Tag Archiv: Deutschland

Philipp Lahm: Ein besonderer Kapitän

Deutschland gegen Argentinien – Heute Abend komt es zur Neuauflage des WM-Finals 2014. Doch bei dem Freundschaftsspiel steht nicht unbedingt der Fußball im Vordergrund. Denn vor dem Anpfiff in Düsseldorf werden die drei Weltmeister Per Mertesacker, Miroslav Klose und Philipp Lahm verabschiedet.  München.tv blickt auf Lahms schon jetzt große Karriere zurück.

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München: Seehofer hofft nach WM-Sieg auf neue Phase der Freude und des Stolzes

CSU-Chef Horst Seehofer hofft nach dem vierten deutschen WM-Sieg auf eine neue Zufriedenheit und mehr Optimismus in Deutschland. Es folge nun „hoffentlich auch eine neue Phase der Zuversicht, der Freude, des Stolzes auch aufs eigene Land“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

 

Vielleicht trete dann die „Miesepetrigkeit“ etwas in den Hintergrund. „Dann hätten wir viel erreicht.“
Seehofer lobte die „hohe Qualität“ und den „eisernen Willen“ der deutschen Nationalmannschaft. „Das hat mir besonders imponiert.“ Insbesondere lobte er Joachim Löw: „Den eisernen Willen zum Beispiel vom Bundestrainer, seinen Weg zu gehen, unabhängig davon, dass es viele Bundestrainer gab in diesen Wochen, fand ich faszinierend.“

 

Bayern hat großen Anteil am Erfolg

 

Zudem verwies der bayerische Ministerpräsident darauf, dass sieben Nationalspieler aus Bayern stammten, darunter der Siegtorschütze und mit Manuel Neuer „ein Torhüter, wie ihn wahrscheinlich die Welt noch nicht gesehen hat“. „Wir Bayern haben einen gehörigen Anteil“, resümierte Seehofer, räumte aber ein, es handle sich nicht um einen Anteil der bayerischen Politik, sondern des bayerischen Sports.

 

RG / dpa+

München: Polizei-Zwischenbilanz zum Spiel der Fußball WM

Am 13.07.2014, um 21.00 Uhr, begann bei der Fußball WM in Brasilien das Spiel zwischen Deutschland und Argentinien.

 
Bereits um 20.30 Uhr befanden sich ca. 5.000 Fans auf der Leopoldstraße und sie musste zwischen der Franz Joseph-
Straße und der Herzogstraße für den Straßenverkehr gesperrt werden.
Zum Beginn der zweiten Halbzeit stieg die Anzahl der Fans dort auf 10.000 Personen.

 
Die weiteren größeren Public-Viewing-Veranstaltungen im Stadtgebiet wurden von über 33.000 Personen besucht und die großen Biergärten waren mit vielen tausend Besuchern voll.
Um 22.45 Uhr wurde der U-Bahnhof Giselastraße aufgrund der überfüllten Zugänge gesperrt und um 23.00 Uhr wurde die Straßensperrung bis zum Siegestor erweitert.

 
Unmittelbar nach dem Spiel um 23.40 Uhr wurde die Sperrung aufgrund des Zustroms weiterer Fans von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz ausgedehnt und um 00.20 Uhr noch bis zur Ungererstraße.
Gegen 01.00 Uhr feierten über 80.000 Fans auf der Ludwigund Leopoldstraße.
Bis 01.30 Uhr kam zu keinen größeren Störungen.

 

Über 15 Personen wurden angezeigt; die meisten wegen des
unerlaubten Gebrauchs von Pyrotechnik. Im gesamten Stadtgebiet und im Landkreis wurde die Münchner Polizei während der Feierlichkeiten mehr als fünf mal wegen Pyrotechnik und über 20 mal wegen Ruhestörungen alarmiert.
Es sind über 500 Beamte im Einsatz.

