Tag Archiv: Augsburg

Ein Symbolbild zu einer Festnahme, © Symbolfoto

Kinderarzt wegen Missbrauchs von 20 Jungen angeklagt

Die Entführung und der Missbrauch eines Fünfjährigen bei Hannover sorgte im vergangenen Sommer für Schlagzeilen. Im Herbst wurde der mutmaßliche Täter gefasst – ein Kinderarzt aus Augsburg. Er soll noch 19 weitere Buben missbraucht und teils dabei gefilmt haben. Unter den Kindern sollen sich auch Münchner befunden haben.  Weiterlesen

Fans feiern bei Public Viewing, © Die EM steht kurz vor der Tür

München: Ganz Bayern feiert WM-Titel – 80 000 auf Münchner Leopoldstraße

Autokorsos, Feuerwerk und Freudentränen. Die Fußball-Fans in Bayern haben in der Nacht zum Montag den neuen Weltmeister aus dem eigenen Land gefeiert. Allein in München gingen 80 000 auf die Feiermeile Leopoldstraße. Einige Fans haben die Nacht durchgemacht.

 

Nach dem nervenzerreißenden Finalspiel sind in der Nacht Hunderttausende Fans in ganz Bayern auf die Straßen gegangen. Mit Autokorsos und Jubelgesängen feierten sie den Fußball-Weltmeister. Abgesehen von wenigen Körperverletzungen und einigen gezündeten Feuerwerkskörpern feierten die Fans friedlich. In München wurden traditionell Leopoldstraße und Ludwigstraße zur Partymeile. Gegen 1.00 Uhr waren dort mehr als 80 000 Menschen unterwegs, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Ein U-Bahnhof musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Etwa 500 Polizisten waren in der Landeshauptstadt im Einsatz. Auch am Montagmorgen waren noch Fans in den DFB-Trikots in der Stadt unterwegs.,

 

Überall in Bayern wird gefeiert

 

In Nürnberg trafen sich die Fans nach dem Spiel in der Nähe des Hauptbahnhofs zum Jubeln. Am Flughafen hatten sich fast 20 000 Menschen das Spiel angeschaut, in Niederbayern besuchten nach Polizeiangaben etwa 22 000 Fans Public Viewings. In Augsburg zogen rund 20 000 Leute durch die Innenstadt. Auch Stunden nach dem Abpfiff zogen Fans heiser grölend durch die Straßen bayerischer Städte – während Reinigungskräfte bereits die Spuren des kollektiven Rausches beseitigten.

 

Die DFB-Auswahl hatte im Finale in Rio de Janeiro 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien gewonnen. Beim Public Viewing im Münchner Olympiastadion, wo Deutschland genau 40 Jahre zuvor Weltmeister wurde, hatten 33 000 Fußballfans mitgefiebert. Das Stadion war schon Stunden vor Beginn des Endspiels voll besetzt.

 

RG / DPA

Sulzemoos: tödlicher Unfall auf der A8

Tödlicher Verkehrsunfall auf der A8 bei Sulzemoss in Fahrtrichtung München. In der Nacht auf Sonntag gegen 1:45 Uhr geriet  der Pkw einer 28jährigen Fahrerin aus Augsburg ins Schleudern, prallte in die rechte Leitplanke, überschlug sich daraufhin und kam schließlich auf dem mittleren von drei Fahrstreifen auf dem Dach zum Stehen.
Mit ihr im Fahrzeug befanden sich zwei Frauen im Alter von 24 und 28 Jahren, ebenfalls aus Augsburg. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, die 24-jährige Beifahrerin schwer.

Beifahrerin von PKW überrollt

Im weiteren Verlauf fuhren drei weitere PKW in die Unfallstelle. Dabei wurde die zweite Beifahrerin von einem Fahrzeug erfasst und überrollt. Unklar ist noch, ob die Augsburgerin zum Unfallzeitpunkt bereits auf der Autobahn lag.
Die anderen Unfallbeteiligten erlitten zum Teil einen Schock, HWS und Prellungen und kamen ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft München hat einen Gutachter zur Klärung des Unfallhergangs beauftragt. Die A8 war für ca. acht Stunden gesperrt.
mh / Polizei

Diskussion um Weltbild-Rettung

Nach der Insolvenz der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild soll es am heutigen Donnerstag (16.01.)  einen weiteren Runden Tisch zur Rettung des kirchlichen Unternehmens geben.

Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller und ihre Kabinettskollegin, Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (beide CSU), werden dazu in Augsburg mit Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, dem Betriebsrat und weiteren Teilnehmern beraten.

 

Nach dem Treffen will der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) über die Ergebnisse informieren.

 

Ministerpräsident Horst Seehofer hatte zwar direkte Geldzahlungen für das Unternehmen ausgeschlossen, nicht aber Hilfen für die rund 2200 in Augsburg von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter.

 

Mitarbeiter der Weltbild-Verlagsgruppe hatten am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche als Eigentümer des insolventen Unternehmens erhoben. In einem Offenen Brief der Beschäftigten heißt es, die Bischöfe hätten «Weltbild bewusst in die Insolvenz getrieben».

 

 

Der Brief wurde nach Angaben von Verdi am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung in Augsburg von rund 1500 Mitarbeitern unterzeichnet. Die Beschäftigten werfen der Kirche vor, dass sie entgegen früherer Beschlüsse und einer Zusage die Refinanzierung des Verlages und Versandhändlers hätten scheitern lassen. Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin.

 

Die Kirche habe einen «völlig widersprüchlichen und unklaren Kurs während der letzten Jahre» gefahren, hieß es in dem Brief.

 

 

Hintergrund:

 

 

Die Weltbild-Gesellschafter hatten seit langem geplant, sich von Weltbild zu trennen; unter anderem war eine Stiftungslösung im Gespräch. Nach Angaben der Verantwortlichen hatte sich zuletzt der Finanzierungsbedarf für die Sanierung von Weltbild etwa verdoppelt. Daraufhin drehte die Kirche den Geldhahn zu. Die Unterzeichner des Offenen Briefes erklärten, dass sie «nicht bereit sind, unser Unternehmen und unsere Arbeitsplätze sang- und klanglos auf dem Altar innerkirchlicher Machtkämpe opfern zu lassen».

 
Die bayerische Arbeitsministerin Emilia Müller sagte unterdessen den Mitarbeitern für den Bedarfsfall staatliche Unterstützung zu. Instrumente wie der Europäische Sozialfonds und der Arbeitsmarktfonds stünden bereit, falls es zu einer Transfergesellschaft komme, sagte die CSU-Politikerin in Wildbad Kreuth der Nachrichtenagentur dpa.

 

Zunächst müsse jedoch Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz versuchen, dem Unternehmen eine Zukunft zu ermöglichen.

 

 

 

jn / dpa

 

Ex-Waffenlobbyist Schreiber in Augsburg zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt

Der Ex-Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber ist heute vom Landgericht Augsburg zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden – wegen Steuerhinterziehung in sechs Fällen. Bezüglich des Vorwurfs der Bestechung des damaligen Rüstungsstaatssekretärs Ludwig-Holger Pfahls (CSU) wurde das Verfahren wegen Verjährung eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre und drei Monate Haft für Schreiber beantragt. Die Verteidigung hatte einen Freispruch des
79-Jährigen gefordert.

 

Schreiber gilt als Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre in den 1990er Jahren und war in Augsburg wegen millionenschwerer
Steuerhinterziehung zunächst zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil wegen Rechtsfehlern aber aufgehoben und das Verfahren für eine Neuauflage zurück nach Augsburg verwiesen.

 

mt / dpa

Schwangere in Augsburg ermordet

Ein Streit um die Vaterschaft eines ungeborenen Kindes hat in Augsburg einer 25jährigen Frau das Leben gekostet.
Nachdem sie nicht mehr an ihrer Arbeitsstelle erschienen war, wurde ihre Wohnung aufgebrochen. Dort fand man die Frau leblos vor.
Die Polizei kam auf die Spur eines Bekannten der Ermordeten. Laut Kripo und Staatsanwaltschaft hat er bereits zugegeben, die Frau getötet zu haben.
Da die Ermittlungen noch laufen, werden keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben.
mh

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