Tag Archiv: Berg

Hubschrauber der Bergrettung im Einsatz, © Symbolfoto

14-Jähriger stirbt bei Bergwanderung

Ein 14-Jähriger aus Oberbayern ist vor den Augen seiner Familie bei einer Bergwanderung im Salzburger Land abgestürzt und ums Leben gekommen. Nach Angaben der österreichischen Polizei war der Junge aus dem Landkreis Altötting am Sonntagnachmittag mit seinen Eltern und vier Geschwistern zu einer Wanderung auf die Gwechenbergalm im Tennengebirge gestartet. In rund 1200 Metern Höhe wollte er bei der Querung einer steilen Passage seinen vor ihm gehenden Vater überholen und stieg vom Steig nach unten. Dabei rutschte er auf dem nassen und rutschigen Boden aus und stürzte rund 100 Meter in eine steile, felsdurchsetzte Rinne ab.

 

Der Vater stieg sofort ab und versuchte den Sohn wiederzubeleben. Die Bergrettung rückte mit 17 Mann und einem Bergrettungsarzt aus. Der Arzt konnte aber nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Angehörigen.

 

dpa

© fotolia © JFL Photography #140642316

Die weite Welt dahoam: Fernweh-Reiseziele in Bayern

In der alljährlichen Urlaubszeit zieht es viele Menschen in die Ferne. Ungewöhnliche, exotische Reiseziele locken die Leute in die Ferne, um der vermeintlich langweiligen Heimat einmal entfliehen zu können. Schließlich möchte man andere Eindrücke sammeln und mal etwas abseits der langweiligen Alltags-Tristesse wandeln, den Angehörigen, Freunden und Bekannten anschließend von den Reiseerlebnissen erzählen. Was wäre aber, wenn Exotik und Abenteuer ganz in der Nähe und nicht tausende Kilometer weit weg lägen? Was, wenn es dort mindestens genauso viel zu sehen gäbe? Nun, genau das ist der Fall! Die Landschaften in unserer Region müssen sich mitnichten vor der internationalen Konkurrenz verstecken. Manch ein Ort lädt sogar dazu ein, die Nähe zum Zuhause vergessen zu lassen – ohne, dass ein stundenlanger Flug dafür nötig gewesen wäre!

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Marktschellenberg: Höhlenforscher fast wieder an der Oberfläche

Die Rettungskräfte in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kommen bei der Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser weiter gut voran. Am Mittwochmorgen war der Trupp bereits vor dem Biwak 1 angelangt, wie ein Sprecher der Bergwacht mitteilte.

 

Letzte Station vor dem Tageslicht

Im Laufe des Vormittags sollte die Lagerstätte erreicht werden. Im Biwak 1 befindet sich die Basisstation, die den letzten Stützpunkt vor dem Ausgang der Riesending-Schachthöhle bildet. Nur noch rund 400 Meter trennen den Verletzten Westhauser dort vom Tageslicht.

Während der Ruhepause im Biwak 1 seien dort vor allem das Team aus einer italienischen Ärztin, einem österreichischen Arzt und einer Rettungssanitäterin gefordert, sagte der Sprecher. «Sie werden alle medizinischen Checks vornehmen, um den Verletzten auf die letzte Etappe vorzubereiten.»

 

Jetzt nicht hetzen

Ungeachtet der großen Fortschritte bei der Bergungsaktion warnt die Bergwacht vor Euphorie: «Die Retter sind angehalten, extrem langsam vorzugehen, um in diesem Abschnitt der Strecke eine Eigengefährdung durch Steinschläge zu vermeiden.» Westhauser selbst hatte durch einen Steinschlag in tausend Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit Freitag wird der Höhlenforscher von einem internationalen Rettungsteam auf einer Trage durch enge Schächte aus der Höhle transportiert.

 

Westhauser scheinbar bei guter Gesundheit

„Ich fühle mich wohl“ hat der Höhlenforscher zu seinem eigenen Zustand während der Rettung gesagt.

Trotz der Tatsache, dass der 52-Jährige einen Felsbrocken an den Kopf bekommen hatte, ist er klar und sortiert und hat nach unbestätigten Informationen sogar geholfen, sich über einige schwierige Passagen zu ziehen.

Wenn Johann Westhauser die Höhle verlassen hat, dann sehen Sie den Bericht zu seiner spektakulären Rettung in den Nachrichten bei München TV.

adc / dpa

adc

Marktschellenberg: Ankunft im Biwak 2 der Höhle

Der Transport mit dem verunglückten Höhlenforscher Johann Westhauser hat das Biwak 2 in der Riesending-Schachthöhle, etwa 500 Meter unter der Oberfläche erreicht.

 

Schwieriges Wegstück souverän gemeistert

Nach nur elf Stunden hat das Team aus Ärzten und Höhlenrettern die komplizierte Wegstrecke von Biwak 3 in 700 Metern Tiefe zu Biwak 2 gemeistert.

Ursprünglich waren für den Abschnitt mindestens 24 Stunden eingeplant, da es nicht nur über Canyons und unterirdische Bachläufe ging, sondern der Höhlenforscher oft auch vertikal per Seilzug Steilwände hoch transportiert werden musste.

Unterdessen kümmert sich eine neue Medizinerin um Johann Westhauser, der ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, nachdem ihm ein Felsbrocken in 1000 Metern Tiefe  auf den Kopf gefallen war: Eine italienische Ärztin erreichte den Rettungstrupp am Dienstag und löste einen Kollegen ab.

Der gesamte Trupp ruht sich jetzt im Biwak 2 aus, bevor es weiter in Richtung Oberfläche gehen kann.

 

Nur noch zwei Tage vom Tageslicht entfernt

Wenn alles wie bisher ohne größere Probleme verläuft, dann könnte das Rettungsteam mit dem 52 Jahre alten Westhauser bereits am Donnerstag die Oberfläche erreichen.

Der Zustand von Johann Westhauser ist laut Angaben der Bergwacht weiterhin stabil, Westhauser selbst hatte gesagt, er fühle sich wohl.

Die rund 20 Millionen Euro teure Rettungsaktion ist schon jetzt geschichtsträchtig. Die Helfer kommen aus insgesamt fünf Nationen: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien.

„Es gäbe wohl in keinem europäischen Land allein genügend Menschen, die eine solche Rettung realisieren können. Es ist auch international eine ganz außergewöhnliche Herausforderung. Etwas Vergleichbares ist jedenfalls nicht bekannt.“, äußerte sich der Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Alois Glück.

adc / dpa