 

RG / Polizei

Fans feiern bei Public Viewing, © Die EM steht kurz vor der Tür

München: Ganz Bayern feiert WM-Titel – 80 000 auf Münchner Leopoldstraße

Autokorsos, Feuerwerk und Freudentränen. Die Fußball-Fans in Bayern haben in der Nacht zum Montag den neuen Weltmeister aus dem eigenen Land gefeiert. Allein in München gingen 80 000 auf die Feiermeile Leopoldstraße. Einige Fans haben die Nacht durchgemacht.

 

Nach dem nervenzerreißenden Finalspiel sind in der Nacht Hunderttausende Fans in ganz Bayern auf die Straßen gegangen. Mit Autokorsos und Jubelgesängen feierten sie den Fußball-Weltmeister. Abgesehen von wenigen Körperverletzungen und einigen gezündeten Feuerwerkskörpern feierten die Fans friedlich. In München wurden traditionell Leopoldstraße und Ludwigstraße zur Partymeile. Gegen 1.00 Uhr waren dort mehr als 80 000 Menschen unterwegs, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Ein U-Bahnhof musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Etwa 500 Polizisten waren in der Landeshauptstadt im Einsatz. Auch am Montagmorgen waren noch Fans in den DFB-Trikots in der Stadt unterwegs.,

 

Überall in Bayern wird gefeiert

 

In Nürnberg trafen sich die Fans nach dem Spiel in der Nähe des Hauptbahnhofs zum Jubeln. Am Flughafen hatten sich fast 20 000 Menschen das Spiel angeschaut, in Niederbayern besuchten nach Polizeiangaben etwa 22 000 Fans Public Viewings. In Augsburg zogen rund 20 000 Leute durch die Innenstadt. Auch Stunden nach dem Abpfiff zogen Fans heiser grölend durch die Straßen bayerischer Städte – während Reinigungskräfte bereits die Spuren des kollektiven Rausches beseitigten.

 

Die DFB-Auswahl hatte im Finale in Rio de Janeiro 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien gewonnen. Beim Public Viewing im Münchner Olympiastadion, wo Deutschland genau 40 Jahre zuvor Weltmeister wurde, hatten 33 000 Fußballfans mitgefiebert. Das Stadion war schon Stunden vor Beginn des Endspiels voll besetzt.

 

RG / DPA

Auf dem Trainingsgelände des FC Bayern München.

10 Tipps für die Zeit nach der WM

Götz‘ sei Dank, Deutschland ist Weltmeister. Was waren das für Wochen, das Leben wurde nur noch nach dem Spielplan gerichtet. 18:00 Uhr, 21:00 Uhr, 00:00 Uhr, sogar nachts um 3:00 Uhr wurde angestoßen. Und ins Bett ging’s erst, wenn der Schiedrichter auch das letzte Spiel des Tages abgepfiffen hatte. Doch nun? Am Tag danach? Was macht man jetzt abends, wenn nicht mehr Mehmet Scholl oder Oliver Kahn vor der Copacabana-Kulisse uns die Fußball-Welt erklären? Wir haben 11 Tipps für die Zeit nach der Fußball-Weltmeisterschaft zusammengefasst:

1) den Bereich rund um die Couch von all den Snack-Resten befreien und die Wohnung mal wieder richtig säubern. Am besten in Tages-Etappen, so lässt sich der WM-Verlust auf mehrere Tage verteilen.

2) Die Schland-Artikel nach fünf Wochen Dauergebrauch endlich mal wieder reinigen und dann fein säuberlich wegpacken. In zwei Jahren werden sie zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich wieder gebraucht.

3) Auch das Auto von all dem Schland-Zeug befreien. Freie Sicht für Weltmeister nun auch wieder im Straßenverkehr.

4) Wem der kalte Entzug des TV-Sport-Erlebnisses zu schwer fällt, kann mit der Tour de France, die momentan läuft, langsam wieder Abstand gewinnen. Auch beginnen immer mehr Bundesligisten mit Testspielen, die teilweise ebenfalls im TV übertragen werden.

5) Endlich wieder Abende mit Frau, Freundin oder den Eltern verbringen, ohne dass die Begriffe Abseits, Schiri-Spray, Löw, Titel oder vierter Stern fallen.

