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1860 Teamfoto Fussball

München: 1860 München verliert in Kaiserslautern

Der 1. FC Kaiserslautern hat am ersten Spieltag der zweiten Bundesliga den TSV 1860 München 3:2 (0:2) besiegt. Die Lauterer spielten am Montag nach einem Platzverweis für ihren Torwart Tobias Sippel für ein vermeintliches Handspiel ab der 20. Minute in Unterzahl und lagen mehr als eine Stunde mit 0:2 zurück.

 

Beide Tore für den TSV 1860 München schoss der neu verpflichtete Stürmer Rubin Okotie (26., 33.).
Das 1:0 war ein Zufallsprodukt. Kurz nach der roten Karten für Lauterns Towart Tobias Sippel, tankte sich Okotie am Strafraumeck durch. Sein Schuss wurd vom Bauch des Lauterer Abwehrspielers Heintz in das Tor der Pfälzer abgefälscht.
Wie ein angeschlagener Boxer taumelten die Lauter im Anschluss. Löwen Stürmer Bobby Wood nutzte diese, setzte sich einfach gegen seine Bewacher durch und legte Punktgenau auf den am Fünfmeterraum wartenden Okotie, der den Ball ohne Probleme im Kasten versenkte.
Das Spiel schien bereits entschieden.

 

Lautern dreht auf und dreht das Spiel

 

Doch nach der Pause kämpften sich die roten Teufel zurück in das Spiel.Erst brachte es der Ex-Freiburger Karim Matmour fertig, freistehend das leere Tor zu treffen, der Kroate Srdjan Lakic machte es wenige Minuten danach besser. Zimmer wurde duch Vallori im Strafmraum zu Fall gebracht, Lakic verwandelte sicher.
Die in Unterzahl spielenden Pfälzer wurden nun durch das Publikum gepusht und glichen das Spiel innerhalb weniger Minuten aus. Wieder traf Lakic nach einer sehenswerten Flanke per Aufsetzer.
Nach einer Stöger-Ecke traf Hofman mit seinem ersten Ballkontakt für seinen neuen Verein.
Kiraly sah bei dem Gegentor unglücklich aus.
Die Sensation war damit perfekt.

 

RG

FC Bayern II – Aufstiegstraum in letzter Minute geplatzt

Die zweite Mannschaft des FC Bayern München hat den Aufstieg in die 3.Liga verpasst.
Trotz einem spielerisch überlegenen 2:1 Sieg gegen Fortuna Köln reichte es am Ende nicht, die 0:1 Niederlage aus dem Hinspiel wett zu machen.
In einer dramatischen Partie gelang den Kölnern in der letzten Minute der Nachspielzeit der entscheidende Treffer.

 

Die Ausgangssituation war klar – ein Sieg muss her

 

Am vergangenen Mittwoch fand das Hinspiel um den Aufstieg in Liga 3 im Kölner Südstadion statt.
Der Meister der Regionalliga West, Fortuna Köln, empfing im Kölner Südstadion den Meister der Regionalliga Bayern, die Zweitvertretung des FC Bayern München.
Im ausverkauften Stadion des Ex-Bundesligisten sah es lange Zeit nach einem torlosen Unentschieden aus, ehe Kraus zum vielumjubelten Siegtreffer für die Rheinländer einköpfte.

 

Personalsituation angespannt

 

Auf dem Papier waren die kleinen Bayern klarer Favorit.
Jedoch fehlten u.a. Toptorschütze (15 Treffer) Julian Green, der von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann in den WM-Kader berufen wurde, ebenso musste man auf Pierre-Emile Höjbjerg verzichten. Das 18-jährige Mittelfeldjuwel wurde nach seinem starken DFB-Pokal-Finalauftritt für zwei Testländerspiele der dänischen Nationalmannschaft nominiert. Torwart Raif Husic weilt bei der deutschen U18-Nationalmannschaft, verletzungsbedingt fehlte Mittelfeldspieler Rico Strieder.
Mitchel Weiser, der 2012 vom 1.FC Köln für die Profimannschaft verpflichtet wurde, diese Saison jedoch nur bei den Amateuren zu Spielzeit kam, hatte scheinbar nicht so viel Lust auf Drittliga-Aufstiegskampf. Er verabschiedete sich bereits vor der Relegation in den Urlaub.

