Tag Archiv: Bier

Oktoberfest 2013: Tracht verboten!

Ist es nicht schön – Dirndl, Lederhosen, Hüte und Fächer, Schürzen und Gamsbart… einmal im Jahr ist überall und immer die Tracht willkommen, und das ist in München während des Oktoberfestes.

Überall? Nein, das stimmt nicht mehr ganz. Ein paar Clubs und Bars in München haben die Nase und voll und schreiben groß an ihre Türen: Tracht ist hier nicht willkommen!

 

Bei einem Besuch auf der Wiesn fließt das Bier in Strömen, die Laune wird besser und lauter und die Hemmungen sinken. Wenn pünktlich um 23 Uhr die Zelte schließen, sind noch lange nicht alle bereit, nach Hause zu gehen – es wird weiter gefeiert, getrunken und getanzt. Manche zieht es in´s Rotlicht-Milieu, die meisten enden in einer Bar, Disko oder ähnlichem. Die After-Wiesn-Partys sind gut besucht, es geht feucht-fröhlich zu und das Geschäft boomt. Wer will da nicht ein Stück vom Kuchen ab haben?

Die explizit als solche ausgeschriebenen After-Wiesn-Partys sind allerdings auch auf das Wiesn-Volk eingestellt. Bei so vielen feierwütigen Münchnern und Besuchern fällt so einiges an Dreck, Lärm und Unannehmlichkeiten an. „Normale“ Clubs und Kneipen sind auf diesen Ansturm nicht so gut vorbereitet – die Invasion der Trachten-Träger wird hier schnell zu viel. Nachbarn beschweren sich, Stammkunden werden vergrault und schnell ist die Bar zu voll. Nur verständlich, dass es einigen Bar-Besitzern über den Kopf wächst.

 

 

Aus diesem Grund haben ein paar der Betroffenen dieses Jahr die Notbremse gezogen; hier kommt man im Dirndl oder in der Lederhose nicht mehr rein. Die Bar Kosmos in der Dachauerstraße stellt bereits auf ihrer Internetseite klar: Kein Einlass in Tracht! Auch die Betreiber der Diskothek „Sauna“ in der Marsstraße wünschen kein Trachtenvolk – weniger weil sie die Exzesse fürchten, sondern weil sie eine Alternative zum Wiesn-Spektakel bieten wollen. Wer weiß, vielleicht geht es ja ein paar feierwilligen Münchnern genauso wie den genervten Barbesitzern?

 

Ob mit oder ohne Tracht, die Zeit des Oktoberfestes ist in München Feier-Zeit. Wie weit sich Münchner, Barbesitzer, Cafébetreiber oder Busfahrer schützen können, sei dahingestellt – das beste Motto ist vielleicht das, welches die Wiesn-Besucher selbst in der Achterbahn anwenden: Augen zu und durch!

 

 

jn

Oktoberfest: Albert Einstein und die Wiesn



Wir schreiben das Jahr 1896, und auf der Wiesn geht das Licht an. Bierbänke, Krüge und Blasmusiker werden – eine Oktoberfest-Premiere – elektrisch angeleuchtet.

Auf der Leiter sitzt ein siebzehnjähriger, aufmüpfiger Kerl namens Albert. Er ist Hilfsarbeiter und Sohn des Fabrikaten Hermann Einstein, der mit seiner Firma Elektrotechnische Fabrik J. Einstein & Cie für die Technik verantwortlich ist. Der junge Albert Einstein, damals wohnhaft in der heutigen Lindwurmstraße 127, schraubt die Glühbirnen in die Fassungen des Schottenhamel-Festzeltes.

Biergelage unter dem Licht eines späteren Genies – ob die damaligen Wiesnbesucher sich ihres Glückes bewusst waren? Bestimmt nicht. Etwas Besonderes war die luxuriöse elektrische Beleuchtung auf dem Oktoberfest aber allemal.

 

Eine echte Münchner Leuchte

 

Die Firma Einstein erleuchtete unter anderem auch die Straßen Schwabings, die Brauerei Pschorr und das Krankenhaus Rechts der Isar. Sohn Albert erleuchtete in den folgenden Jahren mit seinen Ideen und Theorien die ganze Welt – und angefangen hat die ganze Leuchterei auf dem Oktoberfest.

