© Symbolfoto: Krankenwagen am Rand der Wiesn

Streit auf Oktoberfest endet tödlich: Tatverdächtiger stellt sich

Oktoberfest: Nach einem Streit mit tödlichem Ausgang suchte die Polizei dringend nach einer Zeugin. Diese hat sich mittlerweile gemeldet. Laut ersten Angaben sei ein 58-Jähriger im Außenbereich des Augustiner-Festzelts derart niedergestreckt worden, dass er kurz darauf verstarb.

 

Auf dem Oktoberfest ist ein 58-jähriger Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck tödlich verletzt worden. Er sei mit einem anderen Mann im Außenbereich des Augustiner-Festzelts aneinandergeraten, von diesem niedergestreckt und so schwer verletzt worden, dass er kurz darauf verstarb, schreibt die Münchner Polizei, die aufgrund des Vorfalls auch ihren Twittermarathon aus der Wiesnwache beendet hat. Der Täter flüchtete im Anschluss und wird nun von der Polizei gesucht. Zunächst sei der Mann ohnmächtig geworden, jegliche Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Eine Obduktion ergab, dass das Opfer an den Folgen einer Hirnblutung verstorben ist. Seit 2014 ereignete sich kein tödlicher Unfall mehr auf dem Oktoberfest. Dies änderte sich gestern.

 

 

Bei dem Opfer handle es sich um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland, sagte eine Polizeisprecherin. Auf einem Video der Münchner „tz“ sagte die Sprecherin zudem, dass vermutlich bei der Tat keine Waffe und auch kein Maßkrug im Spiel gewesen seien. Mehr Details wollten die Ermittler zunächst nicht bekanntgeben.

 

 

Die Polizei hatte anfangs eine Frau als Zeugin gesucht, die die Auseinandersetzung einem Sicherheitsmitarbeiter meldete. Sie konnte jedoch vor Ort nicht mehr angetroffen werden. Deshalb wurde ein Zeugenaufruf über Durchsagen im Zelt und Twitter gestartet. Die gesuchte Zeugin hat sich mittlerweile bei der Polizei gemeldet und wird vernommen. Der Täter war zunächst in der Menge untergetaucht. Laut der BILD-Zeitung hat sich der Tatverdächtige mittlerweile gestellt. Gegen 16 Uhr betrat er zusammen mit seinem Anwalt eine Polizeidienststelle. Es handelt sich um einen 42-Jährigen aus München.

 

 

Mittlerweile sitzt der Mann in Untersuchungshaft.