Suizidandrohung mit Messer in U-Bahnhof Messestadt West

Am 09. Juni hat ein 56-Jähriger im U-Bahnhof Messestadt-West für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt, denn der Mann zückte ein Messer und schrie, dass er sich umbringen wolle.

 

Die Schreckensnachricht erinnert stark an den Amoklauf von Grafing vor einem Monat. Doch am gestrigen Donnerstag erhielt die Polizei die Nachricht, dass ein Mann am Willy-Brandt-Platz in Riem ein Messer gegen sich selbst richtet.

 

Zunächst wurde bekannt, dass ein 56-jähriger Mann im U-Bahnhof war und dort laut schrie, dass er sich umbringen wolle. Dabei hielt er sich auch ein Messer an seinen Hals. Einem unbeteiligten Zeugen gelang es, dem 56-Jährigen das Messer abzunehmen und die Polizei zu informieren.

 

Der 56-Jährige wirkte auf die Beamten extrem aufgebracht und aggressiv. Seine rechte Hand hielt er in der Jacke auf Höhe des Achselbereichs versteckt. Er gab an, dort Skalpelle bei sich zu haben, um sich damit die Schlagader aufzuschneiden. Außerdem wolle er auch auf die Beamten einstechen, um dann von der Polizei erschossen zu werden.

 

Die Lage wurde für die Polizei durch die vielen Schaulustigen auf dem Willy-Brandt-Platz sehr erschwert. Einige der anwesenden Personen zeigten sich uneinsichtig und aufdringlich, als sie von den Einsatzkräften aufgefordert wurden, sich zu entfernen.

 

Die Polizeibeamten versuchten den aufgebrachten Mann zu beruhigen. Als das nicht möglich war, konnte er schließlich durch Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos überwältigt und fixiert werden. Verletzt wurde der Mann dabei nicht. Nach Begutachtung durch den Rettungsdienst wurde der 56- Jährige in ein Krankenhaus nach Haar gebracht.

 

Bei einer körperlichen Durchsuchung fanden sich keine gefährlichen Gegenstände. Als Grund für die Suizidandrohung wird Liebeskummer, übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum sowie die scheinbar aussichtslose Situation des 56-Jährigen vermutet.