Einbruch in München, © Symbolfoto

Tag des Einbruchschutzes am 25. Oktober

Die Zeitumstellung am kommenden Sonntag nimmt die Polizei zum Anlass, zum vierten Mal den „Tag des Einbruchschutzes“ zu feiern: Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für Ihre Sicherheit“ können sich Bürger bundesweit rund um das Thema „Einbruchschutz“ informieren.

 

Langsam wird es jeden Tag füher dunkel. Der Sommer ist vorbei, dafür steigt das Risiko von vermehrten Einbrüchen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik für Bayern einen
erneuten Anstieg der Wohnungseinbrüche.

 

Dass man sich vor einem Einbruch aber auch effektiv schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Fast die Hälfte aller Einbrüche blieb im Jahr 2014 – dank eingebauter Sicherungstechnik – im Versuchsstadium stecken. Aber auch durch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert und Täter sofort festgenommen. So kann schon viel erreicht werden, wenn darauf geachtet wird, Fenster und Türen zu (ver-)schließen. Bei Gefahr und verdächtigen Wahrnehmungen sollte immer über Notruf 110 die Polizei verständigt werden.

 

Einbruchhemmende Fenster und Türen wirken als Barriere, der Einbrecher bräuchte länger, um in die Wohnung oder das Haus einzudringen. Zusätzlichen Schutz bietet die Installation einer Einbruchmeldeanlage. Diese kann sowohl einen Täter abschrecken als auch das Entdeckungsrisiko erhöhen.

 


Eine auf die jeweilige örtliche Situation abgestimmte Beratung wird bundesweit durch die
Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen angeboten. Diese stellen einen kostenlosen und neutralen Beratungsservice, der auch eine Schwachstellenanalyse vor Ort sowie konkrete Sicherungsvorschläge umfasst. Bei den 22 Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Bayern sind auch Herstellerverzeichnisse über geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Produkte sowie Adresslisten von Errichterunternehmen, die mechanische Sicherungen, Einbruchmeldetechnik und/oder Videoüberwachungsanlagen fachgerecht montieren, erhältlich.

 

Unter der Rubrik www.k-einbruch.de/foerderung sind alle Informationen zu den Möglichkeiten der staatlichen Förderung von Einbruchschutz eingestellt. Weitere Fördermöglichkeiten werden künftig durch die Freigabe zusätzlicher Mittel für die Einbruchsprävention eröffnet. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte am 20. Mai diesen Jahres die Freigabe von insgesamt 30 Millionen Euro beschlossen. Mit dem Beschluss erhielt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Zuständigkeit für das Förderprogramm. Das Programm, das derzeit ausgearbeitet wird, ist noch nicht in Kraft getreten. Sobald neue Informationen dazu bekannt sind, werden diese zeitnah veröffentlicht werden.

 

Die Kampagnen-Webseite www.k-einbruch.de gibt umfassende und produktneutrale
Informationen der Polizei zum Thema „Einbruchschutz“. Unter anderem können sich die
Besucher auch durch ein „interaktives Haus“ klicken und erhalten so anschauliche Tipps,
wie und an welchen Stellen man sein Zuhause sichern sollte.