Oktoberfest München Löwenbräu Festzelt Wiesn, © Rico Güttich / münchen.tv

Stadt prüft Wiesn-Umsatzpacht: Wirt vor möglicher Nachzahlung

Die Stadt hatte angekündigt, die Wiesn-Umsatzpacht genau zu kontrollieren. Nun steht ein Wirt vor einer möglichen Nachzahlung.

 

Bei der Überprüfung der neuen Umsatzpacht für die Wiesnwirte wird wahrscheinlich ein Wirt mit einer Nachzahlung zur Kasse gebeten. Das Löwenbräuzelt von Ludwig Hagn war bei stichprobenartigen Überprüfungen vertieft unter die Lupe genommen worden. Es sei wahrscheinlich, dass Hagn nachzahlen müsse, sagte Festleiter Josef Schmid (CSU). Derzeit hätten die Wirtschaftsprüfer aber ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen. Man müsse sich dann auch zusammensetzen und klären: „Wie ist der Fehler passiert?“

 

Die Abgabe wurde 2017 erstmals erhoben und hat sich noch nicht eingespielt. Hagn selbst hatte gesagt, er habe im Februar die Stadt um Überprüfung gebeten, um sicher zu gehen, dass alles korrekt sei. Er habe nie versucht, die Stadt zu hintergehen, sagte Hagn, der seit mehr als einem halben Jahrhundert Wiesnwirt ist. Er mache sich schließlich nicht sein Geschäft kaputt. Auch er selbst geht aber davon aus, dass er nachzahlen muss.

 

Mehrere Medien hatten über die Überprüfung Hagns berichtet. Die Stadt hatte die Umsatzpacht 2017 eingeführt, um die Millionen-Kosten für die Sicherheit zu decken. Dieses Jahr wurde sie schon erhöht, weil die Einnahmen nicht reichten. Die großen Zelte müssen 7,8 Prozent des Nettoumsatzes zahlen, die kleinen 6,1 Prozent. Die Wirte hoffen, dass die Abgabe wieder sinken könnte, wenn die Wiesn gut läuft und die Umsätze hoch sind.

 

dpa