Mond, Supermond, Himmel, Freinacht

„Supermond“ erscheint am Münchner Himmel

Am Montag kommt es zu einem sehr seltenen Phänomen am Münchner Nachthimmel. Ein besonders großer und extrem heller Vollmond wird dann zu sehen sein – vorausgesetzt es ist nicht bewölkt. Was man genau unter einem „Supermond“ versteht und wie es dazu kommt, erfahrt ihr hier:

 

 

Im Schnitt alle 27 Tage befindet sich der Mond an seinem erdnächsten Punkt. Dieser ist rund 360.000 Kilometer von uns entfernt. Wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch ein Vollmond herrscht, dann ist der Mond so hell und groß zu sehen, wie nur selten. Zuletzt ereignete sich dieses Naturspektakel, im Volksmund auch „Supermond“ genannt, im Jahr 1948. Den nächsten Vollmond dieser Art wird es dann erst wieder am 25. November 2034 geben.

 

Der Grund für diese Seltenheit ist zum Einen die elipsenartige Form, mit der der Mond die Erde umkreist und zum Anderen die verschiedenen Phasen, die der Mond innerhalb eines Monats durchläuft:

 

Durch die ellipsenförmige Umlaufbahn – auch Orbit genannt – schwankt die Entfernung des Mondes zur Erde. Deshalb ist der Mond am Montag besonders nah an der Erde dran. Genau gesagt rund 48.000 Kilometer näher, als er es an jener Stelle ist, die am weitesten von der Erde entfernt ist.

 

Zudem verändert der Mond sein Aussehen während verschiedener Mondphasen. Der Grund: Da der Mond ein Trabant (slaw.: „Begleiter“) ist, kann er nicht selber leuchten. Es ist die Sonne, die den Mond überhaupt erst sichtbar macht. Trabanten sind natürliche Satelliten, die sich in einer Umlaufbahn um ein anderes Objekt bewegen. Auch andere Planeten haben solche Trabanten, der Saturn beispielsweise besitzt gleich neun Monde, die um ihn kreisen. Die Sonne strahlt diese Trabanten an und verleiht ihnen eine reflektierende Leuchtkraft.

 

Als Vollmond erscheint der Erdmond immer dann, wenn er sich in einer bestimmten Konstellation zwischen Erde, Mond und Sonne befindet. Je nach Konstellation werden dann immer nur bestimmte Teile des Mondes von der Sonne beleuchtet und der Mond verändert seine Form. So kommt es zwischen zwei Vollmonden zum abnehmenden und zunehmenden Mond, zum Halbmond sowie zum völlig dunklen Neumond.

 

Beim „Supermond“ überlagern also sich die Vollmondphase und die Annäherung des Mondes an die Erde. Diese beiden Phänomene zusammen bewirken, dass der Mond um bis zu 30 Prozent heller und größer strahlen wird als sonst.

 

Für eine genaue Betrachtung der Mondoberfläche sind Vollmonde jedoch grundsätzlich eher ungünstig. denn bei Vollmond scheint die Sonne fast senkrecht auf die Mondoberfläche und wirft so gut wie keine Schatten. Fallen die Sonnenstrahlen jedoch flach auf den Mond, ist das Mondrelief mit seinen Kratern, Bergen und Tälern durch das Licht-Schatten-Spiel besonders plastisch zu sehen. Am Besten eignet sich für die Mondbeobachtung deshalb der zunehmende Mond.

 

kp