Tag Archiv: Bergwacht

Bergunfall - Bergrettung der Bergwacht, © Symbolfoto

Tochter und Vater stürzen bei Wanderung 100 Meter in die Tiefe

Ein zehnjähriges Mädchen ist mit seinem Vater bei einer Schneeschuhwanderung bei Schliersee im Landkreis Miesbach abgerutscht und 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Das Mädchen brach sich bei dem Unfall am Sonntagnachmittag beide Arme, der 35-jährige Vater kam mit Prellungen davon, wie die Bergwacht am Montag mitteilte.

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Hubschrauber der Bergrettung im Einsatz, © Symbolfoto

Watzmann: Indonesische Wandergruppe von Hubschrauberstaffel gerettet

Mit einer aufwändigen Rettungs-Aktion der Bayerischen Hubschrauberstaffel“ konnten 14 indonesische Studenten gerettet werden. Sie befanden sich mit „schlechter Ausrüstung“ auf einer Wandertour zum Watzmann. Auf Grund des Nebels verirrten sie sich und mussten von der Bergwacht und der Polizei gerettet werden.
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Grainau: Münchner Bergsteiger tot aufgefunden

Wie bereits berichtet, wird seit Sonntagabend, 06.07.2014, ein 46-jährige Münchner in den Bergen bei Garmisch- Partenkirchen vermisst. Starke Polizeikräfte, und die Bergwacht suchen seither das in Frage kommende Gebiet aufgrund der ungünstigen Wetterlage unter erschwerten Bedingungen zu Fuß, mit Suchhunden und Hubschrauber ab. Aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung gingen zwar einige Hinweise ein, ein konkreter Hinweis aufgrund dessen der letzte Aufenthalt des Bergsteigers sicher nachzuvollziehen war, war jedoch nicht darunter.

 

Auch am heutigen Donnerstag, 10.07.2014, waren Mitglieder der Bergwacht im Suchgebiet unterwegs. Dabei fanden sie zunächst unterhalb eines exponierten Aussichtspunktes auf einer Route zum kleinen Waxenstein zwei abgestellte Wanderstöcke. Die daraufhin in diesem Bereich weiter intensivierte Suche führte zur Auffindung eines weit abgestürzten Mannes, dessen Bergung derzeit eingeleitet ist.

 

 

Aufgrund der Absturzsituation und Beschreibung des Abgestürzten muss davon ausgegangen werden, dass es sich um den Vermissten handelt. Er dürfte aufgrund des weiten Absturzes sofort tödliche Verletzungen erlitten haben. Die von dem Vermissten ausgewählte Tour wird als recht anspruchsvolle, einsame Bergtour für wirklich erfahrene Alpinisten beschrieben. Sie ist nicht durchgehend markiert und verläuft über steiles und ausgesetztes Gelände des Schwierigkeitsgrades II (UIAA).

 

 

jn / Polizei

Marktschellenberg: Ankunft im Biwak 2 der Höhle

Der Transport mit dem verunglückten Höhlenforscher Johann Westhauser hat das Biwak 2 in der Riesending-Schachthöhle, etwa 500 Meter unter der Oberfläche erreicht.

 

Schwieriges Wegstück souverän gemeistert

Nach nur elf Stunden hat das Team aus Ärzten und Höhlenrettern die komplizierte Wegstrecke von Biwak 3 in 700 Metern Tiefe zu Biwak 2 gemeistert.

Ursprünglich waren für den Abschnitt mindestens 24 Stunden eingeplant, da es nicht nur über Canyons und unterirdische Bachläufe ging, sondern der Höhlenforscher oft auch vertikal per Seilzug Steilwände hoch transportiert werden musste.

Unterdessen kümmert sich eine neue Medizinerin um Johann Westhauser, der ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, nachdem ihm ein Felsbrocken in 1000 Metern Tiefe  auf den Kopf gefallen war: Eine italienische Ärztin erreichte den Rettungstrupp am Dienstag und löste einen Kollegen ab.

Der gesamte Trupp ruht sich jetzt im Biwak 2 aus, bevor es weiter in Richtung Oberfläche gehen kann.

 

Nur noch zwei Tage vom Tageslicht entfernt

Wenn alles wie bisher ohne größere Probleme verläuft, dann könnte das Rettungsteam mit dem 52 Jahre alten Westhauser bereits am Donnerstag die Oberfläche erreichen.