 

Nervöse Anfangsphase – dann Bayern klar feldüberlegen

 

Bereits um 11 Uhr am Morgen gab es lange Schlangen an den Kassenhäuschen des Grünwalder Stadions. Zum Anpfiff waren letztendlich 7.738 Tickets verkauft, das Grünwalder vermeldete ausverkauft. Circa 800 Kölner Anhänger hatten sich für den Gästeblock-, sowie zu Teilen für die Haupttribüne Karten gesichert. Bereits vor dem Spiel hatten diese beste Laune: „Werdet zu Legenden – kämpfen bis zum Ende – für die dritte Liga, Fortuna“ hallte es durchs Rund.
Auch die Bayern-Anhänger waren stimmgewaltig vertreten, zum Einlaufen der beiden Teams zeigten Sie eine Choreo mit dem Münchner Kindl und Bayern Logo.

Die Partie begann zerfahren. Beide Teams agierten äußerst nervös und rieben sich ausschließlich in Zweikämpfen auf. Kevin Friesenbichler sorgte dann für die ersten Aufreger. Nach einen Foulspiel provozierte er seinen Gegenspieler heftigst, um im Anschluss die kleinste Berührung zu nutzen, um sich theatralisch am Boden zu wälzen. Ihm gehörte dann auch die erste Tormöglichkeit nach 8 Minuten, jedoch vergab er aus halblinker Strafraumposition.
Die kleinen Bayern waren jetzt besser in der Begegnung, hatten mehr Ballbesitz und ließen die Kölner kaum ins Spiel kommen.
Nach 10 Minuten versuchte es Ylli Sallahi aus der Distanz, verzog aber knapp. Ein paar Minuten später machte es der 20-jährige Österreicher besser. Aus knapp 18 Metern versenkte er das Leder nach einem Freistoß unhaltbar ins linke obere Eck.
Im Anschluss kamen die Bayern zu weiteren Möglichkeiten, Sallahi und Friesenbichler scheiterten jedoch an Fortuna Schlussmann Poggenborg (28. und 32.Minute).
Die Bayern feldüberlegen, technisch und taktisch besser, sowie mit spielerischen Lösungen im defensiven Aufbauspiel.

Erst am Ende der ersten Hälfte werden die Domstädter mutiger und erspielen sich erste Torchancen.
Nach einer Ecke verzieht Pazurek, Tobias Steffen und Sebastian Zinke verfehlten das Gehäuse ebenfalls deutlich.
Für FCB Schlussmann Lukas Raeder wird es in der ersten Hälfte nur einmal brenzlig, einen Schuss vom schnellen Fortuna Angreifer Kialka klärt er zur Ecke.

So ging es mit einem verdienten 1:0 für die FC Bayern Amateure in die Halbzeit.

 

Auf gelb-rot folgt eine dramatische Schlussphase

 

Die Rheinländer kamen mit mehr Schwung und Druck aus der Kabine. Die Bayern wirkten vom frühen Pressing der Gäste ein wenig überrascht, sodass sich nun gute Einschussmöglichkeiten boten. Erst zwang Fortuna-Verteidiger Sievers Bayern Torwart Raeder zu einer Glanzparade, kurz danach war er geschlagen, doch die Latte rettete die Führung und verhinderte schlimmeres.
Die Bayern brauchen eine Viertelstunde um in die Partie zurückzufinden und kommen durch Sallahi zu ihrer ersten Torannäherung im zweiten Durchgang.
Auf Seiten der Kölner wurde mittlerweile Toptorschütze Ercan Aydogmus (17 Tore)eingewechselt und er musste ansehen wie die Partie immer ruppiger wurde. Schiedsrichter Dr.Robert Kampka musste nun häufiger in die Brusttasche greifen, um die gelbe Karte zu zücken.

