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Spiele-Apps – so können Sie Ihre Kinder schützen

Kinder sollen Spaß haben und sich weiterentwickeln. Das gilt sowohl hier in München als auch im Rest der Welt. Während die Kleinen noch vor einigen Jahren bevorzugt draußen an der frischen Luft aktiv waren, besitzen heute immer mehr Grundschüler ihr erstes Smartphone – mit fatalen Folgen. Das Hauptproblem ist, dass sich mittlerweile kaum mehr nachvollziehen lässt, was die Kinder spielen und ob sie dabei womöglich sogar viel Geld ausgeben. Die Rechnung, die kann dann für ein böses Erwachen sorgen. Fakt ist jedoch: Mit ein paar Tricks und Strategien ist es für Eltern kinderleicht, In-Game Käufe zu unterbinden und zu prüfen, womit die Kleinen sich beschäftigen. Das Schöne daran ist, dass man den pubertierenden Kids nicht einmal das Smartphone wegnehmen muss, um es zu checken. Es genügt, das Handy mit dem eigenen Account zu verknüpfen. Wie das funktioniert und welche weiteren Tipps die Kontrolle erleichtern, das schauen wir uns gleich näher an.

 

Eltern tragen die Verantwortung

App Entwickler bedienen sich zahlreicher Tricks, um Spiele für Kinder reizvoll zu machen. In-Game Käufe stellen dabei ein massives Risiko dar, denn ein Kind kann nicht einschätzen, wie schnell hohe Kosten entstehen. Nimmt man Online Spielautomaten im Vergleich zu den heute so beliebten Spiele-Apps, ist der Schutz ein deutlich besserer. Kein seriöses Casino lässt zu, dass dort Spieler unter 18 Jahren aktiv werden. Um dies zu gewährleisten, erfolgt in der Regel relativ schnell die Kontoverifizierung, bei der Dokumente wie der Ausweis und dergleichen abgeglichen werden. Eine solche Kontrolle gibt es bei Spiele Apps tatsächlich nicht. Und genau aus diesem Grund müssen Sie als Eltern besonders achtsam sein. Lootboxen und damit versteckte Glücksspiele verstecken sich heue in den meisten Games. Um neue Münzen zu erhalten und Skills zu erwerben, müssen Anwender mitunter tief in die Tasche greifen. Problematisch ist das deshalb, weil Apps wie Coin Master & Co. rein optisch vor allen Dingen Kinder sowie Jugendliche ansprechen, ohne für eben diese Zielgruppe geeignet zu sein.

 

Mit diesen Tipps haben Sie das Kind im Blick

Ein einfacher Trick für alle, die Android Geräte nutzen: Melden Sie die Smartphones Ihrer Kinder ganz einfach über Ihren eigenen Google Account an, statt ihnen eine eigene E-Mail Adresse einzurichten. Sobald nun Käufe getätigt werden oder es generell irgendwelche Bewegungen gibt, können Sie diese sofort nachvollziehen und rechtzeitig unterbinden. Das ist auf lange Sicht deutlich einfacher als ständig das Smartphones des Kindes in die Hand zu nehmen und zu kontrollieren – zumal Sie sich insbesondere mit Teenagern keine Freunde machen, wenn Sie dies tun. Ebenfalls sinnvoll sind Sparverträge anstelle von Prepaid Sim Karten. Der Grund: Bei Ihrem Provider lassen sich In-Game Käufe ohne großen Aufwand sperren. Sie können dennoch Ausnahmen festlegen, wie beispielsweise die Teilnahme an Gewinnspielen. Generell ist es in Ihrer Verantwortung, Limits zu setzen. Sind In-Game Käufe gänzlich gesperrt, können Spielentwickler Ihnen keine hohen Kosten aufbürden und Sie dämmen gleich die Gefahr einer Spielsucht ein, die bei Jugendlichen bedeutend schneller auftritt als bei Erwachsenen, die in der Regel gefestigt sind.

 

Lootboxen eine echte Gefahr für Jugendliche

Die Betreiber zahlreicher Apps werden wohl in den kommenden Monaten zur Verantwortung gezogen. Bereits jetzt steht der Entwickler der beliebten Coin Master App vor Gericht, denn durch den hohen Bekanntheitsgrad sind hiervon zahllose Spieler betroffen – nicht zuletzt Kinder und Jugendliche, die regelmäßig Geld in das versteckte Glücksspiel investieren. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien muss sich darum kümmern, dass dem bald ein Ende gesetzt wird. In erster Linie jedoch tragen Eltern die Verantwortung. Mit wenigen einfachen Maßnahmen ist es relativ einfach möglich, seine Kinder zu schützen und vor allen Dingen mitzuverfolgen, was die Kleinen da eigentlich den ganzen Tag mit Ihrem Smartphone anstellen.