Tag Archiv: Abendzeitung

Aigner: Beim Mindestlohn Sorgen der Zeitungsverleger berücksichtigen

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, beim gesetzlichen Mindestlohn Rücksicht auf die Zeitungsverlage zu nehmen.

 

«Wir müssen die Einführung des Mindestlohns praktikabel und unbürokratisch umsetzen», forderte Aigner vor der Jahrestagung des Verbands bayerischer Zeitungsverleger am Mittwoch. «Im Sinne der Zeitungsverleger müssen wir zum Beispiel darauf achten, dass pauschalierte Vergütungen ohne ausufernde Dokumentationspflichten ermöglicht werden.»

 

Mindestlohn soll ab Januar 2015 kommen

 

Die große Koalition will 2015 einen einheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro einführen. Über den Gesetzentwurf debattiert an diesem Donnerstag erstmals der Bundestag. Auf die Verlage kämen Belastungen von 225 Millionen Euro zu, warnte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. Sollten die 160 000 Zusteller nicht mehr nach der Stückzahl ausgetragener Zeitungen, sondern pro Stunde bezahlt werden, könnten möglicherweise ganze Regionen nicht mehr beliefert werden.

 

«Die Zeitungsverleger haben gute Vorschläge auf den Tisch gelegt», betonte Aigner. «Zulagen und Zuschläge sollen auf den Mindestlohn angerechnet werden. Im Rahmen des laufenden Branchendialogs muss es hier zeitnah zu einer Klärung durch das Bundesarbeitsministerium kommen.» Die bayerischen Zeitungsverleger haben Aigner zu ihrer Jahrestagung am Mittwochabend in Halfing (Kreis Rosenheim) als Rednerin eingeladen.

 

Keine einfache Zeit für Printmedien

 

Printmedien haben seit langer Zeit mit geringeren Umsätzen zu kämpfen. Durch den Trend, sich aktuelle Informationen direkt auf Smartphone, Tablet oder den Laptop zu holen und vom Kauf einer Tageszeitung abzusehen, stehen viele Zeitungsverlage vor der Insolvenz. Schlechte Druckverträge, wie z.B. bei der Münchner Abendzeitung, erschweren diesen Zustand zusätzlich. Die Abendzeitung hatte im März 2014 insolvenz angemeldet.

 

RG / dpa

München: Angebote für insolvente Abendzeitung

Die Suche nach einem Investor für die insolvente „Abendzeitung“ in München geht weiter. Es gebe Gespräche mit einer Handvoll Interessenten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Axel Bierbach der Nachrichtenagentur dpa. „Alle haben unterschiedliche Konzepte, aber allen gemeinsam ist eine Verbindung von Print und Online.“ Die „AZ“ solle möglichst auch als Printprodukt überleben. Konkrete Angebote lägen vor, weitere werden noch erwartet.

 
Die „AZ“ hatte am 5. März vor dem Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgeld sichert bis Ende Mai die Löhne und Gehälter der 110 Mitarbeiter. „Aber der 31. Mai ist kein harter Termin“, sagte der Sprecher. Danach könne die vorläufige Insolvenz in die Regelinsolvenz übergehen und der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. Der Verlag sei dazu in der Lage.

Der Erfolg der Verhandlungen mit Investoren hängt nach Angaben des Insolvenzverwalters vor allem von drei Punkten ab: Das Kartellamt muss der Lösung zustimmen. Der Betriebsrat muss einen Stellenabbau und einen Sozialplan mittragen. Und der Investor muss sich mit dem Nürnberger Telefonbuch-Verleger Gunther Oschmann einigen, dem die Markenrechte an der „AZ“ gehören.

 

 

rr/dpa

Insolvenz: Abendzeitung hebt Preise an

Rettung aus der Insolvenz: Die insolvente Münchner „Abendzeitung“ hebt die Preise an.

 

Die insolvente Münchner „Abendzeitung“ will sich mit einem deutlich höheren Verkaufspreis mehr Luft im Überlebenskampf verschaffen. Nach der bereits erfolgten Reduzierung der Druckkosten sei die Preiserhöhung ein weiterer Schritt, die strukturellen Verluste des Verlags zu verringern und einen Verkauf an einen Investor zu ermöglichen, teilte der Insolvenzverwalter Axel Bierbach am Mittwoch in München mit.
Vom 28. April an kostet das Münchner Boulevardblatt von Montag bis Freitag 1 Euro statt 60 Cent. Die Wochenendausgabe verteuert sich von 80 Cent auf 1,20 Euro. Die Erhöhung betrifft ausschließlich den Einzelverkauf. Die AZ hatte am 5. März vor dem Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt.

 

rr/dpa

Insolvenzantrag: Mitarbeiter der AZ hoffen auf Investor

Wir machen weiter – für Sie!

So heißt es auf der Online-Seite der Münchner „Abendzeitung“. 110 Mitarbeiter, davon rund 50 in der Redaktion, sind von der Pleite der Zeitung betroffen.

„Wir sind traurig und geschockt. Aber wir geben nicht auf“, so die Redaktion.

Am Mittwoch hatte die Geschäftsführung beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. „Die Gesellschafter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Abendzeitung“ hoffen, dass im Insolvenzverfahren ein Investor gefunden werden kann, damit der traditionsreiche Titel weiter erscheinen kann“,heißt es weiter auf der Online-Seite.

Die erste Ausgabe der Münchner „Abendzeitung“ erschien am 16. Juni 1948. Gründer und erster Chefredakteur der Straßenverkaufszeitung war der 1969 gestorbene Verleger und Journalist Werner Friedmann. Seit 2001 haben sich Verluste in Höhe von 70 Millionen Euro gesammelt.

 

rr

Münchner „Abendzeitung“ ist pleite

Die traditionsreiche Münchner „Abendzeitung“ hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wie der Verlag am Mittwoch mitteilte, sehe sich die Familie Friedmann als Eigentümerin nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

 

„Die Gesellschafter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Abendzeitung“ hoffen, dass im Insolvenzverfahren ein Investor gefunden werden kann, damit der traditionsreiche Titel weiter erscheinen kann.“

 

Rund 70 Millionen Euro haben sich seit 2001 angesammelt, so die Geschäftsführung. Das Jahr 2013 endete demnach mit einem Minus von etwa zehn Millionen Euro. Nach zwei weiteren rückläufigen Monaten sei für 2014 keine Besserung in Sicht. Das weitere Erscheinen des Blattes sei aber zunächst gesichert.

 

rr/dpa

Abendzeitung will Namen im Falle der Abgeordnetenfinanzierung juristisch erstreiten

Nach der Kritik des Rechnungshofes will die Münchner Abendzeitung die Namen der betroffenen Parlamentarier erfahren und hat juristische Schritte gegen Landtagspräsidentin Barbara Stamm eingeleitet. Diese weigert sich, die Namen der Abgeordneten zu nennen, deren Umgang mit Steuergeldern in dem Prüfbericht kritisiert wurde. Wie die AZ berichtet, habe sie nun eine Anwaltskanzlei beauftragt, die Herausgabe der Namen auf juristischem Wege durchzusetzen.