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Antrittsbesuch des Bundespräsidenten: Steinmeier trägt sich ins Goldene Buch der Stadt München ein

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine obligatorische Antrittsreise durch Deutschland gestern in München gestartet. In der bayerischen Landeshauptstadt besuchter er, wie er selbst sagt, „Orte der Demokratie“. Auf der Liste standen ein Treffen mit Schülern im Landtag, ein Besuch der DenkStätte Weiße Rose und der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt München.
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Er möchte Orte der Demokratie besuchen: Steinmeier kommt heute nach München

Der frisch gewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier startet seine obligatorische Antrittsreise durch Deutschland heute in München. In der bayerischen Landeshauptstadt will er vor allem Orte der Demokratie besuchen. Auf seiner Liste stehen ein Treffen mit Schülern im Landtag und ein Besuch der DenkStätte Weiße Rose in der Ludwig-Maximilian-Universität. Weiterlesen

München: Seehofer will bayerische Geschäfte in China fördern

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will in dieser Woche bei einem einwöchigen Chinabesuch die Geschäfte bayerischer Firmen im Fernen Osten fördern. Stationen der einwöchigen Reise sind die Hauptstadt Peking und die südchinesische Provinz Guangdong, die neben der Region Schanghai die wirtschaftlich stärkste Region Chinas ist. Weiterlesen

München: Routinebesuch besonderer Art – Seehofer fährt zum Papst

In keinem Bundesland pflegen die jeweilige Landesregierung und die katholische Kirche so enge Beziehungen wie in Bayern. Bayerische Politiker sind auch häufige Gäste im Vatikan. Aber eine Besonderheit bleiben Besuche beim Papst dennoch.

 

Eigentlich ist es ein Routinebesuch: An diesem Montag empfängt Papst Franziskus im Vatikan Ministerpräsident Horst Seehofer. Der CSU-Chef ist nicht für übertriebene Reisefreude bekannt, sogar die Ferien verbringt er am liebsten in Bayern in seinem Ferienhaus im Altmühltal. Aber in Rom war Seehofer seit 2008 schon fünfmal – der Vatikan und die italienische Hauptstadt sind sein häufigstes Reiseziel.

 

Seehofer reist nicht allein

 

«Für mich als Katholik ist eine Privataudienz beim Heiligen Vater natürlich ein bewegendes Erlebnis und ich freue mich zutiefst, Papst Franziskus persönlich kennenzulernen», sagt Seehofer. Der Ministerpräsident fliegt am Sonntagabend – nicht allein, sondern begleitet von einer prominent besetzten Delegation: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, der stellvertretenden Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Kultusminister Ludwig Spaenle, Europaministerin Beate Merk und dem Integrationsbeauftragten Martin Neumeyer (alle CSU).

 

Politiker sind prominent und treffen dementsprechend auch häufig andere prominente Zeitgenossen, doch Routine sind Besuche im Vatikan nie. Auch Landtagspräsidentin Stamm war bereits dreimal in Rom. «Aber auch wenn man schon da war, bleibt ein Besuch beim Papst doch etwas ganz Besonderes», sagt sie. «Das erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit, dass ich dabei sein darf.»

 

Bayerische Herrscher waren enge Verbündete des Vatikan

 

Die vergleichsweise häufigen bayerischen Vatikanbesuche haben ihren Grund: Seehofer, Stamm und die restliche Delegation stehen in einer vielhundertjährigen Traditionslinie, die weit älter ist als der Freistaat Bayern oder die CSU. In den Wirren der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges im 16. und 17. Jahrhundert waren die bayerischen Herrscher enge Verbündete des Vatikan, «Bavaria Sancta» – das heilige Bayern – wurde zu einem Zentrum der Gegenreformation.

 

Einen Bruch gab es erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Wittelsbacher im Zuge der Säkularisation die Kirche in Bayern weitgehend enteigneten. Doch das tat der Volksfrömmigkeit keinen Abbruch, und auch das Königshaus bemühte sich schon 1817 im Konkordat mit dem Vatikan um Wiedergutmachung. Seither werden die Gehälter der bayerischen Bischöfe vom bayerischen Staat bezahlt.

