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Marienplatz: „Trachtler“ beklauen Koreanerin

Eine koreanische Touristin ist beim Foto mit einer Trachtengruppe am Münchner Marienplatz bestohlen worden.  Nun ermittelt die Bundespolizei.

 

Nach eigenen Angaben ist eine 19-Jährige Koreanerin am vergangenen Sonntag gegen 20 Uhr in einen ungewöhnlichen Taschendiebstahl verwickelt worden. Auf der Rolltreppe zur S-Bahn sei sie von einer fünf- bis sechsköpfigen Trachtengruppe angesprochen und überredet worden ein gemeinsames Foto zu machen. Dabei nahmen die Männer und Frauen die 19-Jährige in ihre Mitte und schossen einige Fotos mit einer Kamera.

 

Polizei rätselt

 

Am Ende der Rolltreppe wollte die Koreanerin mit ihrem Smartphone ebenfalls das beliebte Motiv für ihr Urlaubsalbum festhalten. Gleich merkte sie, dass ihre Gürteltasche samt Smartphone fehlte. Die „Trachtler“ waren in der Zwischenzeit verschwunden. Eine derartige Vorgehensweise von Taschendieben, die als Masche, in Tracht, über gemeinsame Fotos an die Wertsachen des Opfers gelangen, ist laut den Münchner Beamten sehr ungewöhnlich und bisher auch noch nicht aufgetreten. Es wird nicht ausgeschlossen, dass ein Taschendieb das Gedränge und die Unaufmerksamkeit beim Fotoschießen auf der Rolltreppe ausgenutzt haben könnte.

 

In zwei weiteren Fällen vom Haupt- und Ostbahnhof waren Zugreisenden am Montag (7. Juli) und Mittwoch (9. Juli) Bargeld in Höhe von 600 Euro und eine Geldbörse u.a. mit Kredit- und EC-Karten,
Führerschein und Ausweis gestohlen worden.

 

Wie können sich Bahnreisende schützen?

 

 

Die Polizei sagt dazu: Reisende sollten sich von wichtigen Dokumenten und Ausweisen Kopien anfertigen und diese im großen Reisegepäck aufbewahren. Das erleichtert der (Bundes-)Polizei die Identitätsfeststellung und die Ausschreibung von entwendeten oder verlorenen Dokumenten im Fahndungssystem. Wichtige Telefonnummern sollten separat notiert werden.

 

Grundsätzlich sollten Koffer, Taschen und Wertgegenstände an Bahnhöfen und Zügen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Wenn der Reisende angesprochen wird oder an Ticket-Schaltern oder dem Fahrplanaushang abgelenkt ist, sollte das Reisegepäck immer festgehalten oder nah am Körper getragen werden. Auch in Zügen sollten Reisende ihre Koffer in der Gepäckablage immer im Auge behalten.

 

Das Gedränge beim Ein- und Aussteigen an Zügen nutzen viele Diebe aus. Daher sollten Reisende besonders aufmerksam sein und Taschen vorn am Körper und mit dem Reisverschluss zum Körper hin tragen.

 

Mehr Infos

 

Alle Tipps zum Schutz vor Diebstahl und Raub auf Reisen und vor Karten-Diebstahl finden Sie in den Faltblättern der Polizei, die bei den örtlichen (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen ausliegen oder im Internet heruntergeladen werden können:
„Langfinger machen niemals Urlaub!“ unter http://www.polizeiberatung. de/medienangebot/details/form/7/176.html „Vorsicht „Karten-Tricks“!“ unter http://www.polizeiberatung. de/medienangebot/details/form/7/21.html.

Weitere Informationen unter www.polizei-beratung.de/presse

MK

Die Wiesn-Wache der Polizei bereitet sich vor

In wenigen Tagen startet das Oktoberfest. Bis zu sieben Millionen Menschen werden während der zwei Wochen auf die Theresienwiese strömen – und die Wiesn-Wache der Polizei muss auf alles vorbereitet sein. Die Hälfte aller Beamten ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Wiesn, schon im Vorfeld haben sie daher spezielle Einsatztrainings absolviert.

 

Leiter der Wache im Behördenhof ist schon zum sechsten Mal in Folge Peter Hartwich. „Es ist eine Herausforderung für einen Polizisten, das größte Volksfest der Welt zu betreuen“, weiß er aus jahrelanger Erfahrung. Daher melden sich die Polizisten auch freiwillig für den Dienst auf der Wiesn-Wache. Denn: „Man muss a bisserl den Wiesn-Virus haben“, erklärt Peter Hartwich. „Einen Gefallen an der Wiesn, einen Gefallen an den Menschen, einen Gefallen an dem Fest. Erst dann kann man auch 16 Tage dort arbeiten.“

 

Spezielle Anforderungen an die Polizisten der Wiesn-Wache

 

Die Wache auf der Theresienwiese besteht aus 23 Streifengruppen mit jeweils sechs Beamten. Im Vorfeld des Oktoberfests wurden sie auf die speziellen Anforderungen vorbereitet: Es gibt Situationen, die sich eben besonders auf der Wiesn ergeben und in denen die Polizisten richtig reagieren müssen.

 

Eine große Hilfe für die Beamten der Wiesn-Wache sind die 19 Überwachungskameras, die überall auf dem Festgelände installiert sind. Für die Polizeiarbeit sind sie eine enorme Erleichterung, wie Peter Hartwich erklärt: „Es geht zum Beispiel ein Notruf ein, dass sich zehn oder 20 Leute schlägern. Und wir können sofort überprüfen, ob es wirklich zehn oder 20 Leute sind, oder nur zwei Leute, und der Rest schaut zu.“

 

Nach der anstrengenden Zeit auf der Wiesn-Wache wird zumindest Peter Hartwich erst mal eine Woche Urlaub nehmen, bevor er wieder seinen normalen Dienst im Abschnitt Mitte antritt. Dennoch: Die Arbeit auf dem Oktoberfest reizt ihn jedes Jahr auf’s Neue.

 

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