6) Der WM-Spielplan ist Geschichte. Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Bundesliga. Deshalb: jeden Abend einen weiteren Spieltag der neuen Saison auswendig lernen.

7) Gönnen Sie Ihrer Haut mal wieder was. Runter mit der Schland-Schminke und ne Ladung Quark mit Gurken drauf.

8) 18:00 Uhr? Da war doch vor der WM immer was….richtig: die Nachrichten auf münchen.tv. Endlich wieder die Erstausgabe sehen und nicht erst tief in der Nacht die Wiederholungen.

9) Statt abendlichem Autocorso heißt es nun sicher für viele WM-Urlauber wieder: morgendlicher Berufsverkehr. Deshalb: ruhig mal früher ins Bett gehen und so den Schlafmangel der letzten Wochen wieder aufholen.

10) Und wer eine Spielkonsole zu Hause hat, der kann ja abends noch ein Mal die komplette WM nachspielen. Mit einem deutlicheren Sieg gegen Algerien. Und sich so langsam aber sicher vom WM-Fieber erholen.

mh

10 Tipps für die WM-freie Zeit

Mittwoch und Donnerstag kommt kein Live-Fußball von der Weltmeisterschaft in Brasilien im TV. Zwei Tage spielfrei bis zum Viertelfinale am Freitag. Hardcore-WM-Zuschauer stehen nun vor der Frage: was mache ich Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18:00 und 22:00 Uhr, wenn eigentlich bisher immer Anpfiff war??? Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, was Sie mit ihrer ungewohnten spielfreien Zeit machen können:

1) Den Bereich rund um die Couch mit einem Staubsauger von Chips– und sonstigen Snackresten befreien, auch die Fan-Utensilien könnten vielleicht eine Reinigung vertragen.

2) Den neuen Bundesliga-Spielplan schon mal auswendig lernen.

3) Die Frau oder Freundin einfach mal schön in ein Restaurant einladen, als Wiedergutmachung für die knapp drei Wochen Sendepause, die die eigene Beziehung jeden Abend hatte.

4) Die Eltern mal wieder besuchen oder zumindest anrufen und ein Lebenszeichen von sich geben – manche Mutter macht sich sicher schon Sorgen.

5) Um 18 Uhr, wenn eigentlich Anpfiff war, wieder die Nachrichten „münchen heute“ auf münchen.tv ansehen (und nicht erst nachts die Wiederholungen).

6) Wenn Punkt 1 erledigt ist, dann ruhig auch schon mal daran denken, die Vorratskammer wieder aufzufüllen. Viertel- und Halbfinale kommen schneller als man denkt.

7) Wenn das Wetter passt, dann die besten Szenen der WM selber auf der grünen Wiese nachspielen. Das Tor des Kolumbianers James Rodriguez bekommt sicher nicht jeder hin.

8) Noch immer Algerien-Frust? Dann die Spielkonsole ausgepackt und die Partie noch mal nachspielen – mit einem deutlichen Zu-Null-Sieg!

9) Was läuft eigentlich im Kino?

10) Wem all diese Tipps überhaupt nicht taugen, der kann ja bereits um 18 Uhr ins Bett gehen und den fehlenden Schlaf der letzten Wochen nachholen.

In diesem Sinne, viel Erfolg beim Zeittotschlagen bis Freitag 18 Uhr.
mh

Cincinnati/München: Austausch-Polizisten

Polizeivizepräsident Robert Kopp, Polizeihauptkommissar Winfried Mundl von der  Verkehrsabteilung und Polizeioberkommissar Andreas Heynig vom Kommissariat 74 haben internationale Gäste begrüßen dürfen.

Zwei amerikanische Police-Officers aus Ohio, genauer gesagt aus einer der bedeutendsten Handels- und Fabrikstädte Amerikas, Cincinnati, schnuppern zwei Wochen lang in die Arbeit eines Münchner Polizisten rein.

