München: Stadt stellt 3000 neue Plätze für Asylsuchende in Aussicht

Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat: Immer noch rollt der Flüchtlingsstrom aus Afrika über das Mittelmeer bis in die bayerische Landeshauptstadt. Nachdem das Rathaus bereits im Oktober 4000 Plätze für Asylbewerber beschlossen hatte, sollen es nun noch einmal 3000 neue werden. und ein Ende ist nicht in Sicht.

 

 

München – Schon im Oktober hatte der Münchner Stadtrat beschlossen zu den 4000 neuen Plätze für Asylbewerber und Wohnungslose in München auch das Budget bis zum Jahr 2017  von 20 auf 125 Millionen Euro aufzustocken.

 

In zwei Tagen, am Mittwoch, legt das Sozialreferat den „Zweiten Standortbeschluss“ vor: Ersichtlich wird dabei, dass an 17 Standorten der Stadt rund 3000 neue Plätze für Flüchtlinge geschaffen werden sollen. Zum Teil werden bestehende Häuser erweitert. Andere wie das Contai­nerdorf am Messeparkplatz sind bereits seit gewisser Zeit in Betrieb.

 

Kritische Aussichten

 

Allerdings muss mit Blick auf die geschätzten Flüchtlingszahlen auch klar sein: Das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) erwartet in diesem Jahr rund 3600 zusätzliche Flüchtlinge in der Stadt. Und nicht zu vergessen: Weitere gut 1000 Plätze müssen für die Flüchtlinge her, die momentan in Notunterkünften leben, welche nicht weiter genutzt werden können. Und klar ist auch, dass man mindestens im oberen dreistelligen Bereich kalkulieren muss, was die Anzahl derer angeht, die 2015 wohnungslos werden. Kritische Aussichten.

 

„Für das Jahr 2016 gibt es noch keine Prognose“, erklärt Meier: „Es ist aber wahrscheinlich, dass die Situation bestehen bleibt.“ Spätestens bis Ende 2016 muss zudem ein Ersatz für die Bayernkaserne her, weil dort dann bis zu 5000 neue entstehen sollen. Der Sozialausschuss hat den Beschluss in der Vollversammlung aber vertagt.

 

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