Sterne am Nachthimmel

Sternschnuppennacht: Hunderte Sternschnuppen pro Stunde am Abendhimmel

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag ist der Abendhimmel wieder hell erleuchtet. Bei guter Sicht kann man die spektakulärste Sternschnuppennacht des Jahres 2015 beobachten. Mit bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde ist der Sternschnuppenschauer der sogenannten Perseiden der Höhepunkt des Jahres.

 

Der Traummonat für die Sternen-Liebhaber ist gekommen. In der Sternschnuppenacht des Jahres vom 12. auf den 13 August können Jung und Alt eine Menge Wünsche in den Himmel rufen. Bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde erhellen den Abendhimmel. Vor allem gegen 2 bis 4 Uhr lohnt sich ein Blick nach oben.

 

Die Beobachtergruppe der Sternwarte des Deutschen Museums berichtet, dass die fallenden Meteore bis zu 72 Kilometer in der Sekunde erreichen. Nach Expertenmeinung hat man die beste Chance, die sogenannten Perseiden zu entdecken, wenn man in einer dunklen Umgebung in Blickrichtung Osten schaut. Doch es ist nicht zwingend nötig, eine bestimmte Richtung anzuvisieren, die Sternschnuppen sind auf dem gesamten Firmament zu entdecken.

 

Tränen des Laurentius

Die Perseiden sind ein in der ersten Hälfte des August wiederkehrender Meteorenschauer. Um den 12. August herum weist der Schauer ein deutliches Maximum auf. Der Schauer wird im Volksmund auch Tränen des Laurentius genannt. Am 10. August des Jahres 258 wurde der Märtyrer Laurentius auf einem glühenden Rost hingerichtet. Da das Erscheinen des Schauers mit dem christlichen Fest des Märtyrers zusammenfällt, werden die fallenden Himmelskörper als Tränen bezeichnet.

 

Diese Leuchterscheinungen am Nachthimmel entstehen durch winzige Staubteilchen, die in die Erdatmosphäre eintreten. Der bekannteste Meteorstrom sind eben die Perseiden, die auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurückgehen. Seine Bahn kreuzt die Erde alljährlich um den 12. August. Eine abgelöste Staubspur des Kometen sorgt letzten Endes für den Effekt der Sternschnuppen. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeiten verdampfen die Staubteilchen etwa 80 Kilometer über dem Erdboden.

 

Wer plant, längere Zeit zuschauen zu wollen, ist mit einem Liegestuhl und warmer Kleidung gut beraten. Ein Teleskop ist für die Beobachtung nicht nötig, dafür seien die Meteore viel zu flüchtig, so die Beobachtergruppe. Lediglich sehr helle Exemplare hinterlassen oft mehrere Sekunden Spuren, die ggf. mit einem Fernglas betrachtet werden können.

 

 

(jh)