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München: Ecclestone soll Millionenzahlung verschleiert haben

Oh, wie schön ist Panama: Formel-1-Boss Ecclestone soll bei seinen Zahlungen an den Banker Gribkowsky auf eine Firma in Panama gesetzt haben. Er selbst reiste aber nach Angaben eines Zeugen nicht dorthin: Briefkastengesellschaften nennt die Staatsanwaltschaft so etwas.

 

Der Geldsegen kam aus Panama: Über eine Auslandsfirma hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone  seine Millionenzahlungen an den ehemaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky nach Darstellung eines Zeugen verschleiert. Im Bestechungsprozess vor dem Landgericht München sagte der ehemalige Wirtschaftsberater am Dienstag, Ecclestone habe ihn im Jahr 2007 mit der «Operation Gribkowsky» beauftragt.

 

Der 76-jährige Zeuge, der in der Anklage als Helfer Ecclestones bezeichnet wird, nahm die Sache in die Hand und sorgte dafür, dass eine Firma namens Lewington Invest in Panama das Geld an Gribkowsky überwies. Wofür wusste er aber nach eigenen Worten nicht. Ecclestone habe ihm den Grund für die Zahlungen nicht genannt und auch darum gebeten, seine Identität herauszuhalten. „Er wollte natürlich nicht, dass sein Name in Erscheinung tritt.“

 

In mehreren Teilbeträgen überwies die Panama-Firma schließlich insgesamt 22 Millionen Dollar an Gribkowsky. Eine Summe in ähnlicher Größenordnung floss zudem über Ecclestones Familienstiftung Bambino an den damaligen BayernLB-Vorstand. Während Ecclestone die Zahlungen mit einer Erpressung begründete, wirft die Staatsanwaltschaft ihm Bestechung des Bankers vor.

 

Lewington ist eine Briefkastengesellschaft

 

Die Ankläger gehen davon aus, dass die Firma Lewington eine Briefkastengesellschaft war, die nur den Zweck hatte, die Geldströme zwischen Ecclestone und Gribkowsky zu vertuschen. „Lewington hat nichts produziert“, sagte der Zeuge auf Nachfragen des Richters. Auch Gribkowsky ließ sich die Millionen nicht auf sein privates Girokonto überweisen, sondern an eine Stiftung Sonnenschein in Österreich, die sich angeblich um die Familien krebskranker Kinder kümmerte. Er wurde wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung bereits zu jahrelanger Haft verurteilt und soll am 14. August erneut als Zeuge vernommen werden.

 

Mit dem Geld wollte Ecclestone laut Anklage erreichen, dass Gribkowsky die Mehrheit an der Formel 1, die damals der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC veräußerte. Der Investor kaufte die Mehrheit schließlich im Jahr 2006 und besitzt sie noch heute. Am Mittwoch soll CVC-Mitbegründer Donald MacKenzie als Zeuge dazu aussagen, wie der Kauf abgelaufen ist. Er hatte im vergangenen Jahr mit Ecclestones Rauswurf gedroht, sofern dieser sich strafbar gemacht habe. Bis zu einem möglichen Urteil vergehen aber wohl noch Monate: Richter Peter Noll legte zusätzliche Prozesstage bis Mitte Oktober fest.

 

RG / dpa

Hohenlinden: Bankräuber gefasst

Die Polizei hat den Räuber, der letzte Woche in Hohenlinden im Landkreis Ebersberg eine Bank überfallen hatte, geschnappt.

 

Gleich vier mal eine Bank überfallen

Bei dem Täter handelt es sich um einen 43 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn.

Nicht nur der Überfall in Hohenlinden geht auf das Konto des Mannes:

Der Überfall am 31. Oktober 2013 in Hohenlinden sowie die beiden Überfälle vom 02.11.2012 und 18.04.2012 in Rotthalmünster waren auch sein Werk. In allen vier Fällen hatte er eine Pistole im Anschlag.

Zu dem 43-jährigen Bankräuber hatte die Polizei ein Zeuge geführt, der sich dank der breiten Öffentlichkeitsfahndung in den Medien an die Polizei gewendet hatte.

