Isar, Entspannungsort für viele Münchner

SPD München kämpft gegen Müll

Mit zwei Anträgen will die SPD-Stadtratsfraktion die Müllproblematik im Isarraum anpacken. Dabei sollen nicht nur größere Mülleimer aufgestellt werden, sondern mit einer groß angelegten Öffentlichkeitskampagne die Bevölkerung sensibilisiert werden.

 

 

Das Wetter ist herrlich, die Isar lädt zum Grillen und Entspannen im Freien ein. Doch die Entspannung im Grünen ist schnell zunichte, wenn weggeworfene Kaffeebecher, Plastikflaschen und Glasscherben den beliebten Naturraum zur Müllhalde machen. Um eine weitere Verschmutzung zu verhindern, hat nun die SPD-Stadtratsfraktion zwei Anträge für „Isarflimmern statt Ballermann“ gestellt. Darin werden umfangreiche Vorschläge gemacht, wobei besonders Aufklärung und Kontrolle im Mittelpunkt stehen sollen. Erreicht werden soll das durch eine groß angelegte Öffentlichkeitskampagne unter Einbeziehung der Sozialen Medien und einer eigens konzipierten App. Die Verwaltung arbeitet derzeit an der Umsetzung der Vorschläge und wird diese dem Bauausschuss voraussichtlich im April präsentieren.

 

Diese Vorschläge könnten auf fruchtbaren Boden fallen, hat sich bereits einiges zum Schutz des Isar-Raumes getan. So wurden vom Baureferat nicht nur neue Schilder zur Kennzeichnung der Grill-Areale aufgestellt, sondern auch eine eigens beauftragte Firma eingesetzt. Die Isar-Wacht sorgt im Erholungsraum mitten in der bayrischen Hauptstadt seit dem ersten Tag mit schönem Wetter für Ordnung.

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Bettina Messinger, die örtlich zuständige Stadträtin der SPD-Fraktion, macht klar, dass der Schutz des Naturraumes aber immer noch in erster Linie von den Münchnern selbst abhänge: „Wer die Isar liebt, sollte sich an die Spielregeln halten und seinen Müll in die vorgesehenen Abfalleimer werfen, nur dort grillen, wo es erlaubt ist und darauf achten, dass es vor allem am späten Abend nicht zu laut wird. Dann macht auch der nächste Isar-Besuch wieder Spaß.“ Bei Rückfragen könne man sich laut Messinger auch jeder Zeit an die Isar-Wacht wenden, die gerne bereit ist, zu helfen.

 

Doch nicht nur das Ufer der Isar selbst soll vom Müll befreit werden. Auch beliebte Orte im Umkreis, wie der Tierpark, haben durch wachsende Besucherzahlen mit einer erhöhten Verschmutzung zu kämpfen. Aus diesem Grund fordert die SPD-Fraktion, dass die Mülleimer im Zuge der Umsetzung des Beschlusses „Saubere Stadt“ vom März 2014 rund um den Tierpark und in anderen intensiv besuchten Arealen vergrößert werden sollen, da sie ansonsten die Mengen Müll nicht fassen können. Eine Vergrößerung der Mülleimer in der Münchner Fußgängerzone gab es bereits im Jahr 2013. Die SPD-Fraktion sieht einen Vergrößerungsbedarf aber auch im Bereich des Platzes an der Kreuzung Schäftlarnstraße und Tierparkstraße und an der U-Bahnstation Thalkirchen/Tierpark.

© Foto: SPD-Stadtratsfraktion München

Messinger zeigt sich optimistisch, dass das Müllproblem gelöst werden kann: „Wir sind zuversichtlich, dass dieses Jahr das Nebeneinander von urbanem Lebensgefühl und notwendigem vorsichtigem Umgang mit der Natur besser klappen wird.“