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Iten in Kenia: Das Land der Sieger

Eliud Kipchoge. Jemima Jelagat. David Rudisha. Wenn Sie mit der Welt des Laufens, insbesondere des Langstreckenlaufs, vertraut sind, sollten Ihnen diese Namen bekannt vorkommen. Dies sind einige der besten Langstreckenläufer der Welt. Sie haben einen Rekord nach dem anderen gebrochen und die Sportwelt immer wieder mit ihrer scheinbar übernatürlichen Ausdauer im Angesicht harter Konkurrenz beeindruckt. Und wie die meisten wissen, haben diese drei Läufer alle eines gemeinsam: Sie kommen aus Kenia.

 

Iten, das Land der Sieger

Die Stadt Iten im kenianischen Distrikt Elgeyo-Marakwet ist einzigartig auf der Welt, weil sie eine große Anzahl von Siegern, vor allem im Langstreckenlauf, hervorgebracht hat. Im Rift Valley, in dem Iten liegt, gibt es weitere Dörfer und Städte, die ebenfalls Sieger hervorgebracht haben. Iten befindet sich auf einer schwindelerregenden Höhe von ca. 8.000 Fuß (2,44 Kilometer) über dem Meeresspiegel. Höhentraining wurde traditionell als die beste Methode zur Verbesserung der Leistung auf Meereshöhe angesehen, indem der Sauerstoffverbrauch in niedrigeren Höhen erhöht wird, um die Effizienz und Ausdauer zu verbessern. Iten hat in der Laufszene einen fast schon legendären Status erreicht, so sehr, dass Athleten aus aller Welt dorthin reisen, um zu trainieren.
Falls Sie nach dem Lesen dieses Artikels Lust bekommen haben, nach Iten zu reisen, lesen Sie weiter, um herauszufinden, wie Sie dorthin kommen und was Sie tun müssen, sobald Sie gelandet sind.

 

Ein Visum für Kenia erhalten

Um nach Kenia zu reisen, benötigen Sie zunächst ein Visum Kenia. Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass Sie zur Botschaft oder zum Konsulat gehen müssen. Kenia hat kürzlich angekündigt, alle Arten von Visa abzuschaffen, mit Ausnahme des elektronischen Visums, das online beantragt werden kann. Das E-Visum Kenia wird ab 2021 für alle Reisenden verpflichtend sein, die nach Kenia reisen.
Vergewissern Sie sich, dass Sie die Anforderungen des Visums erfüllen. Um das Visum zu beantragen, müssen Sie zwei Buchungsbestätigungen einreichen: eine von Ihrem Rückflug und eine von dem Ort, an dem Sie übernachten werden (Hotel, Resort, etc.). Nachdem Sie das Formular ausgefüllt haben, wird Ihnen das Visum per E-Mail erteilt. Drucken Sie das Visum aus und nehmen Sie es mit.

 

Von Nairobi zum Rift Valley

Wie bei jeder touristischen Reise nach Kenia ist Ihr erster Halt der Jomo Kenyatta International Airport in Nairobi, da er mit praktisch jedem anderen Gebiet in Kenia verbunden ist. Danach fliegen Sie nach Eldoret, das 45 Minuten fliegen von Nairobi entfernt ist. Sie können einen lokalen Flug im Voraus buchen oder am Flughafen in Nairobi. Eldoret liegt auch im Rift Valley und wenn Sie landen, befinden Sie sich also bereits in der Nähe von Iten. Um nach Iten zu gelangen, müssen Sie vom Flughafen Eldoret nur noch ein Taxi nehmen.

 

Wo werde ich übernachten?

Das müssen Sie selbst entscheiden. Wenn Sie etwas Komfort wünschen, sollten Sie einen Aufenthalt im Keelu Resort in Betracht ziehen. Hier werden Sie auf Läufer aus der ganzen Welt stoßen, die nach Iten gereist sind. In den Hotels findet man leicht Leute zum Trainieren. Iten ist kein großer Ort. Scheuen Sie sich nicht, herumzulaufen und herumzufragen. In Iten gibt es auch viele professionelle Trainingslager, wie zum Beispiel das HATC (High Altitude Training Centre). Sie könnten Ihnen helfen, die besten Laufstrecken zu finden und effektive und nachhaltige Trainingspläne aufzustellen. Wenn Sie lieber ohne Hilfe laufen gehen, ziehen Sie einfach ein Paar Laufschuhe an. In Iten sind Sie normalerweise nie weit von einer Laufstrecke entfernt.