Heute ist es keine Besonderheit mehr, dass Bierzelte und Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest hell erleuchtet sind. 43 Kilometer Kabel, ein Verbrauch von rund 2,7 kWh – immerhin 13% des täglichen Stromverbrauchs von ganz München. Allein am Wiesn-Riesenrad leuchten 35.000 Glühbirnen. Wer die wohl eingeschraubt hat?

 

Eine wacklige Sache

 

Albert Einstein hat seinen Teil zur Erleuchtung beigetragen. Bei dürftigen Sicherheitsvorkehrungen unter dem Dach des großen Festzeltes herumzukrabbeln, hat ihn vielleicht sogar dazu bewogen, sich später auf die theoretische Arbeit zu konzentrieren. Ist das Oktoberfest am Ende mitverantwortlich für Weltgeschichte?

Über die geschichtliche Bedeutung der Rolle, die Albert Einstein auf der Wiesn  gespielt hat, kann nur spekuliert werden. Eines ist aber sicher: Einen so überqualifizierten Veranstaltungs-Techniker gab es seitdem nie wieder.

Oktoberfest 2013: Die teure Maß Bier auf der Wiesn ist für Ausländer oft ein Schnäppchen

Für manchen Münchner ist das Oktoberfest angesichts des Rekordniveaus der Bierpreise ein teurer Spaß: 9,66 Euro kostet die Maß im Durchschnitt auf der Wiesn 2013. Doch für viele ausländische Besucher ist das ein wahrer Schnäppchenpreis: Norweger zahlen für zwei Maß Bier auf dem Oktoberfest weniger als für zwei Halbe in ihrer Heimat. Für Schweizer ist quasi jedes dritte Bier umsonst, für Australier jedes vierte.

 

Dennoch ist das Bier in seiner bayerischen Heimat nicht am günstigsten: Der internationale Vergleich des ECA International-Bierpreisindex zeigt, dass der Preis für einen Liter Bier in den USA, Österreich, Großbritannien, Spanien und Südafrika noch niedriger ist.

 

Auf Twitter ist der Bierpreis sowohl bei deutschen als auch ausländischen Usern ein Thema – interessante Fakten zum Preisanstieg werden hier veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

Doch obwohl der Preis jedes Jahr steigt, werden nach wie vor Rekordmengen an Bier auf dem Oktoberfest vernichtet. Allein im Jahr 2012 wurden 7,4 Millionen Maß ausgeschenkt – damit könnte man ein ganzes Schwimmbad füllen. Und solange der Absatz nicht zurück geht, wird wohl auch der Preis noch weiter steigen.

 

Foto: Michaela Schöllhorn / pixelio.de

Eine Million Maß am ersten Wiesn-Wochenende

Wiesn-Auftakt 2013: Sonnig, heiter und entspannt!
Die Fakten zum ersten Oktoberfest-Wochenende:


Wetter
War absolut Dirndl-tauglich. Spätsommerliche Temperaturen, Sonnenschein und weiß-blauer Himmel, wie es sich für ein bayerisches Volksfest gehört. Petrus ist eben doch ein Münchner!!!

Besucher
Nach Schätzungen des Referats für Arbeit und Wirtschaft kamen am ersten Wochenende knapp eine Million Gäste auf die Theresienwiese. Darunter viele Münchner aber auch Zugroaste z.B. aus Italien, Spanien Asien, Osteuropa, Amerika und England.

Essen & Trinken
Neun Ochsen wurden am Auftakt-Wochenende verspeist. Die Klassiker wie Wiesn-Hendl und Schweinsbraten, Bratwurstsemmel und Steckerlfisch fanden tausende Abnehmer.
Das Biergartengeschäft lief wetterbedingt hervorragend. Der Bierkonsum belief sich wie 2012 auf fast eine Million Maß – PROST

 

Die Schaustellerei
Die Neuheiten „Cobra“, „Odyssee“, „Pirates Adventure“ und „Sky Fall“wurden getestet und sehr gut aufgenommen. Bewährtes wie Wasserbahn,Wellenflug und Geisterbahn waren bei Familien sehr beliebt. Die neuen alten Geschäfte auf der Oidn Wiesn wie Holzpfostenautoskooter und Raupenbahn gefielen auf Anhieb.


Souvenirverkauf
Nach wie vor geht der Federhut im klassisch-bayrischen Stil. Die erstmals angebotenen Trachtenwesten und -hemden mit Wiesn-Logo für den Herrn werden gut nachgefragt.

