Einkaufen in München

Studie: München bleibt Shopping-Mekka für arabische Gäste

München – Die bayerische Landeshauptstadt wird immer mehr zum Anziehungspunkt für Touristen aus arabischen Ländern. Bemerkbar macht sich das vor allem im Einzelhandel.

 

Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der BBE Handelsberatung zum Einkaufsverhalten arabischer Gäste in München ergab, kauft ein arabischer Kunde pro Tag im Durchschnitt für 367 Euro ein. Bei der Vorläufer-Studie aus dem Jahr 2012 waren es noch durchschnittlich 274 Euro am Tag – was ein Plus von 34 Prozent bedeutet. Auch die Dauer der Aufenthalte hat sich von durchschnittlich neun Tagen auf 12,5 Tage erhöht. Für mehr als 80 Prozent der Befragten war ein Urlaub der Hauptgrund für den Besuch in München, die medizinische Behandlung gaben lediglich 17,1 Prozent als Grund an.

 

 

„München wird immer mehr zum Shopping-Mekka“, kommentierte Ernst Läuger, Präsident des Handelsverband Bayern (HBE), die Studienergebnisse. „Die arabischen Gäste machen uns sehr viel Freude, weil sie ausgiebig einkaufen.“ Besonders beliebt sind im mittleren Preissegment Kleidung (86,3 Prozent), aber auch Parfüm (34,9 Prozent) und – anders als noch vor drei Jahren – Schuhe (2015: 32,2 Prozent/2012: 14,6 Prozent).

 

In den großen Münchner Warenhäusern hat man sich mittlerweile auf die steigende Zahl an arabischen Gästen eingestellt. „Wir können fast jeden Kunden in seiner Landessprache begrüßen“, sagte Eduard Schöwe, Geschäftsführer von Galeria Kaufhof am Marienplatz. In dem Haus seien Mitarbeiter aus 36 Nationen beschäftigt, vor allem aus arabisch sprechenden Ländern. Damit sich die Gäste wohlfühlen, sei es „sehr wichtig, die Kultur auch abzubilden“.

 

Die für ihre Luxusgeschäfte bekannte Maximilianstraße (43,8 Prozent) verliert als Einkaufsort für arabische Touristen zunehmend an Beliebtheit. Stattdessen gewinnen die Kaufinger- und die Neuhauserstraße (97,9 Prozent) an Bedeutung.

 

 

(dpa/lby)