Der Zustand von Johann Westhauser ist laut Angaben der Bergwacht weiterhin stabil, Westhauser selbst hatte gesagt, er fühle sich wohl.

Die rund 20 Millionen Euro teure Rettungsaktion ist schon jetzt geschichtsträchtig. Die Helfer kommen aus insgesamt fünf Nationen: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien.

„Es gäbe wohl in keinem europäischen Land allein genügend Menschen, die eine solche Rettung realisieren können. Es ist auch international eine ganz außergewöhnliche Herausforderung. Etwas Vergleichbares ist jedenfalls nicht bekannt.“, äußerte sich der Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Alois Glück.

adc / dpa

Marktschellenbach: Transport steht unmittelbar bevor

Der Transport des schwer verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser steht nach Angaben der Bergwacht unmittelbar bevor. «In den nächsten Stunden wird es losgehen», sagte eine Sprecherin am Freitagmorgen. «Am Mittag wissen wir möglicherweise schon mehr.» Einen genauen Plan, welche Strecke pro Tag in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden zurückgelegt werde, gebe es nicht. «Das hängt ja immer von seinem Zustand ab.» Auf der kompletten Strecke gebe es unwegsame Stellen, sagte die Sprecherin – zusätzlich zu langen Abseilstrecken. «Die sind mit einem Verletzten natürlich ganz schwierig zu bewerkstelligen.»

Der Zustand des Verletzten, der von zwei Ärzten betreut werde, sei stabil. Der 52-Jährige hatte am Sonntag durch einen Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und ist seitdem in der Höhle in 1000 Metern Tiefe gefangen. Für 14.00 Uhr hat die Bergwacht eine weitere Pressekonferenz angekündigt.

 

Der 52 Jahre alte Verletzten harrt seit Sonntag in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands aus. Die Höhle sei extrem schwierig. «Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt», sagte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider.

 

Die Rettungsaktion verlangt allen Helfern das Äußerste ab. Diejenigen, die aus der Höhle kommen, werden laut Schneider auch psychologisch betreut. «Sie sind unglaublich erschöpft und mental stark belastet.» Allein die Dunkelheit und Tiefe sei eine Extrembelastung, der nur die Besten standhalten.

 

Der in der bayerischen Riesending-Schachthöhle verunglückte Höhlenforscher ist nach Angaben des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) technischer Mitarbeiter der Universität. «Sein Arbeitsgebiet am KIT liegt im Bereich Physik. Das Institut, an dem er tätig ist, beschäftigt sich nicht mit Höhlenforschung», heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der Karlsruher Hochschule vom Dienstag.

Um welchen Mitarbeiter es sich genau handelt, wollte das KIT aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre ausdrücklich nicht sagen. «Wir bangen mit den Angehörigen unseres Kollegen und hoffen, dass die laufenden Rettungsarbeiten bald erfolgreich abgeschlossen werden können. Wir wünschen ihm eine baldige und vollständige Genesung», erklärte die Uni.

 

 

jn / dpa

Marktschellenbach: Zwei Ärzte auf dem Weg zum Verletzten

Die Nerventour nach dem Höhlendrama in Berchtesgaden geht weiter. Bisher konnte kein Arzt in Deutschlands tiefster Höhle zu dem schwer Verletzten vordringen. Das Labyrinth dort unten verlangt den Rettern alles ab. Aber jetzt sind zwei Ärzte auf dem Weg.

 

Der verletzte Höhlenforscher Johann Westhauser, der in der Riesending-Schachthöhle auf seine Rettung wartet, weiß genau, was nun auf ihn zukommt. «Er weiß wie es ist, selbst auf der Trage zu liegen – alles, was passieren könnte, haben wir oft geübt», sagte Matthias Leyk, Einsatzleiter der Höhlenrettung Baden-Württemberg am Mittwoch.

Westhauser habe eine Unzahl solcher Übungen absolviert und sei sehr kompetent. Der 52-Jährige, seit mehr als 20 Jahren sehr aktives Mitglied der Höhlenrettung Baden-Württemberg, habe regelmäßig Einsätze, Seminare und Rettungsübungen absolviert.

Beruflich hat Westhauser nichts mit Höhlen zu tun: Der 52-jährige Kornwestheimer arbeitet am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) als Techniker.

