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München: Ex-Vorstand Gribkowsky zahlt elf Millionen Euro an BayernLB

Der verurteilte ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat der Landesbank nach einem Bericht des „Manager Magazins“ elf Millionen Euro gezahlt. Das Geld stamme aus dem Vermögen der Salzburger Sonnenschein-Stiftung von Gribkowsky, berichtete das Magazin (Erscheinungsdatum: 20. Februar). Weiterlesen

Böses Nachspiel: Österreich verklagt Bayern LB

Wegen angeblicher Täuschung beim Rückkauf der Krisenbank Hypo Alpe Adria (HGAA) verklagt Österreich die BayernLB vor dem Handelsgericht Wien auf 3,5 Milliarden Euro. Die Bayern hätten den tatsächlichen Kapitalbedarf der Hypo Ende 2009 vor dem Verkauf an Österreich bewusst verschleiert, sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) am Freitag in Wien. Weiterlesen

München: Milliardenprozess – BayernLB-Mitarbeiter muss schwören

Die einstige BayernLB-Tochter Hypo Alpe Adria wehrt sich vor dem Landgericht München mit allen Mitteln gegen die geforderte Rückzahlung von Milliardenkrediten nach Bayern. Am Mittwoch nahmen die Anwälte der österreichischen Bank einen Mitarbeiter der BayernLB in die Mangel, der als Zeuge vor Gericht aussagte, und warfen ihm widersprüchliche und unvollkommene Darstellungen vor. Weiterlesen

München: BayernLB steuerte wie die Titanic auf HGGA-Krise zu

Im Strafprozess gegen die ehemalige Führungsriege der BayernLB hat ein Zeuge der Staatsanwaltschaft in die Hände gespielt.

 

Der ehemalige Mitarbeiter der Landesbank nannte die Übernahme der österreichischen Krisenbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) am Montag als Zeuge vor dem Landgericht München „hochriskant“ und verglich die BayernLB damals mit der Titanic, die auf einen Eisberg zusteuerte. Denn die Probleme der HGAA seien bereits vor dem Kauf 2007 klar ersichtlich gewesen.

 

„Ich hab‘ selten so ein schlechtes Unternehmen gesehen.“ Trotzdem trug er seine Bedenken nicht dem Vorstand vor. „Der Punkt ist ja der, dass man als Mitarbeiter völlig machtlos ist.“ Der Vorsitzende Richter Joachim Eckert zeigte Unverständnis dafür: „Da ist man stinksauer, dass „die da oben“ eine Bank kaufen wollen und sagt nichts?“

 

RG / dpa

München: Ecclestone soll Millionenzahlung verschleiert haben

Oh, wie schön ist Panama: Formel-1-Boss Ecclestone soll bei seinen Zahlungen an den Banker Gribkowsky auf eine Firma in Panama gesetzt haben. Er selbst reiste aber nach Angaben eines Zeugen nicht dorthin: Briefkastengesellschaften nennt die Staatsanwaltschaft so etwas.

 

Der Geldsegen kam aus Panama: Über eine Auslandsfirma hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone  seine Millionenzahlungen an den ehemaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky nach Darstellung eines Zeugen verschleiert. Im Bestechungsprozess vor dem Landgericht München sagte der ehemalige Wirtschaftsberater am Dienstag, Ecclestone habe ihn im Jahr 2007 mit der «Operation Gribkowsky» beauftragt.

 

Der 76-jährige Zeuge, der in der Anklage als Helfer Ecclestones bezeichnet wird, nahm die Sache in die Hand und sorgte dafür, dass eine Firma namens Lewington Invest in Panama das Geld an Gribkowsky überwies. Wofür wusste er aber nach eigenen Worten nicht. Ecclestone habe ihm den Grund für die Zahlungen nicht genannt und auch darum gebeten, seine Identität herauszuhalten. „Er wollte natürlich nicht, dass sein Name in Erscheinung tritt.“

 

In mehreren Teilbeträgen überwies die Panama-Firma schließlich insgesamt 22 Millionen Dollar an Gribkowsky. Eine Summe in ähnlicher Größenordnung floss zudem über Ecclestones Familienstiftung Bambino an den damaligen BayernLB-Vorstand. Während Ecclestone die Zahlungen mit einer Erpressung begründete, wirft die Staatsanwaltschaft ihm Bestechung des Bankers vor.