Erst in der 76.Minute gab es mal wieder eine Tormöglichkeit und sie sollte der Beginn einer rasanten Schlussphase werden. Per Hacke legte Alessandro Schöpf elegant auf Kevin Friesenbichler auf, der scheiterte jedoch an Poggenborg.
Im Gegenzug die Riesechance für die Fortunen. Oliver Laux steigt am höchsten und kommt völlig unbedrängt auf Höhe des Fünfmeterraums zum Kopfball – der aber zu lasch und unplatziert.
Die Zweitvertretung des Rekordmeister trotzdem beweglicher und trickreicher. Der bereits verwarnte Kristoffer Andersen (70 Minute) weiß sich nur noch mit einem Foul zu helfen und sieht gelb-rot.
Fader Beigeschmack: die komplette Bayern Mannschaft nahm extremen Einfluss auf den Schiedsrichter, dieser wurde vehement angegangen – sportlich nicht fair!

In Überzahl drängten die Bayern jetzt auf die Entscheidung. Kurios vergab Dennis Chessa –er lässt er nach schöner Kombination die komplette Abwehr inklusive Fortuna-Keeper Poggenborg aussteigen, doch dann scheitert er am letzten Kölner, der auf der Linie rettet.

Ylli Sallahi machte es besser – mit einem Traumtor aus 25 Meter trifft er zur 2:0 Vorentscheidung.
Eine Verlängerung war damit nicht mehr möglich und alle Bayern-Fans wähnten sich auf der Siegerstraße.
Doch es gab noch eine Nachspielzeit von 4 Minuten und diese sollte dem Spiel eine dramatische Wende geben.
Ein eklatanter Torwartfehler von Lukas Raeder kostet die Bayern den Aufstieg. Ein weit geschlagenen Ball unterschätzt der Münchner Keeper komplett. Beim herauslaufen unterläuft er den Ball, kann ihn nicht festhalten und Oliver Laux musste die Kugel nur noch in das leere Tor köpfen.

 

Kurz danach war Schluss. Die Bayern im Tal der Tränen, sinken auf dem Platz zusammen und können gar nicht fassen, was sich soeben abgespielt hat.
Die Kölner Fortunen dagegen im siebten Fußballhimmel. Nach 12 Jahren ist der Traditionsverein, der zwischendurch sogar in die Verbandsliga abgestiegen war, wieder in der 3.Liga.
Die Fans außer sich vor Freude und irgendwie hatten Sie es geahnt: „Werdet zu Legenden – kämpfen bis zum Ende – für die dritte Liga, Fortuna“.

 

In den weiteren Aufstiegsspielen setzte sich die Amateure von Mainz 05 gegen Neustrelitz durch (2:0 und 3:1) und Sonnenhof-Großaspach konnte überraschend die Zweitvertretung vom VfL Wolfsburg besiegen (1:0 und 0:0).

 

FC Bayern II
Raeder – Schmitz, Wein (90. S. Ribéry) , Vrzogic, Chessa – Schöpf, Oikonomou, Sallahi, Weihrauch (68. Rankovic) – Friesenbichler, Schweinsteiger
SC Fortuna Köln
Poggenborg – Sievers, Hörnig, Laux, Pazurek – Steffen (78. Kessel), Kialka (56. Aydogmus), Andersen, Zinke, Kraus – Dahmani

 

RG

Heute: TSV 1860 gegen VfR Aalen. Ist der Funkel schon übergesprungen?

Heute Abend eröffnet der TSV 1860 München den 7.Spieltag der 2.Bundesliga. Die Löwen sind um 18 Uhr 30 beim VfR Aalen zu Gast. Es ist gleichzeitig die Trainerpremiere des neuen Hoffnungsträgers Friedhelm Funkel, der seit Montag die Sechzger trainiert.

 

Einen Tag vor dem wichtigen Spiel lobte er die Trainigsleistung der Mannschaft: Die Zweikämpfe seien sehr gut gewesen, und auch in den Standardsituationen und in der Defensive würden die Spieler gut auftreten. „Das sind Dinge, die ich dann auch morgen Abend sehen möchte“, fordert Funkel.

 

Auf dem neuen Trainer liegen große Hoffnungen: Verantwortliche und Fans des TSV 1860 wünschen sich, dass er den Verein in die 1. Fußballbundesliga zurückführen wird. «Wir stehen alle hinter dieser Entscheidung und haben sie mit der ausdrücklichen Zustimmung unseres Investors Hasan Ismaik getroffen», betonte Präsident Gerhard Mayrhofer das Engagement von Friedhelm Funkel.

 

mt

 

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