Tag Archiv: Bestechung

Müllabfuhr, Müllmann Müllfahrzeug im Dienst, © Weil er Trinkgeld angenommen haben soll, muss sich ein Münchner Müllmann vor Gericht verantworten.

Weil er Trinkgeld angenommen haben soll: Müllmann verliert seinen Job

München: Weil er Trinkgeld angenommen haben soll, hat ein Müllmann nach 19 Jahren Dienst seinen Job verloren und muss sich vor Gericht verantworten. Die Abfallwirtschaftsbetriebe München (AWM) werfen ihm in einer Strafanzeige Bestechlichkeit und Vorteilsannahme vor. Weiterlesen

Ecclestone-Prozess: BayernLB lehnt 25 Millionen ab

BayernLB lehnt Ecclestone-Angebot ab

Bereits nachdem das Verfahren eingestellt worden war, hat die Bayerische Landesbank nun das Angebot von Bernie Ecclestone, 25 Millionen an die Bank zu zahlen, überraschend abgelehnt.

Ecclestone wollte das Geld zusätzlich zu den 100 Millionen zahlen, die er bereits berappen muss, damit das Verfahren eingestellt wird.

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München: Ecclestone soll Millionenzahlung verschleiert haben

Oh, wie schön ist Panama: Formel-1-Boss Ecclestone soll bei seinen Zahlungen an den Banker Gribkowsky auf eine Firma in Panama gesetzt haben. Er selbst reiste aber nach Angaben eines Zeugen nicht dorthin: Briefkastengesellschaften nennt die Staatsanwaltschaft so etwas.

 

Der Geldsegen kam aus Panama: Über eine Auslandsfirma hat Formel-1-Boss Bernie Ecclestone  seine Millionenzahlungen an den ehemaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky nach Darstellung eines Zeugen verschleiert. Im Bestechungsprozess vor dem Landgericht München sagte der ehemalige Wirtschaftsberater am Dienstag, Ecclestone habe ihn im Jahr 2007 mit der «Operation Gribkowsky» beauftragt.

 

Der 76-jährige Zeuge, der in der Anklage als Helfer Ecclestones bezeichnet wird, nahm die Sache in die Hand und sorgte dafür, dass eine Firma namens Lewington Invest in Panama das Geld an Gribkowsky überwies. Wofür wusste er aber nach eigenen Worten nicht. Ecclestone habe ihm den Grund für die Zahlungen nicht genannt und auch darum gebeten, seine Identität herauszuhalten. „Er wollte natürlich nicht, dass sein Name in Erscheinung tritt.“

 

In mehreren Teilbeträgen überwies die Panama-Firma schließlich insgesamt 22 Millionen Dollar an Gribkowsky. Eine Summe in ähnlicher Größenordnung floss zudem über Ecclestones Familienstiftung Bambino an den damaligen BayernLB-Vorstand. Während Ecclestone die Zahlungen mit einer Erpressung begründete, wirft die Staatsanwaltschaft ihm Bestechung des Bankers vor.

 

Lewington ist eine Briefkastengesellschaft

 

Die Ankläger gehen davon aus, dass die Firma Lewington eine Briefkastengesellschaft war, die nur den Zweck hatte, die Geldströme zwischen Ecclestone und Gribkowsky zu vertuschen. „Lewington hat nichts produziert“, sagte der Zeuge auf Nachfragen des Richters. Auch Gribkowsky ließ sich die Millionen nicht auf sein privates Girokonto überweisen, sondern an eine Stiftung Sonnenschein in Österreich, die sich angeblich um die Familien krebskranker Kinder kümmerte. Er wurde wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung bereits zu jahrelanger Haft verurteilt und soll am 14. August erneut als Zeuge vernommen werden.

 

Mit dem Geld wollte Ecclestone laut Anklage erreichen, dass Gribkowsky die Mehrheit an der Formel 1, die damals der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC veräußerte. Der Investor kaufte die Mehrheit schließlich im Jahr 2006 und besitzt sie noch heute. Am Mittwoch soll CVC-Mitbegründer Donald MacKenzie als Zeuge dazu aussagen, wie der Kauf abgelaufen ist. Er hatte im vergangenen Jahr mit Ecclestones Rauswurf gedroht, sofern dieser sich strafbar gemacht habe. Bis zu einem möglichen Urteil vergehen aber wohl noch Monate: Richter Peter Noll legte zusätzliche Prozesstage bis Mitte Oktober fest.

