Stadt: Grünen planen Antragspaket gegen Wohnungsknappheit in München

München wird vermutlich noch in diesem Jahr die 1,5 Millionen Einwohner Marke knacken. Das bedeutet zugleich, dass Wohnraum in Zukunft noch knapper wird und die Mieten voraussichtlich weiter steigen.

 

München – Der Wohnraum in München wird immer knapper und knapper. Klar ist, dass München wohl noch in diesem Jahr die 1,5 Millionen Einwohner Marke knackt. Die Grünen im Münchner Stadtrat haben nun ein Antragspaket gestellt, bei dem vor Allem der geförderte Wohnungsbau im Fokus steht. Sie wollen den geförderten Wohnungsbau in München weiter vorantreiben und dadurch Geringverdiener und auch die Mittelschicht noch stärker unterstützen.

 

Herbert Danner, der wohnungspolitische Sprecher der Grünen, meint gegenüber münchen.tv: „Wir haben momentan in Sachen Flächen von Privatinvestoren Unterstützung des geförderten Wohnungsbaus von 30 Prozent. Wir wollen das auf 35 heben. Und im Bereich der städtischen Flächen von 50 auf 60 Prozent erhöhen.“

Die FDP schränkt ein. Das größte Problem sei das, was die Grünen selbst verursacht haben: „Wenn wir bauen verlangt die Stadt 20 Quadratmeter Privatgrün pro Einwohner und 17 Quadratmeter öffentliches Grün. Das bringt den Deckel auf die Bebauung“, sagt Michael Matter, der Fraktionsvorsitzende der Rathaus-FDP.

 

„Wollen keine Ghettos“

 

Der Zuzug in die Isarmetropole hält weiter an – nach Schätzungen der Stadt wird bei der Einwohnerzahl noch in diesem Jahr die 1,5 Millionen Marke geknackt. Folge: Wohnraum wird immer knapper, freie Flächen zur Bebauung werden noch dringender gesucht. Die Grünen können sich gut vorstellen neben dem Michaelibad am Rande des Ostparks neuen Wohnraum zu errichten. „Am Ostpark könnte man bauen. Dafür könnten wir von unserer Forderung abrücken“, erklärt Danner. Wichtig ist doch, dass die Grünflächen in Bebauungsvierteln erhalten bleiben.“

 

Die Freien Demokraten sehen im Plan der Grünen aber ein generelles Problem. Matter sagt: „Das wird uns Probleme bringen. Wir wollen in München keine Ghettos und sind mit unserer Münchner Mischung gut gefahren. Deshalb sollte man auch jetzt nichts ändern.“

 

Für den 18. März hat OB Dieter Reiter zu einer Wohnungsbaukonferenz eingeladen, um gemeinsam mit den Umlandgemeinden die anhaltende Wohnungsnot zu bekämpfen.

 

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