 

Du bist, was du isst

Die kenianische Küche wird seit jeher als einer der Hauptgründe angepriesen, warum kenianische Läufer im Vergleich zu Läufern aus anderen Ländern so gut abschneiden. Und nichts veranschaulicht dies mehr als ugali. Ugali ist Maismehl, das mit Wasser zu einer breiähnlichen Substanz vermischt wird, die dann gegessen wird, indem man sie in der Hand zu kleinen Kugeln rollt, die wie Knödel aussehen. Ugali enthält viele Kohlenhydrate, und jeder Läufer weiß, dass Kohlenhydrate einer der Eckpfeiler des Laufens sind. Ob Ugali vor, nach oder sogar während des Trainings konsumiert wird, Kohlenhydrate geben Ihnen den zusätzlichen Treibstoff, den Sie brauchen, oder helfen, den Glykogenspiegel im Blut nach einem intensiven Training auszugleichen. In Kenia wird Ugali oft mit Fleisch gegessen, aber professionelle Läufer halten ihre Mahlzeiten streng vegan und verzehren ihr Ugali mit Gemüsebeilagen. Wenn Sie nach Iten reisen, ist das Essen von lokalen Gerichten ein Muss!

FC BAYERN FOOTBALL SCHOOL ADDIS ABABA, © FC Bayern München

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Im Vorfeld des Internationalen Afrika-Tags und der Europa-Wahl machte das Kampagnenbündnis „Gemeinsam für Afrika“ mit einer ungewöhnlichen Straßenaktion auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Verteilung von Ressourcen im Europa-Afrika-Vergleich aufmerksam.

 

 

Zusammen mit engagierten Schülern und Schülerinnen der Städtischen Salvator- Realschule und den Münchner Passant/-innen demonstrierte „Gemeinsam für Afrika“ vor dem Richard-Strauß-Brunnen in der Neuhauser Straße das “Wer hat was? – Afrika-Europa-Verteilungsspiel”.

 

 

Und das lief so: Schüler und Passanten schlüpften in die Rollen der europäischen und afrikanischen Bevölkerung, und aus dem Spiel wurde schnell Ernst: Europa wurde bald von einer großen CO2-Ballonwolke überschattet und vielen gelben „Energie“-Ballons beleuchtet; die „europäischen“ Spieler/-innen konnten ihre Reichtümer kaum in den Händen halten. Über Afrika hingegen schwebten nur wenige Ballons, die „afrikanischen“ Spieler/-innen standen mit eher leeren Händen da. Am Beispiel von Kakao und Diamanten wurde allerdings deutlich, dass es in Afrika auch Reichtümer gibt – doch aufgrund unfairer Handelsbeziehungen und ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse kommt der Bevölkerung davon nur wenig zugute. „Wer hätte gedacht, dass die Menschen in Europa tatsächlich 11-mal mehr verdienen, als die Menschen in Afrika, 8-mal mehr Energie verbrauchen und auch noch so viel mehr Treibhausgase produzieren.“, wunderten sich beteiligte Schüler/-innen. „Krass ungerecht!“ war ihr einhelliges Fazit.

 

 

„Mit der Aktion möchten wir die breite Öffentlichkeit in Deutschland auf die Folgen unseres Konsumverhaltens aufmerksam machen. „Gemeinsam für Afrika“ setzt sich für eine gerechtere Verteilung der weltweit produzierten Güter und begrenzten Ressourcen ein.“, erklärte Bündnis-Sprecherin Susanne Anger.

 

 

Die Aktionen fanden zeitgleich auch in Berlin, Bonn, Köln, Nürnberg, Dresden, Oldenburg, Heidelberg, Bochum und Frankfurt statt. Sie waren für die Schulklassen Auftakt intensiver Auseinandersetzung mit dem „Gemeinsam für Afrika“-Jahresthema „Schluss mit schmutzig!“. Das Kampagnenbündnis will 2014 den Blick auf die Themenschwerpunkte Konsum, Umweltschutz sowie Ressourcen und ihre Verteilung lenken und Bewusstsein für einen verantwortungsvolleren Lebensstil fördern.

 

 

jn /