 

RG / dpa

Ecclestone-Vertraute Zeugin im Bestechungsprozess

Im Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll am Mittwoch eine enge Vertraute des Angeklagten als Zeugin aussagen.

 

Die Australierin Sacha Woodward-Hill ist die Hausjuristin der Formel-1 und nimmt zahlreiche Posten in Ecclestones Firmengeflecht ein. Sie soll dazu befragt werden, wie der Verkauf der Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren abgelaufen ist.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft Ecclestone vor, dem ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben, damit er die Mehrheit an einen Investor verkauft, der ihn an der Spitze der Formel-1 lassen würde. Ecclestone bestreitet dies.

 

Übersetzungsprobleme verzögern Prozess gegen Ecclestone

 

Im Bestechungsprozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone vor dem Landgericht München haben Übersetzungsprobleme am Mittwoch für Verzögerungen gesorgt. Eine Dolmetscherin hatte Schwierigkeiten, die Zeugenaussage der Formel-1-Hausjuristin Sacha Woodward-Hill korrekt vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen.

 

Ecclestones Anwälte korrigierten sie mehrfach, weil sie einzelne Sätze nicht richtig wiedergegeben habe. Da es sich um eine wichtige Zeugin handele, sei dies problematisch. Ecclestone selbst schlug schließlich vor, dass seine eigene Dolmetscherin die Übersetzung übernimmt, die seit Jahren mit der komplexen Materie vertraut ist.

 

RG / dpa

München: Prozess gegen Ecclestone geht nach drei Wochen Pause weiter

Nach knapp drei Wochen Pause wird der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Dienstag (9.00) fortgesetzt.

 

Als Zeugin vor dem Landgericht München ist erneut eine Mitarbeiterin des ehemaligen Bankvorstandes Gerhard Gribkowsky geladen. Sie war bereits Anfang des Monats stundenlang zu den Umständen des Formel-1-Verkaufs im Jahr 2006 befragt worden. Es blieben aber noch Fragen offen, so dass sie nochmals kommen soll.

 

Bestechung aus Angst?

 

Ecclestone muss sich seit Ende April vor Gericht verantworten, weil er dem Banker Gribkowsky beim Besitzerwechsel der Rennserie vor acht Jahren 44 Millionen Dollar gezahlt hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Bestechungsgeld handelte. Laut Anklage wollte Ecclestone erreichen, dass Gribkowsky die Formel-1-Mehrheit, die damals noch der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC verkauft und er Chef bleiben durfte.

 

Der 83-jährige hatte erklärt, er habe sich von dem Banker bedroht gefühlt und ihm aus Angst vor einer Anzeige bei den Steuerbehörden das Geld gezahlt. Der Brite musste an allen bislang elf Verhandlungstagen persönlich nach München kommen. Ein rasches Ende im Prozess ist nicht in Sicht. Das Gericht hat bereits Zeugen bis Anfang August geladen.

 

RG / dpa

Drei ehemalige Bayern LB-Vorstände Zeugen im Ecclestone-Prozess

Drei ehemalige Vorstände der BayernLB sind am Mittwoch (9.30 Uhr) als Zeugen im Münchner Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geladen. Der frühere Landesbankchef Werner Schmidt und seine damaligen Kollegen Dieter Burgmer und Ralph Schmidt sollen zum Verkauf der Formel-1-Mehrheit befragt werden, die früher der Landesbank gehörte.

 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Ecclestone bei dem Verkauf Einfluss auf die Auswahl des Käufers nehmen wollte und dem damaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky deshalb 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt hat. Der 83-jährige Angeklagte hatte dies bestritten und von Bedrohungen durch Gribkowsky gesprochen. Der Brite steht seit Ende April vor dem Landgericht und musste an allen bislang zehn Prozesstagen persönlich nach München kommen.

 

Gribkowsky war bereits vor zwei Jahren zu einer langjährigen Haftstrafe wegen Bestechlichkeit verurteilt worden und ist der wichtigste Zeuge im Prozess.

 

RG / dpa

Ehemaliger DKB-Chef Troppmann als Zeuge im Bayern LB-Prozess

Auf der Suche nach Hinweisen für eine Bestechung des früheren österreichischen Politikers Jörg Haider durch ehemalige BayernLB-Vorstände haben Münchner Richter am Dienstag den früheren Chef der DKB-Bank Günther Troppmann vernommen. Laut Anklage soll die Bestechung über die BayernLB-Tochter DKB abgewickelt worden sein, um keinen Verdacht zu erwecken.