 

Lewington ist eine Briefkastengesellschaft

 

Die Ankläger gehen davon aus, dass die Firma Lewington eine Briefkastengesellschaft war, die nur den Zweck hatte, die Geldströme zwischen Ecclestone und Gribkowsky zu vertuschen. „Lewington hat nichts produziert“, sagte der Zeuge auf Nachfragen des Richters. Auch Gribkowsky ließ sich die Millionen nicht auf sein privates Girokonto überweisen, sondern an eine Stiftung Sonnenschein in Österreich, die sich angeblich um die Familien krebskranker Kinder kümmerte. Er wurde wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung bereits zu jahrelanger Haft verurteilt und soll am 14. August erneut als Zeuge vernommen werden.

 

Mit dem Geld wollte Ecclestone laut Anklage erreichen, dass Gribkowsky die Mehrheit an der Formel 1, die damals der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC veräußerte. Der Investor kaufte die Mehrheit schließlich im Jahr 2006 und besitzt sie noch heute. Am Mittwoch soll CVC-Mitbegründer Donald MacKenzie als Zeuge dazu aussagen, wie der Kauf abgelaufen ist. Er hatte im vergangenen Jahr mit Ecclestones Rauswurf gedroht, sofern dieser sich strafbar gemacht habe. Bis zu einem möglichen Urteil vergehen aber wohl noch Monate: Richter Peter Noll legte zusätzliche Prozesstage bis Mitte Oktober fest.

 

RG / dpa

Ecclestone-Vertraute Zeugin im Bestechungsprozess

Im Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll am Mittwoch eine enge Vertraute des Angeklagten als Zeugin aussagen.

 

Die Australierin Sacha Woodward-Hill ist die Hausjuristin der Formel-1 und nimmt zahlreiche Posten in Ecclestones Firmengeflecht ein. Sie soll dazu befragt werden, wie der Verkauf der Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren abgelaufen ist.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft Ecclestone vor, dem ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben, damit er die Mehrheit an einen Investor verkauft, der ihn an der Spitze der Formel-1 lassen würde. Ecclestone bestreitet dies.

 

Übersetzungsprobleme verzögern Prozess gegen Ecclestone

 

Im Bestechungsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone vor dem Landgericht München haben Übersetzungsprobleme am Mittwoch für Verzögerungen gesorgt. Eine Dolmetscherin hatte Schwierigkeiten, die Zeugenaussage der Formel-1-Hausjuristin Sacha Woodward-Hill korrekt vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen.

 

Ecclestones Anwälte korrigierten sie mehrfach, weil sie einzelne Sätze nicht richtig wiedergegeben habe. Da es sich um eine wichtige Zeugin handele, sei dies problematisch. Ecclestone selbst schlug schließlich vor, dass seine eigene Dolmetscherin die Übersetzung übernimmt, die seit Jahren mit der komplexen Materie vertraut ist.

 

RG / dpa

München: Prozess gegen Ecclestone geht nach drei Wochen Pause weiter

Nach knapp drei Wochen Pause wird der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Dienstag (9.00) fortgesetzt.

 

Als Zeugin vor dem Landgericht München ist erneut eine Mitarbeiterin des ehemaligen Bankvorstandes Gerhard Gribkowsky geladen. Sie war bereits Anfang des Monats stundenlang zu den Umständen des Formel-1-Verkaufs im Jahr 2006 befragt worden. Es blieben aber noch Fragen offen, so dass sie nochmals kommen soll.

 

Bestechung aus Angst?

 

Ecclestone muss sich seit Ende April vor Gericht verantworten, weil er dem Banker Gribkowsky beim Besitzerwechsel der Rennserie vor acht Jahren 44 Millionen Dollar gezahlt hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Bestechungsgeld handelte. Laut Anklage wollte Ecclestone erreichen, dass Gribkowsky die Formel-1-Mehrheit, die damals noch der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC verkauft und er Chef bleiben durfte.

 

Der 83-jährige hatte erklärt, er habe sich von dem Banker bedroht gefühlt und ihm aus Angst vor einer Anzeige bei den Steuerbehörden das Geld gezahlt. Der Brite musste an allen bislang elf Verhandlungstagen persönlich nach München kommen. Ein rasches Ende im Prozess ist nicht in Sicht. Das Gericht hat bereits Zeugen bis Anfang August geladen.

 

RG / dpa

Drei ehemalige Bayern LB-Vorstände Zeugen im Ecclestone-Prozess

Drei ehemalige Vorstände der BayernLB sind am Mittwoch (9.30 Uhr) als Zeugen im Münchner Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geladen. Der frühere Landesbankchef Werner Schmidt und seine damaligen Kollegen Dieter Burgmer und Ralph Schmidt sollen zum Verkauf der Formel-1-Mehrheit befragt werden, die früher der Landesbank gehörte.

