Sporthauptstadt München: Erstmals Meister in drei Team-Topsportarten

München ist die Sporthauptstadt Deutschlands. Durch den Titelgewinn der Basketballer des FC Bayern kommen drei der vier wichtigsten Mannschaftsmeister von der Isar. Gleichzeitig drei Champions der Sportarten Fußball, Handball, Basketball und Eishockey aus einer Stadt hatte es in der Bundesrepublik noch nie gegeben. 

 

Zum ersten Mal stellt eine Stadt gleichzeitig drei Champions aus den wichtigsten Mannschaftsdisziplinen Fußball, Basketball, Eishockey und Handball. Laut Oberbürgermeister Dieter Reiter ist das «ein herausragender Erfolg». Die SG Flensburg-Handewitt komplettiert das Sieger-Quartett in dieser Saison; München hat keinen Handball-Bundesligisten.

 

Andere Städte dürften neidvoll in Richtung Bayern blicken, von den vier Millionenmetropolen hierzulande kam nur Berlin dank seiner Eishockey-Cracks zu Titelehren in den vergangen sechs Jahren. Der HSV Hamburg holte 2011 die Handball-Meisterschaft in die Hansestadt, aber das war der einzige Titel in dreieinhalb Jahrzehnten. Inzwischen ist Hamburg sehr weit entfernt von Meister-Ehrungen – seit dem Abstieg des HSV aus der Fußball-Bundesliga hat die Stadt überhaupt keinen Erstligisten mehr in den vier großen Teamsportarten. In Hamburg waren es oft wirtschaftliche Gründe und Rückzüge von Sponsoren, die die Vereine aus den Top-Ligen beförderten.

 

Wirtschaftliche Sorgen kennen die drei Münchner Meister nicht. Der FC Bayern schwebt als Weltmarke ohnehin über der deutschen Fußball-Konkurrenz und auch die Basketballer werden dank der Strahlkraft des Vereins samt großen Sponsoren-Möglichkeiten künftig zum Krösus ihrer Liga. Der EHC gehört seit 2013 dem österreichischen Brause-Riesen Red Bull – und der macht auch noch mit dem FC Bayern gemeinsame Sache: Im Olympiapark baut Red Bull bald eine neue Multifunktionsarena, in die dann die Basketballer und Eishockeyspieler ziehen sollen.

 

Die Halle soll 10 000 Zuschauern Platz bieten, das ist der Plan von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz und Bayern-Präsident Uli Hoeneß. An die Größe der Arenen in Berlin, Hamburg und Köln kommt der Bau nicht heran – aber das ist für die Sportstädte nur ein ganz kleiner Trost.

 

dpa

 

 

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