 

Projekt Munich Sisters City Police Exchange

…heißt der ganze Schüleraustausch mit Uniform und Wache.

Und der feiert 2014 ein Jubiläumsjahr. Das Polizeipräsidium freut sich:

„Die Landeshauptstadt München und die am Ohioriver gelegene Stadt Cincinnati verbindet seit 25 Jahren eine Städtepartnerschaft. Seit Mitte der 90er Jahre wird ein reges Austauschprogramm, welches durch die Vorsitzende des Städtepartnerkomitees in Cincinnati, Frau Ute Päpke, ins Leben gerufen wurde, betrieben. Neben gegenseitigen Schüler- und Studentenpraktika fanden in der Vergangenheit beispielsweise gegenseitige Hospitationen von Juristen, Ärzten, Lehrern, Verwaltungsbeamten und zahlreichen anderen Berufsgruppen statt. Im Rahmen der Anfang Juli in München stattfindenden Jubiläumsfeierlichkeiten besuchen neben zahlreichen anderen Delegationsmitgliedern auch zwei Polizisten aus Cincinnati die Landeshauptstadt.“

Heynig und Mundl sind übrigens die Austauschpartner der US-amerikanischen Polizisten Deputy Bob Seaton und Deputy Ben Endress vom Sheriffs Departement Hamilton County.

 

Praktika im Ausland für Streifenbeamte

Die beiden Debuties aus Amerika begleiten 14 Tage lang die Arbeit der Verkehrspolizei in München, schnuppern in die Verkehrseinsatzzentrale hinein und machen außerdem eine Hospitanz bei der Bundespolizei.

Es gibt für die Gäste aber auch noch ein Kulturprogramm oben drauf: Besuche der Zugspitze und
des Schlosses Neuschwanstein soll es geben.

Im Gegenzug dürfen die Austauschpartner Heynig und Mundl dann Ende Juli in die Staaten fliegen und dort ihr Praktikum bei den Kollegen auf der anderen Seite des Ozeans machen.

adc / pol

Kulmbach: Bayern werfen zu viel Nahrung weg

Bayerische Verbraucher werfen zu viele Lebensmittel in den Müll. Nach einer Studie des Bayerischen Kompetenzzentrums für Ernährung in Kulmbach sind von den jährlich 836 000 Tonnen Lebensmittelabfällen aus privaten Haushalten 65 Prozent vermeidbar.

 

Allein durch richtige Lagerung der Produkte und bessere Essgewohnheiten wäre demnach eine Halbierung der Lebensmittelabfälle möglich. Den Wissenschaftlern zufolge landen im Freistaat pro Kopf und Jahr 65 Kilo Lebensmittel im Müll. Der Bundesdurchschnitt ist mit 82 Kilo zwar weit höher. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sah bei der Vorstellung der Zahlen am Freitag in Kulmbach dennoch «dringenden Handlungsbedarf».

 

Aufklärung soll Kaufverhalten ändern

 

Er will mit Bildungs- und Aufklärungsprogrammen «gezielt das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln und für das eigene Kaufverhalten schärfen». Zielgruppe seien Kleinkinder und Senioren. «Wenn wir das Wegwerfen von Lebensmitteln wirksam eindämmen wollen, müssen wir an den richtigen Stellen ansetzen», sagte Brunner bei der Eröffnung der Bayerischen Ernährungstage.

 

RG / dpa

Syrische Flüchtlinge feiern im Fastenmonat die deutsche Nationalelf

Für syrische Flüchtlinge in Bayern ist es meist der erste Ramadan in der Fremde. So auch für die Familien im oberbayerischen Grafrath. Doch noch etwas macht den muslimischen Fastenmonat diesmal zu etwas Besonderem.

 

Im Gesicht des Buben sind noch die Farben Schwarz-Rot-Gold zu erkennen, die er sich am Vorabend auf seine Wangen gemalt hat. Da hat Deutschland gegen Ghana bei der Fußball-WM gespielt. „Götze ist mein Lieblingsspieler“, sagt der Zehnjährige. Wie zehntausende Kinder in Deutschland fiebert er in diesen Tagen mit den Stars. Doch der Junge spricht mit einem leichten arabischen Akzent – Fußballfan Andraos kommt aus Syrien.

