Skitourengeher ziehen ihre Spur in den unberührten Schnee, © Foto: DAV/Daniel Hug

Skitouren- und Snowboard-Tourengehen: So ist man bestens vorbereitet

Ski- und Snowboardtouren sind im Winter höchst beliebt. Doch auch hier gilt „savety first“. Mit diesen Tipps seid ihr bestens vorbereitet.

 

 

Die Faszination Skibergsteigen ergibt sich, wenn aus eigener Kraft am verschneiten Berg in ringsum unberührter Natur, bergauf nur die eigene Spur zu sehen ist. Weitab vom Pistenbertrieb am Gipfel ankommen, den Ausblick genießen und dann durch den unverspurten Schnee abfahren – So die Idealvorstellung einer der faszinierendsten Natursportarten.

 

Der Deutsche Alpenverein hat bei einer Informationsreise nach Berchtesgaden unter dem Motto „Skitouren – sicher und natürlich“ Tipps und Regeln für das Skitouren- und Snowboardtourengehen vorgestellt.

 

Skitourengeher ziehen ihre Spur in den unberührten Schnee, © Foto: DAV/Daniel Hug

 

Das Skitourengehen erfährt seit einigen Jahren einen großen Zulauf. Kurze Trainingseinheiten im Pistenbereich sind beliebt, Tagestouren oder Skidurchquerungen von Hütte zu Hütte ebenso. Dabei erfordert das eigene Verhalten im Gebirge, neben einer ordentlichen Portion Können, vor allem das Wissen und die Erfahrung, um mit den Gefahren umgehen zu können. Das Einschätzen der Lawinengefahr, ein sicherer Umgang mit der Ausrüstung und das kleine Einmaleins des Skibergsteigens, lassen sich gezielt Schulen.

 

Skitouren im Gelände

 

Gern als Königsdisziplin des Bergsteigens bezeichnet, verbindet sie ein gutes Training für die körperliche Fitness mit dem Genuss von unberührter Natur: Das klassische Skitourengehen in freiem alpinen Gelände stellt dabei die älteste und besonders naturnahe Variante dar, erfordert jedoch auch umfassendes Wissen.

 

Tourengehen auf der Skipiste, © Foto: DAV/Marco Kost

 

Skitouren auf Pisten

 

Skitourengehen auf Pisten wird immer beliebter. Hier gibt es kaum Orientierungsschwierigkeiten, eine geringere Gefahr vor Lawinen und oft eine leichte Abfahrt.
Doch auch auf Pisten ist Vorsicht geboten: Denn Alpinskifahrer sind es nicht gewohnt, dass ihnen Tourengeher entgegenkommen. Auch die Fahrer der Pistenraupen rechnen nicht unbedingt mit Tourengehern.

 

  1. Aufstieg und Abfahrt erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
  2. Nur am Pistenrand aufsteigen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.
  3. Besondere Vorsicht an Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen und bei Vereisung der Piste. Bei Pistenquerung möglichst einzeln gehen bzw. Abstände zueinander halten. Keine Querung in unübersichtlichen Bereichen.
  4. Pistensperrungen, Warnhinweise und lokale Regelungen immer beachten.
  5. Bei Pistenarbeiten sind die Pisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Insbesondere bei Einsatz von Seilwinden besteht Lebensgefahr.
  6. Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen, reflektierende Kleidung tragen.
  7. Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind. Nur geöffnete Pisten sind vor Lawinen gesichert.
  8. Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.
  9. Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
  10. Regelungen an den Parkplätzen beachten, Parkgebühren bezahlen, umweltfreundlich anreisen.

Weitere Informationen finden sie hier.