 

Me / Landeshauptstadt München

Lastwagen verliert Bier-Rückstände auf der Fahrbahn

Ein mit zirka 20 Tonnen Biertreber (Malzrückstände) beladener Sattelzug hat auf der Pappenheimstraße auf einer Länge von 200 Metern Teile seiner Ladung auf der Fahrbahn verstreut. Das Gespann befand sich stadtauswärts auf Höhe der Blutenburgstraße, als sich aus ungeklärter Ursache die Ladeklappe des neuen Sattelaufliegers öffnete. Bis zum Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte beseitigte der Radlader einer zufällig dort tätigen Transportfirma Teile der Malzrückstände von der Fahrbahn. Mit einem Teleskoplader der Feuerwehr konnte die verlorene Ladung wieder auf den Sattelzug geladen werden. Im Bereich der Einsatzstelle kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

 

mt / Feuerwehr

Das ist er: Der Wiesn-Maßkrug 2013

Auf diesen Tag warten Sammler das ganze Jahr: der offizielle Wiesnmaßkrug ist da. Im Beisein der Wiesn-Wirte wurde er heute vorgestellt und sogleich mit einer Maßkrug-Annekdote von Kabarettist Josef Brustmann bedacht.

 

Seit 1978 gibt es jedes Jahr gibt es einen neu gestalteten Krug, und wie immer schmückt ihn das offizielle Plakatmotiv des Oktoberfests. 2013 fällt das Bild von Kommunikationsdesigner Akim Sämmer besonders modern aus.

 

 

Ein Exemplar der ersten Krug-Generation ist nach Angaben von Wiesn-Chef Dieter Reiter Liebhabern inzwischen 600 Euro wert, der Sammlerwert für die komplette Reihe 1978-2011 liegt bei rund 2200 Euro.

 

mt / dpa

 

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Hopfenernte ist mau – wird das Bier jetzt teurer?

 

Die Hopfenernte wird in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen, als im Vorjahr – und zwar um rund ein Viertel. Hopfenbauer Wolfgang Metzger aus der Hallertau spricht sogar von der schlechtesten Ernte seit 15 Jahren. Erst ein langer Winter, dann der Regen und nun die heißen Sommertage: Das macht dem Hopfen schwer zu schaffen. Auch Hagelschäden mussten verkraftet werden.

 

Werden die Ressourcen knapper, steigt oftmals der Preis – im Fall von Hopfen und dem daraus erzeugten Bier kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Aufgrund der guten Ernten in den Vorjahren ist noch genug Hopfen vorhanden.

 

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Einen Monat vor dem Anstich: Spieler des FC Bayern werfen sich für die Wiesn in Schale

Einen Monat vor dem offiziellen Bieranstich durch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude haben sich auch die Stars des FC Bayern München wieder traditionell mit ihrem Wiesn-Outfit ausgestattet. In Lederhosen und Trachtenhemd traten die Spieler frisch gestriegelt vor die Presse, und auch der neue Trainer Pep Guardiola fühlte sich in der bayerischen Tracht sichtlich wohl.

 

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Dienst auf der Wiesn – ein Extremjob für die Polizei

„Der Reiz ist, auf dem größten Volksfest der Welt für Sicherheit zu sorgen.“ Das sagt Peter Hartwich, der in diesem Jahr zum sechsten Mal Leiter der Wiesn-Wache sein wird. Für 16 Tage hat München dann 26 statt der üblichen 25 Polizeiinspektionen.

 

Die Planungen für den Wiesn-Einsatz der Polizei beginnen Ende Februar, Anfang März. Alle Polizisten, die auf der Wiesn arbeiten, haben sich freiwillig gemeldet, so Peter Hartwich.

 

23 Streifen, bestehend aus sechs Beamten gilt es dann wieder auf die Beine zu stellen. Jede Münchner Polizeiinspektion stellt eine Einsatzgruppe. Aus ihnen muss  eine gute Mischung aus erfahrenen Hasen und Anfängern gebildet werden.

 

Für die „Wiesn-Neulinge“ unter den Beamten hat Peter Hartwich einen Tipp: „Von den Erfahrenen lernen. Denn sie wissen, wie der schnellste Weg von A nach B auf dem Festgelände ist und wie man sich bei diesem speziellen Einsatz verhalten soll.“ Das die Polizisten wieder viel zu tun haben werden, das ist so sicher wie der regelmäßige Anstieg des Bierpreises. Über 2.000 Einsätze hatten die Beamten im Jahr 2012. Dabei wurden unter anderem 439 Körperverletzungen angezeigt.

