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SPD fordert Ponyreiten auf Jahrmärkten in München zu verbieten

München: Die SPD fordert, das Ponyreiten auf Jahrmärkten auf städtischen Flächen zu verbieten, denn es sei nicht artgerecht und schade den Tieren erheblich. Familien sollen künftig über angemessene Alternativangebote mit Ponys und Pferden informiert werden.

 

 

Beim Ponyreiten werde Kindern ein vollkommen falsches Bild von Tieren vermittelt – die Tiere würden dabei nicht als Lebewesen mit Bedürfnissen sondern viel mehr als Konsumgut und Gebrauchsgegenstand wahrgenommen, heißt es in dem SPD-Antrag. Die Ponys laufen beim sogenannten Ponykarussell stundenlang im Kreis, um die Kinder zu belustigen. Dies führe zu Schäden am Skelett der Tiere, besonders an Hals und Wirbelsäule. Darüber hinaus führe die einseitige Belastung zu einer fehlerhaften Beinstellung. Des weiteren löse die laute Musik, der Besucherlärm sowie die Lichteffekte der umliegenden Fahrgeschäfte Stress und Panik bei den Ponys aus.

 

Da diese übermäßige Beanspruchung der Tiere nicht mit dem Tierschutz-Gedanken vereinbar sei, fordern die Stadträte der SPD in einem aktuellen Antrag jetzt, das Ponyreiten auf Münchner Jahrmärkten zu verbieten. Hiervon wären unter anderem auch das Oktoberfest sowie die Auer Dult betroffen. Mehrere Kommunen, wie beispielsweise Dachau, haben das Ponyreiten bereits verboten und auch der Tierpark Hellabrunn bietet dies seit einiger Zeit nicht mehr an.

 

Auf den Jahrmärkten gebe es genügend alternative Fahrgeschäfte, welche den Kindern ebenfalls viel Spaß machen. Über artgerechte Alternativangebote mit  Pferden und Ponys sollen Münchner Familien künftig auf der städtischen Homepage informiert werden.