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Beate Zschäpes Anwälte im Gericht, © Anwälte von Beate Zschäpe beantragen erneut Entlassung

NSU-Prozess: Kollegen der ermordeten Polizisten berichten

Es war eine emotionale aussage im NSU-Prozess:  Polizeibeamte schilderten, wie sie nach dem Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn ihre Kollegen nach dem Attentat durch das NSU-Gespann tot auffanden.

 

«Ich bin auf die Fahrerseite, wo die Kollegin Kiesewetter teilweise heraushing», sagte ein Polizeihauptkommissar am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München. «Ich bin davon ausgegangen, dass ich keine ersten Maßnahmen mehr treffen kann.» Nach seiner Einschätzung war die 22-jährige Beamtin nach einem Kopfschuss bereits tot. Tatsächlich verstarb sie noch am Tatort – es war nichts mehr zu machen.

Ihr Kollege, der mit ihr im Streifenwagen Pause gemacht hatte, überlebte das Attentat schwer verletzt. Er soll am Donnerstagnachmittag als Zeuge vernommen werden.

 

 

Der NSU-Prozess beschäftigte sich heute zum ersten Mal mit dem Polizistenmord in Heilbronn am 25. April 2007. Es sind noch viele Fragen offen. Die Tat passt nicht so recht ins Muster des NSU. Danach hörte die Mordserie der Terror-Gruppierung auf. Warum?

 

Laut Anklage verübten die beiden Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den Anschlag. Beate Zschäpe ist als Mittäterin angeklagt.

 

 

jn / dpa

NSU-Prozess: Urlaubsbekanntschaften sollen vernommen werden

Am 60. Verhandlungstag im NSU-Prozess will das Gericht Urlaubsbekanntschaften der mutmaßlichen NSU-Terroristen, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, vernehmen. Die Zeugen hatten angegeben, dass die drei immer bar bezahlten und Beate Zschäpe das Geld verwaltete. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle Zschäpes innerhalb der Gruppe.

rr/dpa