 

Zusammen mit seiner Familie kam er vor anderthalb Jahren nach Deutschland, auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland. Unbedingt wollte die Familie hierher. Zu Fuß und dann per Lkw machten sie sich von der nordöstlichen Provinz Hasaka auf den Weg, schlugen sich über die Türkei bis nach Bayern durch. Sie lieben Deutschland – und fiebern bei der WM mit der Nationalelf mit.

 

„Jedes Mal wenn Deutschland gespielt hat, haben wir über unserem Haus in Syrien die Deutschlandflagge aufgehängt“, erinnert sich die Mutter von Andraos, Jina, die wie alle anderen ihren Nachnamen nicht nennen will. Die 42-Jährige hatte den Entschluss gefasst, in die Türkei zu fliehen, nachdem ein Familienmitglied entführt wurde – von wem, weiß sie nicht.

 

Nun lebt sie mit ihren vier Kindern in einer Asylunterkunft in dem kleinen Ort Grafrath in Oberbayern, in dem auch sechs weitere syrische Familien untergekommen sind. Laut bayerischen Innenministerium leben rund 3600 syrische Flüchtlinge derzeit im Freistaat, die wie Jina Asyl beantragt haben. Hinzu kommen rund 700 Syrer, die von der Bundesregierung direkt durch ein Flüchtlingsprogramm aufgenommen und Bayern zugeteilt wurden – rund 2300 sollen noch folgen.

 

Das schwierigste ist die Sprache

 

Das Schwierigste am Neuanfang sei, Deutsch zu lernen, sagt Hussni. Der 40-Jährige sitzt neben Jina im grünen Garten der Unterkunft, arabisches Gebäck stapelt sich vor ihm auf dem Tisch. «Ich liebe Deutschland schon seitdem ich ein Kind bin und wollte unbedingt hierher», sagt er. Weil seine Heimatstadt Deir ez-Zur im Osten Syriens vom Krieg zerstört und viele Schulen geschlossen wurden, kam er vor einem Jahr mit seiner Frau Zainab und drei Kindern nach Bayern. Die gehen seitdem in Grafrath und umliegenden Ortschaften zur Schule. In perfektem Deutsch erklärt die Kleinste der Familie, die sechsjährige Reem, stolz, auch sie feuere die deutsche Nationalelf an – vor allem Mittelfeldspieler Mario Götze.

 

Pünktlich zum Start des Achtelfinales der WM am Samstag gegen Ghana beginnt für die Muslime der Ramadan. Hussnis Familie freut sich sehr auf den Fastenmonat. Sie wollen die wichtige Mahlzeit des Fastenbrechens am Abend zusammen mit den Deutschlandspielen feiern. Syrische Spezialitäten spielen im heiligen Monat eine große Rolle. Zainab will als erstes Kibbeh, arabische Fleischklöße, mit weißem Joghurt zubereiten – „damit Ramadan hell beginnt“.

 

Die Familie ist über mehrere Länder verstreut

 

Vor allem für die junge Syrerin Duha aus der Küstenprovinz Latakia ist dieser Ramadan besonders schwer. „Ich bin sehr traurig, denn der Ramadan ist ein Monat, den man mit der Familie verbringt“, sagt die 23-jährige, während ihr Tränen das Gesicht herunterlaufen. Ihre Eltern und Geschwister seien in Syrien, der Türkei und in Ägypten verstreut – nur mit ihrem Ehemann sei sie nach Deutschland geflohen, weil beide in Syrien politisch aktiv waren.

 

Auch Duha verfolgt in Grafrath mit Begeisterung die WM. Im Exil in Deutschland, weit weg von Zuhause, spielt der Fußball im Leben der syrischen Flüchtlingen eine große Rolle. „Wir unterstützen Deutschland, weil die einfach super spielen“, sagen die syrischen Jungs, bevor sie sich einen Fußball schnappen und hinter dem Haus spielen gehen. Zusammen feiern sie die Nationalmannschaft des Landes, das ihnen Zuflucht vor den Gräueln des Bürgerkriegs gewährt.