 

Troppmann erzählte als Zeuge im Prozess gegen ehemalige BayernLB-Vorstände von einem Anruf des damaligen Landesbankchefs Werner Schmidt, in dem dieser von seinem Interesse an einem Fußballsponsoring in Kärnten gesprochen habe. Der Name Haider sei aber nicht gefallen. Später erhielt er dann eine Mail von der BayernLB, in der die DKB gebeten wurde, sich mit einer Millionensumme an dem Sponsoring zu beteiligen. Diesem Wunsch kam sie nach. «Wenn der Aufsichtsratsvorsitzende so einen Wunsch äußert, haben Sie zwar die Möglichkeit, das auszuschlagen – aber nur einmal.» Allerdings habe er sich nicht als Befehlsempfänger gesehen, sondern das Sponsoring für vertretbar gehalten.

 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der Zahlung um Schmiergeld handelte, damit Haider dem Verkauf der Kärtener Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) an die BayernLB im Jahr 2007 zustimmte. Sie wirft Schmidt und drei weiteren Vorständen Bestechung eines Amtsträgers vor. Zudem sind sie sowie zwei weitere Ex-Vorstände wegen Untreue angeklagt, weil sie die HGAA trotz Risiken viel zu teuer gekauft habe. Die Angeklagten haben alle Vorwürfe bestritten.

 

RG / dpa

Oberlandesgericht München: Ecclestone trifft auf Gribkowsky

Gerhard Gribkowsky, der wichtigste Zeuge  im Prozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, sagt heute im Oberlandesgericht aus.

Gribkowsky, der ehemalige Vorstand der BayernLB, selbst sitzt bereits im Gefängnis –  das Gericht hat ihn wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung bereits zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt, da er beim Verkauf der Mehrheit der Formel 1 die Summe von 44 Millionen angenommen hatte.

Ecclestone bleibt unterdessen dabei, dass Gerhard Gribkowsky ihn erpresst habe und er gezwungen war, dem Boss der Formel 1 die Millionen zu zahlen.

Die Staatsanwaltschaft glaubt Ecclestone aber nicht und wirft ihm weiterhin Bestechung des Vorstandes der Bayerischen Landesbank vor. Er habe nur seine Macht an der Spitze seines Konzerns erhalten wollen.

Die Frage, die heute auch vor allem im Raum steht, ist, ob Ecclestone im vollen Bewusstsein darüber gehandelt hatte, dass Gribkowsky Staatsangesteller war, als er ihm das Geld bezahlte. In diesem Fall würde das Strafmaß für Bestechung auf bis zu zehn Jahre Gefängnis steigen.

 

Internationaler Prozess – schwieriges Vorankommen

 

Am heutigen Tag darf Ecclestone wohl direkt auf die Aussagen von Gerhard Gribkowsky antworten.

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern gestaltet sich aber recht schwierig.

Der vorsitzende Richter, Peter Noll, lässt sich das ganze Gespräch dolmetschen, da er den anwesenden nicht sein schlechtes Englisch zumuten will.

 

Weitere Updates zum Prozess gibt es in Kürze!

 

adc

 

München: Ecclestone-Prozess Tag 1

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone blickt Prozess zuversichtlich entgegen.

Bernie Ecclestone zeigt sich am ersten Prozesstag optistisch. „Ich bin zuversichtlich. Die Sonne scheint“, so der Formel-1-Chef am Donnerstag vor der Verhandlung. Der 83-Jährige beharrt auf seiner Unschuld und weist den Vorwurf der Bestechung des bayerischen Bankers Gerhard Gribkowsky über seine Anwälte erneut zurück. Zum Prozessauftakt am Donnerstag vor dem Landgericht München bezeichneten die Verteidiger die Vorwürfe der Anklage in einer schriftlichen Erklärung als „unzutreffend, irreführend und unschlüssig“. Sie betonten: „Die behauptete Bestechung gab es nicht.“ Ecclestone lies seine Verteidiger eine schriftliche Erklärung vorlesen: „Herr Dr. Gribkowsky hat in den entscheidenden Punkten die Unwahrheit gesagt.“ Ecclestone selbst will sich zunächst nicht äußern, sondern nur über seine Anwälte. „Fragen des Gerichts und der Staatsanwaltschaft wird Herr Ecclestone zunächst nicht beantworten“, sagte einer seiner Rechtsvertreter.

