Tag Archiv: Cyber

Tastatur, © Symbolfoto

Vorsicht, Webcam: Immer mehr Erpressungsfälle mit Selbstbefriedigungs-Videos

Derzeit häufen sich im Münchner Umland Fälle, in denen hauptsächlich Männer mit peinlichen Fotos oder Videos, insbesondere bei der Selbstbefriedigung, erpresst werden. Die Unbekannten wollen bezwecken, dass ihre Opfer Geld in Form von Bitcoins überweisen, andernfalls würden sie das Material veröffentlichen.

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28-Jähriger in Psychiatrie eingewiesen: Versuchter Waffenkauf im Darknet

Weil er eine Pistole samt Munition im Darknet kaufen wollte, ist  die Wohnung eines 28-Jährigen aus dem Landkreis Erding durchsucht worden. Es wurden keine Waffen, jedoch Kokain, Heroin und eine Cannabis-Aufzuchtanlage gefunden. Der Mann kam wegen psychisch auffälligem Verhalten in eine Klinik.

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Dachau: Internetbekanntschaft greift Mann an

Ein Mann, den ein 64-Jähriger im Internet kennen gelernt hatte, wollte ihn offensichtlich umbringen. Zugetragen hat sich der verstörende Fall in Dachau am 10. Juli 2014.

 

In der Nacht auf den Mann eingeschlagen

Das ist im Einzelnen vorgefallen:

Zwei Männer lernen sich – soweit ist das im Zeitalter von Sozialen Netzwerken nichts Ungewöhnliches – im Internet kennen und sind sich sehr sympathisch.

Dass der Online-Eindruck aber durchaus trügen kann, zeigt das, was sich dann zugetragen hat.

Nach einigen freundlichen Gesprächen im Netz lädt der Ältere der beiden seinen neuen Freund zu sich nach Hause ein.

In der selben Nacht spürt der ältere Herr einen heftigen Schmerz auf dem Kopf und wacht auf.

Er musste feststellen, dass sein Gast mit mehreren stumpfen Gegenständen, die er wahrscheinlich im Haus des 64 Jahre alten Opfers gefunden hatte, auf seinen Kopf eingeschlagen hatte.

Der Ältere wehrt sich und kann trotz seiner Verletzungen seinen Angreifer nach einem Handgemenge in die Flucht schlagen, den Notruf wählen und ins Krankenhaus gebracht werden.

 

Erst 🙂 – dann >:(

Die Polizei nahm nach dem Vorfall sofort die Ermittlungen wegen versuchter Tötung auf.

Und die Fahnder hatten Erfolg. Am 17. Juli führten sie die Ermittlungen zu einem 42 Jahre alten Obdachlosen deutsch-ungarischer Herkunft.

Offensichtlich scheint auch das Motiv, aus dem der Täter erst im Internet auf freundlich machte und dann nachts zum gewalttätigen Räuber wurde:

Er hatte ein Handy von dem 64 Jahre alten Mann, den er im Internet bezirzt hatte, gestohlen. Der Vorwurf gegen den Mann lautet auf versuchten Mord.

Raten lässt sich da nur: Augen auf bei der Freundesliste.

adc / pol

München/Stuttgart: Freiheitsstrafen für junge Hacker

Vor über einem Jahr haben die Internet – Ermittler der Polizei München drei Männer im Alter von 19 bis 23 festgenommen: Grund war Verdacht auf Internet – Betrug.

Jetzt hagelte es Strafen für die Täter: Der 23 Jahre alte Hauptangeklagte muss 3  Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Sein Bruder, 19 Jahre alt, bleibt für zwei Jahre auf Bewährung. Einen dritten Mittäter hat die Jugendstrafkammer am Gericht Stuttgart zu einem Jahr und neun Monaten verurteilt – auch auf Bewährung.

Internetbetrug als Beruf

Das Gericht hat entschieden: Es sei erwiesen, dass das Betrüger – Trio den größten Teil seines Lebensunterhaltes mit Online – Betrug bestritten habe.

Es waren vor allem Kreditkarten– und Fahrkartenbetrügereien.

Der Deutschen Bahn AG ist durch die Tricks der Betrüger allein ein Schaden von über 129000 Euro entstanden.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Internet – Gauner eine deutliche kriminelle Energie hatten und sich zudem uneinsichtig zeigten.

Insgesamt 137 Mal hatten sie zwischen Juli 2012 und Mai 2013 mit Online – Betrug zugeschlagen. Sogar eine Hausdurchsuchung bereits einen Monat nach der ersten Tat hatte nicht zur Änderung ihres Verhaltens geführt.

Deswegen haben die Online – Betrüger auch die volle Strafe erhalten, trotz der Tatsache, dass sie alle drei in vollem Umfang geständig waren.

Die beiden Brüder dürften zudem auch in einem künftigen Verfahren vor dem Gericht stehen. Ob es wieder um Internet – Kriminalität geht oder anderen Straftaten, ließ das Gericht nicht durchblicken.

adc / PP