraße.

In diesem Bereich hat nur Zutritt, wer einen Pass vom Veranstalter dabei hat, oder „berechtigtes Interesse begründen kann“, wobei diese Formulierung vermutlich bedeutet, dass die Sicherheitskräfte im Einzelfall entscheiden.

Außerdem gibt es in der gesamten Sicherheitszone ein Halte- und Parkverbot.

 

Gegenveranstaltungen sorgen für mehr Sperrungen und Behinderungen

Die Sicherheitskonferenz ruft auch Gegner von Globalisierung und politischer Steuerung auf den Plan:

Am Freitag ab 17:00 Uhr wird die Vereinigung AnaRKomM (Anarchistinnen/Rätekommunistinnen
München) auf die Straße gehen.

Das “Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ findet sich um 12:00 Uhr mittags am Samstag auf dem Marienplatz ein. Hier erwarten die Veranstalter bis zu 5000 Teilnehmern, die sich bis etwa 13:30 Uhr dort aufhalten sollen.

Dann beginnt das Aktionsbündnis einen Demonstrationszug einmal rund um die Innenstadt, die ihren Höhepunkt um 15:00 Uhr finden soll – wieder auf dem Marienplatz.

Neben diesen offiziell bekannt gemachten Protestveranstaltungen werden sicher noch weitere über das gesamte Wochenende folgen.

 

Öffentlicher Personennahverkehr

Durch die Sicherheitszone und die Versammlungen in der Öffentlichkeit ist die MVG veranlasst,  im Bereich um die Veranstaltung Bus-, und Tramlinien umzuleiten bzw. ausfallen zu lassen.

Der bisherige Plan lautet wie folgt:

Umleitungen bei Tram und Bus in der Innenstadt

Bei acht Tram- und drei Buslinien kommt es am Wochenende wegen der 50. Münchner Sicherheitskonferenz zeitweise zu erheblichen Einschränkungen.

Folgende Behinderungen sind zu erwarten:
Die Tramlinie 19 verlässt vom 31. Januar bis 2. Februar zeitweise ihren regulären Linienweg in der Innenstadt

Die Züge fahren von Freitag, 31. Januar, ca. 6 Uhr, bis Sonntag, 2. Februar, ca. 15 Uhr, zwischen Maxmonument und Hauptbahnhof wie die Linie 18 über Isartor, Müllerstraße und Sendlinger Tor. Die Haltestellen Kammerspiele, Nationaltheater, Theati-nerstraße und Lenbachplatz können nicht bedient werden. Am Karlsplatz halten die Züge nicht in der Prielmayerstraße, sondern an der Haupthalte-stelle in der Sonnenstraße; am Hauptbahnhof kann nur die Haltestelle Hauptbahnhof Süd in der Bayerstraße bedient werden. Gleiches gilt die NachtTram-Linie N19 in den beiden Nächsten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag.

Außerdem kommt es am Samstag, 1. Februar, zu Behinderungen durch eine Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz.
Zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor muss der Trambetrieb voraussichtlich von ca. 13 bis 14.30 Uhr zeitweise unterbrochen werden. Die Züge der Linien 16, 17, 18 und 19 wenden in dieser Zeit vorzeitig am Hauptbahnhof bzw. am Sendlinger Tor. Die Linien 20 und 21 können nur bis zum Stiglmaierplatz fahren. Die Linien 27 und 28 wenden vorzeitig am Karolinenplatz. Zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor können Fahrgäste auf U- und S-Bahn ausweichen.
Wegen der Demonstration verlassen auch drei Buslinien am Samstag zeitweise ihren regulären Linienweg von ca. 11.30 bis ca. 18 Uhr.

MetroBus 52: zunächst Umleitung ab Schwaigerstraße zum Isartor (Abschnitt Baaderstraße – Marienplatz entfällt); anschließend von ca. 15.30 bis 18 Uhr vorzeitige Wendung im Rosental (Marienplatz entfällt)
MetroBus 62: Umleitung zwischen Kapuzinerstraße zur Schwaigerstraße (Abschnitt Waltherstraße – Baaderstraße entfällt)
StadtBus 132: zunächst vorzeitige Wendung am Isartor (Abschnitt Tal – Mari-enplatz entfällt); anschließend von ca. 15.30 bis 18 Uhr vorzeitige Wendung am Viktualienmarkt (Rindermarkt – Marienplatz  – St. Peter entfällt)

 

Im letzten Jahr hat es gut funktioniert

Damit trotz allem ein reibungsloser Ablauf sowohl für die Veranstalter als auch für die Münchner gewährleistet bleibt, sind während des ganzen Wochenendes rund 3100 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

In den letzten Jahren hat laut Münchner Polizei stets alles gut funktioniert, trotz des Aufeinandertreffen von Konfliktparteien.

„Insbesondere die zufriedenstellenden Abläufe der letzten Jahre machen uns zuversichtlich, dass der
Weg des friedlichen Protestes auch heuer beschritten wird. Darüber hinaus bauen wir auf die sprichwörtliche Münchner Gelassenheit bei temporären Einschränkungen im Verkehrsgeschehen!“, so Polizeivizepräsident Robert Kopp.

Jedoch ist in diesem Jahr von leichter Besorgnis wegen der zahlreichen Veranstaltungen in München, die paralell ablaufen, die Rede – vor allem wegen des Spiels FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag.

Die 50. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC – Munich Security Conference) findet von
Freitag, 31.01.2014, bis zum Sonntag, 02.02.2014, im Hotel „Bayerischer Hof“ am
Promenadeplatz in München statt. Die Konferenz wird am Freitag, um 15.00 Uhr, durch
den deutschen Bundespräsidenten Herrn Joachim Gauck offiziell eröffnet.

Bei Fragen steht die Polizei unter der Infonummer 089/29101910 zur Verfügung.

adc / pp / mvg