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Unterföhring: 250-Pfund-Fliegerbombe im Medienpark

Am Dienstagvormittag entdeckten Bauarbeiter eine 250-Pfund-Fliegerbombe auf dem Gelände des Medienparks Unterföhring.

 

Bei Bauarbeiten im Münchner Vorort Unterföhring ist am Dienstag eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Umgebung wurde ab Mittag geräumt, 6000 Menschen sollten die umliegenden Büro- und Gewerberäume verlassen.

 

 

Die in der Nähe der Fundstelle liegenden Fernsehsender waren nicht betroffen, wie die Polizei erklärte. Die Entschärfung der Bombe sollte am Abend um 18.00 Uhr starten. «Bis um 19 Uhr werden wir voraussichtlich mit allem durch sein», sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Entschärfung sei «völlig unproblematisch», sagte ein Polizeisprecher.

 

RG

© Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München

180 Tonnen Weltkriegsmunition beseitigt

Wer erinnert sich nicht an die 250 Kilo-Fliegerbombe, die für Aufruhr in Schwabing sorgte? Das Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg ist kein Einzelfall. 2013 hatten  die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wieder alle Hände voll zu tun mit den militärischen Hinterlassenschaften. „Rund 180 Tonnen an Bomben, Granaten und Patronenmunition konnten die Kampfmittelräumer 2013 entsorgen, davon 65 alliierte Spreng- und Splitterbomben mit mehr als zwei Tonnen Sprengstoff“, informierte heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

 

Obwohl die Menge an gefundenen Bomben und sonstigen Sprengstoffen enorm erscheint, wird mit noch viel mehr versteckten Überbleibseln gerechnet. Wichtig ist, beim Fund eines solchen richtig zu reagieren.

Herrmann warnt: „Bei Kampfmittelfunden gilt: Hände weg! Sofort die Polizei verständigen! Die Polizei informiert die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die im staatlichen Auftrag und für die Bürger kostenfrei die gefährlichen Funde entschärfen und entsorgen.“

 

 

Überall dort, wo es im Zweiten Weltkrieg Bombardierungen gab, also vor allem in größeren Städten und auf Flächen ehemals kriegswichtiger Einrichtungen, muss auch heute noch mit Blindgängern gerechnet werden. Bei entsprechendem Verdacht müssen Grundstückseigentümer und Bauherren schon im eigenen Interesse Maßnahmen treffen, die eine Gefährdung durch Kampfmittel ausschließen – insbesondere bei Eingriffen in den Boden. Dazu zählt insbesondere die Absuche des Grundstückes durch Fachfirmen.

 

 

„Im Auftrag des bayerischen Innenministeriums übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst anschließend kostenfrei die Entsorgung“, so der Innenminister. Die mit der Kampfmittelbeseitigung beauftragte Firma verfügt aktuell über zehn Spezialisten. Operative Basis sind die beiden Sprengkommandos München und Nürnberg. Die Kosten für deren Tätigkeit belaufen sich aktuell auf etwa 800.000 Euro jährlich. 2013 sind die Kampfmittelräumer mehr als 900 Meldungen nachgegangen. Herrmann: „Ich bin diesen Experten sehr dankbar für ihre Arbeit, die mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden ist. Umso mehr freut es mich, dass auch 2013 wieder niemand zu Schaden gekommen ist.“

 

 

Weitere Informationen zum Thema finden sich im Internetangebot des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr, finden Sie hier.

 

 

jn / stmi

© Symbolbild

Fliegerbombe in Geretsried erfolgreich entschärft

Am Donnerstag gegen 9:00 Uhr wurde bei Bauarbeiten in Geretsried – Gartenberg im Fasanenweg eine Fliegerbombe gefunden. Die Bauarbeiten wurden daraufhin sofort eingestellt und der Bereich geräumt.

Um die Bombe entschärfen zu können, wurde der Nahbereich evakuiert. Anwohner des Fasanenweges, Amselweges und Starleiten mussten ihre Häuser verlassen. Im Rathaus wurde für sie eine Sammelstelle eingerichtet.
Um kurz nach 14 Uhr war die Bombe erfolgreich entschärft.

rr/Polizei

© Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München

Anwohner erinnern sich: Vor einem Jahr wurde die Bombe in Schwabing gefunden

Vor genau einem Jahr, am 27. August 2012, wurde in der Feilitzschstraße eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. An sich nichts ungewöhnliches – in Münchner Baugruben werden häufig solche nicht detonierten Sprengsätze entdeckt und erfolgreich entschärft. Doch nach kurzer Zeit wird allen klar: Diesmal ist es anders. Die Bombe muss gesprengt werden – mitten in Schwabing.

 

Der Stadtteil wird großräumig abgeriegelt, ganz München hält stundenlang die Luft an. Am 28. August gegen 22 Uhr ist es dann soweit: Ein lauter Knall hallt durch die Stadt, gefolgt von einem gewaltigen Feuerball. Fensterscheiben zerbersten, umliegende Häuser fangen Feuer.

 

Besonders die Anwohner erinnern sich auch heute noch an die Stunden vor und nach der Sprengung – und an das Ausmaß der Zerstörung. Damla Sahin, die Mitinhaberin in einem Friseursalon in der betroffenen Gegen ist, befürchtete das schlimmste: „Als wir diesen Knall, diesen Druck, diese Welle gespürt haben und diese Feuerflammen gesehen haben, habe wir gedacht: Es ist vorbei. Die ganze Feilitzschstraße existiert nicht mehr.“

 

Heute, ein Jahr nach dem Bombenfund, erinnert kaum noch etwas an die Explosion. Die letzten Fensterscheiben wurden ausgewechselt, und in der Baugrube entstehen die geplanten Wohnungen. Doch eines bleibt für immer: Die Erinnerung an den 28. August 2012.

 

Am Tag der Sprengung hat münchen.tv in mehreren Sondersendungen live vom Ort des Geschehens berichtet – schauen Sie in unsere Mediathek.

 

mt

Foto: Feuerwehr München

 

 

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