 

RG / dpa

München/Recife: DFB-Team gegen Klinsi & Co. gefordert

Deutschland trifft im letzten Gruppenspiel auf die USA. Ein Unentschieden würde beiden Teams reichen um ins Achtelfinale einzuziehen, doch die Trainer Löw und Klinsmann wollen mehr.

 

Keiner der letzten Tage ist vergangen, ohne dass nicht irgendein Reporter auf die sogenannte „Nichtangriffspakt von Gijon“ hingewiesen hätte, das gestern auf den Tag genau 32 Jahre her war. Damals hatten Deutschland und Österreich nach der 1:0-Führung durch DFB-Stürmer Horst Hrubesch in der zehnten Minute die Angriffsbemühungen eingestellt und qualifizierten sich so für die nächste Runde. Ein Szenario, das zu wiederholen niemals so günstig erschien wie heute Abend (18 Uhr MEZ).

 

Remis-Pakt unvorstellbar

 

Denn bekanntermaßen sind DFB-Trainer Joachim Löw und Jürgen Klinsmann, der Coach der USA, seit einem Trainerlehrgang 2000 in enger Freundschaft verbunden. Bei der WM 2006 wurden sie dann als Tandem – Klinsmann als Teamchef, Löw gab den Co-Trainer – zu den Machern des „Sommermärchens“. Nun würde ein Unentschieden beiden Teams genügen ins Achtelfinale einzuziehen.

 

Und doch scheint ein Remis-Pakt dieses Mal unvorstellbar. Alleine schon deshalb, weil Löw befürchtet: „Wenn man von vornherein auf Unentschieden spekuliert, geht es meist schief.“ Das soll vermieden werden. „Die Spielweise, die Identität, die Idee dieser Mannschaft – das alles haben wir schon verstanden“, sagte er. Es dürfte ihm ziemlich bekannt vorgekommen sein, denn Klinsmann hat aus den Amerikanern eine Mannschaft gemacht, die niemals locker lässt, die immer unangenehm bleibt und den Begriff vom Aufgeben aus ihrem Wortschatz längst verbannt hat – eine typische Klins-Mannschaft eben.

 

Mit Schweini und Klose?

 

Für Löws Team wird es wohl auch auf die Mentalität ankommen. „Nicht die Aufstellung entscheidet, sondern die Einstellung“, ist sich Löw sicher. Doch auch die Frage nach der Aufstellung bereitet dem Bundestrainer noch Kopfzerbrechen. Er deutete zwar an, zu wissen, wen er wo aufstellt. Konkret nannte er aber keine Namen, schloss jedoch Umstellungen nicht aus. So könnte vor allem der gegen Ghana stark aufspielende Bastian Schweinsteiger für Sami Khedira in die Startelf rücken, dem nach seinem Kreuzbandriss und den zwei Einsätzen gleich zu Beginn des Turniers eine Pause nicht schaden könnte. Zumal er sich auch gegen die Afrikaner eine Innenbanddehnung im Knie zuzog. Kapitän Philipp Lahm dürfte dagegen wohl wie angekündigt wieder den Mann vor der Abwehr geben.

 

Im Sturm steht Miroslav Klose nach seinem Ausgleichstreffer gegen Ghana vor dem Sprung in die Startelf, doch Löw wird sich wohl zunächst für die quirlige Variante aus den ersten beiden Partien entscheiden. Soll heißen: Thomas Müller, Mesut Özil und Mario Götze sollen durch häufiges Rotieren Löcher in die Deckung der USA reißen.