Am Montag Abend konnten Beamte der Kriminalpolizei Erding den Mann in seinem Wohnhaus  finden und festnehmen.

 

Druck beim Verhör lässt Täter einknicken

Die KriPo Erding berichtet:

„Im Verlauf des Gesprächs mit den Kripo Beamten wurde er zunehmend nervöser und verwickelte sich in Widersprüche. Nach weiterer intensiver Befragung räumte er schließlich die vorangegangene Tat vom 21.05.14 ein. Die Ermittler fanden schließlich Beweismittel wie die Tatwaffe – ein Gasrevolver – und Tatbekleidung auf. Von der Beute waren nur noch etwa 3000.- Euro übrig.“

Seine Tatmotive waren Geldmangel und Verschuldung.

adc

 

Alles zur Arbeit der bayerischen Polizei sehen Sie auch wöchentlich in 110 – Das Polizeimagazin, immer dienstags um 18 Uhr 45 auf münchen.tv

adc

 

 

Germering: Bank wird für Mädchen zur Fingerfalle

Ein drei Jahre altes Mädchen hat es in Germering geschafft, ihren Mittelfinger so unglücklich in eine Sitzbank zu stecken, dass die Feuerwehr München anrücken musste.

 

Das Kind hatte am Dienstag Abend, kurz nach 18 Uhr, den Mittelfinger ihrer rechten Hand durch die kleinen Löcher der aus Metall bestehenden Bank in der Wittelsbacherstraße gesteckt. Die kleinen Finger der Dreijährigen passten auch durch das Loch hindurch. Nur als sie ihre Hand wieder zurück haben wollte, steckte der Finger in dem Loch fest.

Bei Kindern häufig ein Problem: Wenn sie bemerken, dass sie nicht mehr frei kommen, dann fangen sie an zu weinen, was zur Folge hat, dass das Gewebe noch mehr anschwillt, und dann kommen sie aus so einem Loch erst recht nicht mehr heraus.

Die Feuerwehr Germering musste anrücken, konnte aber zunächst auch nicht helfen.

Die Feuerwehr hatte Bedenken um den kleinen Finger, wenn sie mit ihrem Werkzeug die Bank ansägt.

Verstärkung musste her.

Auf der Hauptfeuerwache in München gibt es glücklicherweise ein Spezialwerkzeug für solche Fälle.

Mit einer Art Minikreissäge konnten die Berufsfeuerwehr München und die Freiwillige Feuerweh Germering den Finger der jungen Dame wieder vonder Bank befreien.

Der Notarzt musste dann die drei Jahre alte Bankpoplerin noch untersuchen, ihre Mama konnte sie dann aber ohne Verletzungen wieder mit nach Hause nehmen.

FW / adc

Mieser Trick am Geldautomaten: Erst ablenken, dann abzocken

Es ist die neue Betrugsmasche an Geldautomaten: Will ein Bankkunde Geld abheben, wird er abgelenkt – und derweil kann ein Komplize unbemerkt den Automaten bedienen oder sich mit Habseligkeiten des Opfers aus dem Staub machen.

 

Auf diese Masche ist am Montagmittag auch eine 78-jährige Rentnerinam hereingefallen. Sie wollte am Geldautomaten ihrer Bank in Bogenhausen gerade Geld abheben, als sie von einem unbekannten Pärchen angesprochen wurde. Die beiden erklärten auf Englisch, dass sie aus Dubai kämen und mit der Handhabung des Geldautomaten Schwierigkeiten hätten. Der Mann steckte wiederholt eine blaue Karte in den Automaten, die immer wieder ausgeworfen wurde.

 

Im Gespräch mit dem Paar hatte die Rentnerin ihre auf dem Boden abgestellte Handtasche für einen kurzen Moment aus den Augen gelassen – wenig später stellte sie fest, dass ihre Geldbörse entwendet worden war. Sie lief der unbekannten Frau hinterher und forderte sie auf, ihre Geldbörse zurückzugeben. Ungewöhnlich: Dieser Aufforderung kam die Täterin tatsächlich nach. Sie legte die Geldbörse der Rentnerin auf den Boden. Anschließend flüchteten die beiden.

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