Tag Archiv: Bahnverkehr

München, © In Zukunft soll die Wärmeversorgung im Münchner Winter klimafreundlich funktionieren. fotolia.com © bjoerno

Schneechaos verursacht Unterrichtsausfall in mehreren Landkreisen

Nach zwei Tagen Dauerschneefall beginnt die Arbeitswoche gleich für viele mit Stress. Noch immer kommt es im Süden Bayerns zu Schneefällen, noch immer fahren nicht alle Regionalbahnen. Nur die Schulkinder dürfen sich freuen.

 

Der Winter hält die südlichen Regionen Bayerns weiter fest im Griff. Zwar flaute der Schneefall zunächst in der Nacht zu Montag etwas ab, doch immer noch gibt es Behinderungen auf den Straßen und beim Bahnverkehr. Hinzu kommen Straßensperrungen wegen Lawinengefahr. Überall in den deutschen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Noch können die Meteorologen für den Süden des Freistaats keine Entwarnung geben. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle angekündigt.

 

Im Laufe des Montags seien etwa im Landkreis Berchtesgadener Land bis zu 20 Zentimeter, im Allgäu bis zu fünf Zentimeter Neuschnee möglich, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in der Nacht auf Montag. Er warnte vor Schneebrüchen wie etwa Lawinen oder unter der Schneelast herabbrechende Äste.

 

Freuen können sich die Schulkinder im Süden Bayerns. In den Landkreisen Miesbach, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Traunstein, Oberallgäu und Ostallgäu sowie in Lindau fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus.

 

Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Wegen Bäumen, die unter der Schneelast auf die Oberleitungen gefallen waren, war es am Wochenende zu zahlreichen Ausfällen und Sperrungen gekommen. Unter anderem hatte die Bayerische Oberlandbahn (BOB) den Betrieb einstellen müssen. Stand Sonntagabend war, dass zumindest bis Montagmittag nicht mit einem regulären Betrieb zu rechnen ist.

 

Die Waldbahn in Niederbayern hat ihren Zugverkehr hingegen am Sonntag wieder aufgenommen. Lediglich die Strecke Deggendorf-Zwiesel bleibt weiterhin gesperrt, wie ein Sprecher des Betreibers am Sonntag mitteilte. Hier mussten die Räumarbeiten wegen der Dunkelheit am Sonntag unterbrochen werden.

 

In Österreich waren am Wochenende zwei deutsche Skifahrer von Lawinen getötet worden. Auch im Berchtesgadener Land am Teisenberg starb eine junge Frau in den Schneemassen. Am Blomberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) wurde ein 44-jähriger Skitourengänger am Sonntag von herabfallenden Ästen erschlagen. In Lenggries hingegen konnte ein 31-Jähriger lebend aus den Schneemassen gerettet werden. Er wurde nach Polizeiangaben am Sonntagmittag am Brauneck von einer Lawine mitgerissen. Zu möglichen Verletzungen konnte die Polizei zunächst nichts sagen.

 

Spannend ist die Frage, wie es in den nächsten Tagen mit dem Wetter weitergeht. Die Meteorologen erwarten, dass es nördlich der Donau meist regnerisch-nass bleibt, während es in Richtung Alpen auch in den kommenden Tagen immer wieder Schnee geben wird. Denn das nächste Tief steht schon in den Startlöchern.

 

dpa.

Hauptbahnhof München, © Symbolfoto

Bahn drosselt wegen Schneefront ICE-Tempo

Die Deutsche Bahn reduziert vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit im Fernverkehr, denn für die nächsten Tage hat der Deutsche Wetterdienst einen Wintereinbruch mit starkem Schneeaufkommen angekündigt.

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Riem: Kinder balancieren auf Bahngleisen

Tödlicher Leichtsinn auf der Bahnstrecke zwischen Riem und Trudering. Am Donnerstagnachmittag gegen 15:50 Uhr hat der Lokführer eines Güterzuges fünf Kinder im Gleisbereich gesehen und umgehend die Bundespolizei alarmiert. Sofort wurde eine Streckensperrung für rund 20 Minuten eingerichtet. Die Bundespolizei konnte fünf Kinder (drei Mädchen, zwei Jungen) im Alter von 14 bis 16 Jahren antreffen. Die drei Mädchen gaben zu „auf den Gleisen balanciert“ zu haben.

Einladung zum Präventionsgespräch

Die fünf Kinder, die allesamt in der Nähe wohnen, wurden belehrt und ihren Eltern bzw. Erziehungsberechtigen übergeben. Alle fünf werden in den nächsten Tagen Post von der Bundespolizei bekommen und zu einem Präventionsgespräch eingeladen. Außerdem müssen sie mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen unberechtigtem Aufenthalt im Gleisbereich rechnen. Oft kommen auch zivilrechtliche Forderungen der Bahn oder Schadensersatzforderungen von Reisenden hinzu.
mh / Bundespolizei

Sturmwolken könnten zum Tornado werden

Sturmtief „Xaver“ harmloser als befürchtet!

Orkantief «Xaver» hat in Bayern in der Nacht zum Freitag geringere Schäden angerichtet als befürchtet. Die Sturmböen stürzten Bäume und Bauzäune um, Polizei und Feuerwehr waren landesweit im Einsatz. Verletzt wurde jedoch niemand. Größere Schäden blieben aus. In der Oberpfalz und vom Allgäu über die Zugspitze bis nach München brachte «Xaver» laut Deutschem Wetterdienst bis zu fünf Zentimeter Schnee.

Der Wetterdienst meldete in Chieming (Landkreis Traunstein) Böen mit Windgeschwindigkeiten von 108 km/h. In Hohenpeißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) wurden Geschwindigkeiten von 101 km/h gemessen, in München 79 km/h.

In der Oberpfalz fiel in Erbendorf und Kemnath (Landkreis Tirschenreuth) und in Undorf (Landkreis Regensburg) am Donnerstagabend für kurze Zeit der Strom aus. In Kemnath wurden Buden des Weihnachtsmarktes beschädigt. Auf der Bundesstraße B16 bei Abensberg (Landkreis Kelheim) fuhren zwei Autos in einen umgestürzten Baum; die Insassen blieben unverletzt.

Der Bahnverkehr in Bayern war nicht beeinträchtigt. Am Donnerstag waren am Münchner Flughafen 60 Flüge gestrichen worden, weil in Norddeutschland, Skandinavien und den Beneluxländern «Xaver» bereits tobte.

Der Höhepunkt des Sturmes müsste laut Wetterdienst nun überschritten sein. «Der Wind bleibt dennoch ruppig», sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Mit teilweise heftigen Schneeschauern und Schneeverwehungen in den Bergen sei noch zu rechnen.

 

dpa/cb