Tag Archiv: Berufsfeuerwehr

Giftige Rauchgase: Mann stirbt im Schlaf

Am Montagnacht war in der Wohnung eines 46-jährigen Mannes in der Packenreiterstraße in München ein Schmorbrand entstanden. Der Mann bemerkte nichts, da er schlief. Der Brand in der Küche blieb daher über mehrere Stunden unentdeckt. Gegen 01:43 Uhr alarmierten Nachbarn die Feuerwehr, da sie Brandgeruch im Treppenhaus bemerkt hatten.

Die Wohnung war stark verraucht und von Ruß geschwärzt. Die Einsatzkräfte stiegen über ein Fenster in die Wohnung ein und fanden den Mann tief bewusstlos im Schlafzimmer. Feuerwehr und Rettungsdienst begannen sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach der medizinischen Erstversorgung kam der Mann mit einer lebensbedrohlichen Rauchvergiftung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Gegen 13:20 Uhr ist der Mann im Krankenhaus verstorben.

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Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen mit 25.000 bis 30.000 Euro beziffert. Zur Klärung der Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen In diesem Zusammenhang möchte die Feuerwehr erneut auf die lebensrettenden Heim-Rauchmelder hinweisen. Ein Rauchmelder hätte nach unserer Einschätzung
den Mann vor der lebensgefährlichen Rauchvergiftung bewahren können. Sie sind leicht zu montieren und für wenig Geld zu haben.

mh/ Branddirektion München

 

Dachstuhlbrand in der Waldfriedhofstraße

Ein offener Dachstuhlbrand in der Waldfriedhofstraße am Dienstagabend gegen 17:58 Uhr hat großen Einsatz der Feuerwehr gefordert.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand, laut eigner Aussage, schon von weitem erkennen. Der Einsatzleiter hatte aufgrund der Größe des Brandes einen weiteren Löschzug angefordert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich alle Bewohner des Hauses bereits in Sicherheit.
Die Brandbekämpfung wurde sofort über ein C-Rohr im Innenangriff, sowie einem Wenderohr über die Drehleiter eingeleitet. Im Einsatzverlauf drohte das Feuer auf das direkt anschließende Nachbarhaus überzugreifen. Dies konnte durch weitere C-Rohre im Innenraum des Gebäudes, sowie einem weiterem Wenderohr verhindert werden. Als sehr problematisch erwiesen sich die Fehlböden des Hauses. Durch das Eindringen des Löschwassers erreichten diese ihre Belastungsgrenze und drohten einzustürzen. Dies bestätigte auch ein zum Einsatzort gerufener Statiker der Landesbaukommission. Um den Deckeneinsturz zu verhindern, wurden Einsatzkräfte des THW zu großflächigen Abstützmaßnahmen eingesetzt. Um alle Glutnester ablöschen zu können, wurde die Dachhaut über die beiden Drehleitern, später über die Hubrettungsbühne, geöffnet.

Bei dem Brand verstarben zwei Hunde in der komplett ausgebrannten Dachgeschoßwohnung. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten leichte Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus transportiert Der Sachschaden wird auf 500.000€ geschätzt.
Die Brandfahndung hat die Ursachenermittlung aufgenommen.

 

rr/Branddirektion München

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