 

Zahl der Katholiken sinkt

 

Heute ist Bayern weit weniger katholisch als in früheren Jahrhunderten. Laut Mikrozensus von 2011 sind nur noch 55 Prozent der 13 Millionen Einwohner Bayerns katholisch getauft – und von diesen besucht nur eine Minderheit regelmäßig die Messe. Seit 1987 ist die Zahl der getauften Katholiken im Freistaat um eine halbe Million gesunken, obwohl die bayerische Bevölkerung stark gewachsen ist.

 

Doch enge Beziehungen zur katholischen Kirche pflegen Bayerns Politiker immer noch. Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx registrierte nach seinem Amtsantritt in Bayern 2007 ebenso verwundert wie erfreut, dass die Staatsregierung häufiger das Gespräch mit kirchlichen Würdenträgern sucht als andere Landesregierungen.

 

Politisch brisant ist das Treffen der bayerischen Delegation mit Papst Franziskus nicht – es gibt keine großen Streitthemen. Ohnehin hat Seehofer bei seinen Auslandsbesuchen in den vergangenen Jahren immer eine bella figura abgegeben, ob er nun in Rom zu Besuch war oder bei der niederländischen Königin. «Bekanntlich liegen ihm ja soziale Themen besonders am Herzen. Da gibt es gewiss genug Gesprächsstoff», sagte Seehofer am Freitag über das bevorstehende Gespräch mit Franziskus.

 

RG / dpa

Charlotte Knobloch und KZ-Überlebende verteidigen Merkels Besuch in Dachau

Aus der Opposition und auch von zahlreichen Bürgern gab es heftige Kritik gegen Angela Merkels Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau am Dienstagabend: Dass sie den Besuch zwischen zwei Wahlkampfveranstaltungen in Bayern schob, kam unter anderem bei Grünen-Fraktionschefin Renate Künast nicht gut an.

 

Unterstützung erhielt die Bundeskanzlerin am Dienstagabend in Dachau von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sowie den anwesenden Zeitzeugen.

 

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Dachau und der Wahlkampf: Merkel muss für ihren Besuch Kritik einstecken

Angela Merkels heutiger Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau sorgt vielerorts für Diskussionen: Dass die Kanzlerin den Besuch im ehemaligen Konzentrationslager mal eben zwischen zwei Wahlkampfveranstaltungen schiebt, kommt bei Opposition und vielen Bürgern nicht so gut an. Dabei ist es der erste Besuch eines deutschen Regierungschefs in der Gedenkstätte.

 

«Wer es ernst mit dem Gedenken an einem solchen Ort des Grauens meint, der macht einen solchen Besuch garantiert nicht im Wahlkampf», sagte zum Beispiel die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Renate Künast, der «Leipziger Volkszeitung». Sie nannte es eine «geschmacklose und unmögliche Kombination», dass Merkel direkt nach ihrem KZ-Besuch eine Wahlkampfrede halten will.

 

Auch der Historiker Wolfgang Benz kritisierte den Zeitpunkt des Besuchs. «Da gäbe es andere, weniger provinzielle, weniger verschämte Gelegenheiten», sagte Benz im Bayerischen Rundfunk. Es wirke beiläufig, «wenn man, kurz bevor man dann ins Festzelt zum Wahlkampf geht, noch den Kranz niederlegt und Betroffenheit äußert».

 

Und auch bei Twitter äußern zahlreiche User zum Teil heftige Kritik an der unglücklichen Terminplanung:

 

 

 

 

 

 

Von anderer Seite hingegen bekommt die Kanzlerin Beistand: Es sei «lobenswert, dass die Kanzlerin die Gelegenheit ihres Besuchs in der Region wahrnimmt, um die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers zu besuchen“, sagt die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch. «Wir befinden uns im Wahlkampf. Jeder Politiker hat das Recht, sich und seine politischen Ziele und Visionen wo auch immer öffentlich zu präsentieren“.

 

mt / dpa