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NSU-Prozess: Nachbarin von Zschäpe soll per Video befragt werden

Die Nachbarin der Hauptangeklagten Beate Zschäpe soll möglicherweise per Video vernommen werden, dies erklärte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Donnerstag im NSU-Prozess. Die 91-Jährige könnte mit ihrer Aussage Zschäpe in einem Punkt entlassen. Allerdings ist es ihr aus gesundheiltichen Gründen nicht möglich, zur Verhandlung in München zu erscheinen.

Die Zeugin wohnte neben den mutmaßlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ in Zwickau. Sie war zu Hause, als – laut Anklage – Beate Zschäpe am 4. November 2011 die Wohnung des Terror-Trios in Brand setzte. Die Bundesanwaltschaft wirft Zschäpe versuchten Mord vor, weil sie das Leben der betagten Frau riskiert habe.

Die Nachbarin hatte allerdings bei der Polizei angegeben, dass bei ihr an der Tür geklingelt wurde, jedoch niemand über die Sprechanlage zu hören war. Sollte sich herausstellen, dass Beate Zschäpe versuchte, die Frau zu warnen, könnte sich das in diesem Punkt entlastend für die Hauptangeklagte auswirken.

rr/dpa

Heute wird nach vier Wochen Sommerpause der NSU-Prozess fortgesetzt

Heute ab 9:30 Uhr wird der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier Helfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) fortgesetzt.

 

Zunächst soll ein BKA-Beamter als Zeuge gehört werden, der den Angeklagten Holger G. vernommen hatte. Holger G. hatte unter anderem zugegeben, den untergetauchten Neonazis Dokumente und eine Waffe verschafft zu haben.

 

Gerichtspräsident Karl Huber zog in einer Pressekonferenz kürzlich ein positives Fazit zum bisherigen Prozessverlauf im Gerichtsgebäude: „Die Organisation war prima und wir werden natürlich mit den gleichen Kräften und der gleichen Präsenz weitermachen.“

 

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie in unserem Special zum NSU-Prozess.

 

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