Tag Archiv: Cyberkriminalität

München/Stuttgart: Freiheitsstrafen für junge Hacker

Vor über einem Jahr haben die Internet – Ermittler der Polizei München drei Männer im Alter von 19 bis 23 festgenommen: Grund war Verdacht auf Internet – Betrug.

Jetzt hagelte es Strafen für die Täter: Der 23 Jahre alte Hauptangeklagte muss 3  Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Sein Bruder, 19 Jahre alt, bleibt für zwei Jahre auf Bewährung. Einen dritten Mittäter hat die Jugendstrafkammer am Gericht Stuttgart zu einem Jahr und neun Monaten verurteilt – auch auf Bewährung.

Internetbetrug als Beruf

Das Gericht hat entschieden: Es sei erwiesen, dass das Betrüger – Trio den größten Teil seines Lebensunterhaltes mit Online – Betrug bestritten habe.

Es waren vor allem Kreditkarten– und Fahrkartenbetrügereien.

Der Deutschen Bahn AG ist durch die Tricks der Betrüger allein ein Schaden von über 129000 Euro entstanden.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Internet – Gauner eine deutliche kriminelle Energie hatten und sich zudem uneinsichtig zeigten.

Insgesamt 137 Mal hatten sie zwischen Juli 2012 und Mai 2013 mit Online – Betrug zugeschlagen. Sogar eine Hausdurchsuchung bereits einen Monat nach der ersten Tat hatte nicht zur Änderung ihres Verhaltens geführt.

Deswegen haben die Online – Betrüger auch die volle Strafe erhalten, trotz der Tatsache, dass sie alle drei in vollem Umfang geständig waren.

Die beiden Brüder dürften zudem auch in einem künftigen Verfahren vor dem Gericht stehen. Ob es wieder um Internet – Kriminalität geht oder anderen Straftaten, ließ das Gericht nicht durchblicken.

adc / PP

 

 

 

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, © 31-Jähriger stürzt durch sein Smartphone abgelenkt ins Bahngleis

Cyberkriminelle stehlen sensible Daten von zwei Millionen Vodafone-Kunden

Die Debatte um Datensicherheit nimmt kein Ende: Heute gab das Mobilfunkunternehmen Vodafone bekannt, dass es einem Cyberkriminellen gelungen ist, die Stammdaten von zwei Millionen Kunden zu stehlen. Zu den Daten, die in die Hände des Angreifers gefallen sind, gehören der Name des Kunden, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer. «Dieser Angriff war nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich und fand tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens statt», erklärte Vodafone.

 

Was der Hacker nun mit den Daten anfängt, weiß man nicht. Einige wichtige Daten sind ihm jedoch verborgen geblieben – darunter Kreditkarten-Daten, Passwörter, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten. «Vodafone bedauert den Vorfall sehr und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung», erklärt Vodafone. Die betroffenen Kunden werden nun mit einem Brief über den Vorfall informiert.

Wer genau den Angriff ausgeführt hat, ist noch nicht sicher – es gebe aber einen Tatverdächtigen, sagte ein Vodafone-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Bei ihm sei auch eine Hausdurchsuchung vorgenommen worden.

 

mt / dpa