Im Prozess werde es darum gehen, den Zeitpunkt, den Inhalt und die Umstände der „vielfältigen Aussagen von Herrn Dr. Gribkowsky“ zu hinterfragen. Die Verteidiger kündigten neue Beweise an, die sie im Prozess vorlegen wollen.

System der Alleinherrschaft

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat in der Anklage gegen Bernie Ecclestone dessen System der Alleinherrschaft in der Formel 1 beschrieben. Insbesondere bezogen sich die Ermittler dabei auf den Zeitraum vor und während des Verkaufs der Königsklasse des Motorsports vor rund acht Jahren, als Ecclestone der Staatsanwaltschaft zufolge einen damals hochrangigen Banker der BayernLB mit 44 Millionen US-Dollar bestochen haben soll.
„Sämtliche wichtigen operativen Strukturen und Abläufe waren auf seine Person zugeschnitten und wurden de facto von ihm allein kontrolliert“, heißt es in der 24-seitigen Anklageschrift. Ecclestone habe die Formel 1 in ihrer „heutigen Form aufgebaut“ und gelte „bis heute als Zentralfigur der Formel 1“.

Der Angeschuldigte hätte sämtliche Vertragsabschlüsse des operativen Geschäfts als seine persönliche Angelegenheit und seine Geschäftsgeheimnisse angesehen. Den anderen damaligen Gesellschaftern, sprich den drei Banken, habe er keine Mitsprache und keinen Einblick gewähren wollen.

Ecclestones habe die „unbequeme BayernLB durch einen neuen Anteilseigner“ austauschen wollen, um die vereinbarten Mitbestimmungs- und Kontrollregelungen nicht mehr mit der BayernLB umsetzen zu müssen. Und Kaufinteressent CVC hätte von Beginn an klar gemacht, dass Ecclestone auch bei einer Übernahme Geschäftsführer bleibe. „Diese Interessen stießen auf volles Gegeninteresse beim Angeschuldigten“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

 

rr/dpa

Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Ecclestones Verteidiger: „Es gab keine Bestechung“

Die Verteidiger von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone haben die Bestechungsvorwürfe der Münchner Staatsanwaltschaft gegen den 83-Jährigen erneut zurückgewiesen. Die Zulassung der Anklage sei kein Befund in der Sache selbst, teilten die Anwälte Sven Thomas und Norbert Scharf am Donnerstag mit.

 

«Es verbleibt dabei: Die behauptete Bestechung gab es nicht.» Die Vorwürfe seien unzutreffend und ergäben kein schlüssiges Bild.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft Ecclestone Bestechung und Anstiftung zur Untreue des ehemaligen BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile vor. In dem bevorstehenden Prozess müssen die Aussagen von Gribkowsky über die Umstände der Millionenzahlungen nach Ansicht der Anwälte aber hinterfragt werden. Es gebe verschiedene Versionen und diese seien nicht zu halten.

 

Gribkowsky war 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er darf das Gefängnis aber seit einigen Monaten wieder tagsüber verlassen und einer neuen Arbeit nachgehen. Auch diese Erlaubnis zum Freigang werfe Fragen auf, erklärten die Anwälte. Für bayerische Justizverhältnisse sei die Haftlockerung ungewöhnlich früh gewährt worden.

 

 

jn / dpa

Aufnahme des Oberlandesgerichts

Ecclestone wegen Bestechung vor Gericht

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone muss sich wegen des Verdachts der Bestechung vor Gericht verantworten. Das Landgericht München habe die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den 83-jährigen Briten zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in München.

 

Die Staatsanwaltschaft hatte Ecclestone im Juli der Bestechung und Anstiftung zur Untreue angeklagt. Nun muss sich Ecclestone in einem Prozess vor Gericht verantworten und als Angeklagter auch persönlich erscheinen.

 

Hintergrund:

 
Ecclestone soll beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB im Jahr 2006 von dem zuständigen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky 66 Millionen Dollar Provision kassiert und ihm dann 44 Millionen Dollar heimlich zurückgegeben haben, damit er den Verkauf der Formel 1 in seinem Sinne regelte. Gribkowsky wurde 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

 

Ecclestone hat die Bestechungsvorwürfe stets bestritten und versichert, er habe «nichts Illegales» getan. Der Vorsitzende Richter Peter Noll hatte bei der Urteilsverkündung gegen Gribkowsky allerdings gesagt, Ecclestone habe den Banker «ins Verbrechen geführt». Auch die Entscheidung über die Anklage gegen Ecclestone lag nun bei Nolls Kammer.

 

 

jn / dpa