 

 

 

Nach dem Unglück in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kämpfen sich nun zwei Mediziner zu dem verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser in 1000 Metern Tiefe vor. «Es sind jetzt zwei Ärzte unterwegs zu dem Verletzten», sagte ein Bergwachtsprecher am Mittwochmittag. «Wir gehen davon aus, dass sie irgendwann so etwa in acht Stunden unten sind.»

Ein österreichischer Arzt, der mit drei Schweizer Höhlenrettern am Dienstag eingestiegen war, hatte im Biwak drei auf halber Strecke eine Pause eingelegt. «Die Höhle ist extrem schwierig. Deshalb ist es wichtig, an Biwaks Pausen zu machen», sagte der Bergwachtsprecher. «Man darf sich nicht verausgaben, sonst steigt das Risiko, dass man sich selbst verletzt. Da ist keinem geholfen.»

Eine italienische Gruppe mit einem weiteren Arzt war später in die Höhle eingestiegen und schloss bei Biwak 3 auf. Nun seien beide Teams mit den Ärzten gemeinsam unterwegs.

 

Der 52 Jahre alte Verletzten harrt seit Sonntag in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands aus. Die Höhle sei extrem schwierig. «Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt», sagte der stellvertretende Chef der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider. Die ärztliche Untersuchung des Forschers nannte er einen «Meilenstein» im Verlauf der Rettungsarbeiten. Nach der Untersuchung sei möglicherweise klarer, wann und wie der Aufstieg mit dem Verletzten in Angriff genommen werden könne.

Zunächst hatten die Helfer gehofft, dass ein Mediziner den Verletzten, der derzeit von einem Schweizer Team betreut wird, am Mittwochmorgen erreichen könnte. Westhauser, der zu den extremsten Höhlenforschern Deutschlands zählt, hatte die Höhle mitentdeckt und erforscht sie mit seinen Kollegen seit Jahren. Er war mit zwei anderen Forschern von einem Steinschlag überrascht und von einem Brocken am Kopf getroffen worden. Sein Zustand sei aber stabil, sagte Schneider. Er soll ansprechbar sein und mit Hilfe stehen können.

 

Für den Aufstieg ist es nötig, dass Westhauser mithelfen kann – etwa gibt es eine Engstelle, die nur passierbar ist, wenn man den Kopf schräg legt und den Bauch einzieht. Unter anderem mit Hilfe von Flaschenzügen könnte er über senkrechte Stellen gebracht werden. Ob das sitzend oder in einem Bergesack möglich sein wird, ist offen. Ebenso unklar ist, wie er geborgen werden soll, falls er nicht aus eigener Kraft etwas tun kann.

Weitere Gruppen der international zusammengezogenen Höhlenretter sind in dem Gangsystem unterwegs, um zusätzliche Sicherungen anzubringen. «Wir haben jetzt Teams drin, die die Strecke technisch ausrüsten», sagte Schneider. Unter anderem sind zwei italienische Teams dabei, an schwierigen Stellen Metallstifte in die glitschigen Felswände zu bohren und die Stellen mit zusätzlichen Seilen zu sichern. Teils hätten Seile auch ausgetauscht werden müssen, weil sie verschlissen waren.

 

Die Rettungsaktion verlangt allen Helfern das Äußerste ab. Diejenigen, die aus der Höhle kommen, werden laut Schneider auch psychologisch betreut. «Sie sind unglaublich erschöpft und mental stark belastet.» Allein die Dunkelheit und Tiefe sei eine Extrembelastung, der nur die Besten standhalten.

 

 

Hingrundinformationen zu dem Unglück finden Sie hier.

 

 

 

jn / dpa

Hubschrauber der Bergrettung im Einsatz, © Symbolfoto

Toter Gleitschirmflieger am Wallberg gefunden

Am Wallberg in Oberbayern wurde am Mittwoch ein tödlich verunglückter Gleitschirmflieger gefunden.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, war am Sonntagnachmittag ein Gleitschirm in den Bäumen an der Nordostseite des Wallbergs gemeldet worden.

Die Überprüfung durch die Bergwacht ergab, dass sich keine Person im Gurt befindet, dort waren aber die Personalien eines 56-jährigen Mannes angebracht.

Dieser konnte an seinem Wohnort nicht angetroffen werden.

Daraufhin wurde eine groß angelegte Suchaktion gestartet, bei der schließlich ein Toter in dem unwegsamen Gelände entdeckt wurde.

Die Leiche konnte mit Hilfe eines Polizeihubschraubers geborgen werden.

me / PPObb Süd