 

Dienst auf der Wiesn – ein Extremjob im Leben eines Münchner Polizeibeamten. Dichtes Gedränge, ständige Lärmbeschallung und ein Alkoholpegel, der bei vielen die Hemmungen fallen lässt. Straftaten sind schnell passiert – ob Masskrugschlägerei oder Taschendiebstahl.
„Eine schöne Wiesn war es, wenn alles ruhig, entspannt und gelassen war. Aber wir sind nicht so blauäugig, dass es heuer keine Gewalttaten geben wird.“

 

Nach der Wiesn kehrt Peter Hartwich wieder in seinen alten Job zurück. Als stellvertretender Leiter des Abschnitt Mitte.

 

mh

Dirndl-Mode 2013: Das Outfit für die Wiesn einfach selber nähen!

Die Wiesn naht, und immer häufiger holen nun die Münchnerinnen schon ihre geliebten Dirndl aus den Kleiderschränken, streichen liebevoll über den Stoff und freuen sich auf den großen Laufsteg namens Theresienwiese. Aber: Nichts ärgert eine Frau so sehr, wie die Tatsache, nicht die einzige mit ihrem Outfit zu sein. Nur lässt sich ein Zusammentreffen von Trägerinnen identischer Dirndl auf dem Oktoberfest wohl kaum vermeiden – tausende Frauen stellen auf der Wiesn ihr Trachten-Outfit zur Schau, und die Auswahl an Beschaffungsmöglichkeiten ist begrenzt. Gerade wenn man Wert auf die neuesten Dirndl-Trends legt, wird man beim Shoppen im Vorfeld des Oktoberfests immer wieder bei den selben Modellen landen.

 

Dirndl-Designer: Kostspielig und ausgebucht

 

Wer damit nicht leben kann, dem bleiben zwei Möglichkeiten: Die eine ist, sich von kreativen und nahmhaften Dirndl-Designern aus München und Umgebung eine eigens kreierte, maßgeschneiderte Tracht zu bestellen. Doch auch diejenigen,  bei denen das Geld locker sitzt, dürften so kurz vor der Wiesn noch Probleme haben, die vielbeschäftigten Designer zu einer weiteren Maßarbeit zu überreden.

 

Do it yourself: Dirndl selbst nähen

 

Da bleibt nur die zweite Möglichkeit: Sich selbst an die Nähmaschine setzen. Wer in der Lage ist, genügend Zeit, Geduld und Kreativität aufzubringen, der kann sich auch einfach selbst ein Dirndl nähen. Farben, Muster, Länge, und Accessoires: Das alles kann beliebig ausgesucht und variiert werden und garantiert ein absolutes Unikat. Schnitte gibt es im Internet zuhauf: Burda zum Beispiel bietet verschiedene Schnittmuster an –  für lange Dirndl, kurze Dirndl, Blusen, Jacken, Janker und Taschen. Und auch Tipps und Tricks finden Hobbyschneiderinnen im Internet genügend, darunter auch komplette Anleitungen bei YouTube.

 

Nähkurse in München

 

Wer sich die Näharbeit im Alleingang jedoch nicht zutraut, für den gibt es im Münchner Raum auch zahlreiche Dirndl-Nähkurse. Der Kleine Schneiderladen in Haidhausen zum Beispiel bietet offene Nähtreffs an, bei denen sich ambitionierte Trachten-Designerinnen austauschen können. Die Nähschule am Isartor bietet einen ganzen Crashkurs in Sachen Dirndl-Nähen an, ebenso der Laden Mei Dirndl. Grundkenntnisse im Umgang mit einer Nähmaschine sollte frau allerdings schon mitbringen.

 

Egal ob rot, grün, pink oder blau, mit ausgeflipptem Muster oder elegant und schlicht: Die Zeit, um sich noch ein eigenes, individuelles Dirndl zu schneidern, reicht bis zum Anstich am 21. September allemal. Und wer dann so viel Zeit und Mühe in sein Gewand gesteckt hat, der kann die bewundernden Blicke auf der Wiesn noch viel besser genießen.

 

mt

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