© Foto: Bundespolizei

Streitlustiger Wochenstart: Bundespolizei verzeichnet mehrere Eskalationen

Ein Sitzplatz-Streit eskaliert, ein Mann will vor der Fahrschein-Kontrolle flüchten und zehn stark Alkoholisierte widersetzen sich einem Platzverweis. Am Montag und Dienstag musste die Bundespolizei gleich mehrmals ausrücken.

 

In der Nacht von Montag auf Dienstag belästigten zehn teils stark alkoholisierte Männer am Ostbahnhof mehrere Reisende. Die Bundespolizei sprach daraufhin Platzverweise gegen die Rüpel aus.

 

Als die Männer sich den Verweisen wiedersetzten, versuchten die Beamten diese mit Zwang durchzusetzen. Ein 20-Jähriger aus Berg am Laim verhielt sich dabei besonders aggressiv, entzog sich dem Griff des Polizisten und versuchte auf einen anderen loszustürmen. Auch die anderen neun Männer behinderten die Beamten, erst Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit konnten die Situation beruhigen.

 

Bei dem 20-Jährigen aus Berg am Laim konnte im Anschluss ein Promillewert von 1,64 festgestellt werden. Da er einen Polizeiobermeister im Rippenbereich leicht verletzt hat wurde er wegen Widerstand und Körperverletzung angezeigt.

 

3,3 Promille aber kein Fahrschein

 

Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck machte der Bundespolizei eine stark alkoholisierte Person zu schaffen. 3,3 Promille wurden bei einem 27-jährigen Fahrgast am Montagnachmittag in der S3 festgestellt. Einen Fahrschein hatte der Mann allerdings nicht, weswegen er versuchte, vor einem Kontrolleur zu flüchten. Beim Versuch, ihn zu stoppen, zogen sich der DB-Mitarbeiter und der Flüchtende leichte Schürfwunden zu. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und der Leistungserschleichung.

 

Bespuckt und beschimpft: Sitzplatz-Streit eskaliert

 

Wegen eines anderen Vorfalls vom Montagabend hat die Bundespolizei Ermittlungen aufgenommen. In der S2 gerieten drei Jugendliche mit einem Ehepaar aus der Ludwigvorstadt aneinander. Die 15- und 16-Jährigen hatten ihre Füße auf den gegenüberliegenden Sitzbänken abgelegt. Als das Ehepaar das monierte, kam es wohl zu Beschimpfungen und die 47-jährige Frau soll bespuckt worden sein.

 

Zwei der Jugendlichen verließen am Halt in Untermenzing die S-Bahn, den dritten soll der 53-jährige Mann aus dem Zug geschoben und ihm dabei ins Gesicht geschlagen haben. Mitarbeiter der DB-Sicherheit lösten die Streitigkeiten auf. Die Bundespolizei versucht nun mithilfe der Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn, den Sachverhalt aufzuklären.

 

rb