 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Ecclestone bei dem Verkauf Einfluss auf die Auswahl des Käufers nehmen wollte und dem damaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky deshalb 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt hat. Der 83-jährige Angeklagte hatte dies bestritten und von Bedrohungen durch Gribkowsky gesprochen. Der Brite steht seit Ende April vor dem Landgericht und musste an allen bislang zehn Prozesstagen persönlich nach München kommen.

 

Gribkowsky war bereits vor zwei Jahren zu einer langjährigen Haftstrafe wegen Bestechlichkeit verurteilt worden und ist der wichtigste Zeuge im Prozess.

 

RG / dpa

Vorwurf der Haider-Bestechung bleibt Thema im BayernLB-Prozess

Haben ehemalige BayernLB-Vorstände den früheren Kärntner Politiker Jörg Haider bestochen? Im Münchner Prozess gegen die ehemaligen Top-Manager der Landesbank sind die Richter dieser Frage am Montag nochmals detailliert nachgegangen.

 

Ein leitender Angestellter der BayernLB berichtete als Zeuge, dass der damalige BayernLB-Chef Werner Schmidt im Jahr 2007 Interesse an einem Sponsoring des Kärntner Fußballs geäußert habe – und ihm bei diesem Ansinnen nicht ganz wohl gewesen sei.
«Ich hatte den Eindruck aus dem Gespräch mit Werner Schmidt, dass das Thema etwas war, was ihm nicht ganz so locker von der Hand ging.» Der Mitarbeiter hatte nach eigener Darstellung das Gefühl, dass Schmidt Haider «entgegenkommen» wollte.

Laut Anklage soll der verstorbene Kärntner Landeshauptmann den Verkauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) an die Bedingung geknüpft haben, dass die BayernLB 2,5 Millionen Euro für das Fußball-Sponsoring in Kärnten zahlt.
Der Staatsanwalt wertet dies als Bestechung.

 

Die ehemaligen Vorstände lassen sich selbst während der Verhandlungen nicht blicken, sondern lassen sich von ihren Anwälten vertreten. Nur Dieter Burgmer war bei zwei von bisher drei Verhandlungstagen erschienen.

Im kommenden Jahr müssen sich alle Vorstände außer Burgmer wegen der HGAA-Übernahme auch in einem Strafprozess wegen Untreue vor Gericht verantworten – dort müssen sie als Angeklagte aber persönlich erscheinen. Die Ex-Manager haben die Vorwürfe über Anwälte zurückgewiesen.

 

RG / dpa

München: Auftakt im Prozess gegen Ecclestone

Ab heute muss sich der Formel-1-Chef Bernie Ecclestone vor dem Münchner Landgericht wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten.

Mit einer schwarzen Limousine wurde Bernie Ecclestone zum Justizgebäude des Münchner Landgerichts gefahren. Eine halbe Stunde vor Beginn der Verhandlung ist der 83 Jahre alter Formel-1-Chef eingetrofffen. Von heute an muss er sich wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten. Ecclestone wird vorgeworfen, dem ehemaligen Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen US-Dollar gezahlt zu haben, damit dieser im Jahr 2006 den Verkauf der Formel 1 in Ecclestones Sinne abwickelt. Ecclestone hatte die Vorwürfe bestritten und angekündigt, vor Gericht seine Unschuld beweisen zu wollen.

 

Gericht schließt Deal im Ecclestone-Prozess nicht aus

Im Prozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schließt das Landgericht München einen Deal zwischen  Staatsanwaltschaft und Verteidigung über das Strafmaß nicht aus. Im Moment gebe es keine Hinweise auf Absprachen zwischen den Beteiligten, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz kurz vor Prozessbeginn am Donnerstag in München. „Ausgeschlossen ist es aber nicht“, fügte sie hinzu.

 

Insgesamt sind 26 Verhandlungstage geplant, der zweite findet am 2. Mai statt. Bei einer Verurteilung erwarten Ecclestone 1-10 Jahre Haft.

 

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Ein Team von münchen.tv ist vor Ort und berichtet über den Prozess. Auf münchen heute gibt es um 18:00 Uhr, 19:00 Uhr und 21:00 Uhr gibt es den Beitrag zu sehen.

 

 

rr/dpa

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