 

Klinsi: „Sind kein Underdog“

 

Nominell ist das Löw-Team sicherlich der Favorit, doch nach den jüngsten Eindrücken der US-Mannschaft gerade gegen Portugal scheint alles möglich. Klinsmann gibt sich bekannt selbstbewusst: „Wir sind kein Underdog bei dieser WM“, sagt er: „Viele sind überrascht, was wir bislang geleistet haben – wir nicht. Wir sind allemal in der Lage, Deutschland zu schlagen.“

 

Hört sich trotz aller freundschaftlichen Verbundenheit nicht nach einer Remis-Absprache ab. Sollte es am Ende aber doch darauf hinauslaufen, wäre sicher keiner der Beteiligten dem anderen lange böse.

 

Sehen Sie was Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter für das Spiel heute Abend tippt:

 

von Maximilian Kettenbach

Deutscher WM-Auftakt wettermäßig gesichert

Haben Sie schon Pläne für das erste Deutschlandspiel? Public Viewing, eine Terrasse, ein Balkon? Viele Veranstaltungen sind angesetzt, und viele davon sollen draußen stattfinden. Da ist es natürlich gut zu wissen, ob die vielleicht ins Wasser fallen könnten – das Wetter hat in der Vergangenheit schon des öfteren einen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Darum müssen wir uns aber bei diesem Spiel anscheinend keine Sorgen machen. Trocken und angenehme Werte von etwas mehr als 20 Grad – die Fans der deutschen Nationalmannschaft können sich auf einen schönen Fußballabend am Montag freuen. «Zumindest wettermäßig ist in Bayern der WM-Auftakt der deutschen Mannschaft gesichert», kündigte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Freitag in München an. Grillpartys, Biergarten-Feiern und das obligatorische Rudel-Gucken bei den Public Viewings können im Freistaat wie erhofft über die Bühne gehen.

«An den meisten Orten im Freistaat soll es auf jeden Fall trocken und warm sein», versprach der Wetter-Experte. Beim Anpfiff des Auftaktspiels der DFB-Elf gegen Portugal um 18.00 Uhr könne es lediglich am Alpenrand ein paar Wolken geben.

 

 

Falls Sie noch keine Pläne haben, könnten Sie vielleicht hier eine passende Veranstaltung finden:

 

Public Viewing in München – die wichtigsten Adressen

 

 

In diesem Sinne hoffen wir, dass die Meteorologen richtig liegen und dass es ein schöner, harmonischer und natürlich erfolgreicher deutscher WM-Auftakt wird.

 

 

 

jn / dpa

Fußball-Nationalmannschaft: Löw gibt vorläufigen Kader bekannt

Dem WM-Titeltraum von Brasilien steht nun kaum noch was im Weg! Bundestrainer Joachim Löw hat seinen vorläufige Kader der Deutschen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Brasilien bekannt gegeben.

Dazu ist es nun offiziell: Der FC Bayern stellt einmal mehr den größten Teil des deutschen WM-Aufgebots!

 

Sieben Spieler die sonst im Trikot des FC Bayern auflaufen, tauschen dieses nun für das weiße Leibchen der Nationalmannschaft. Aber auch sechs Borussen aus Dortmund stehen im vorläufigen Aufgebot des deutschen WM-Kaders.

Hier die Zusammensetzung des vorläufigen deutschen Kaders:

 

FC Bayern München

Manuel Neuer (Tor)

Philipp Lahm (Abwehr)

Jerome Boateng (Abwehr)

Toni Kroos (Mittelfeld)

Bastian Schweinsteiger (Mittelfeld)

Mario Götze (Mittelfeld)

Thomas Müller (Sturm)

 

Borussia Dortmund:

Roman Weidenfeller (Tor)

Mats Hummels (Abwehr)

Marco Reus (Mittelfeld)

Kevin Großkreutz (Mittelfeld/Sturm)

Erik Durm (Abwehr)

Marcel Schmelzer (Abwehr)

 

Schalke 04:

Julian Draxler (Mittelfeld)

Leon Goretzka (Mitteldfeld)

Maximilian Meyer (Mittelfeld)

Benedikt Höwedes (Abwehr)

 

Bayer 04 Leverkusen:

Lars Bender (Mittelfeld)

 

Hamburger SV

Marcell Jansen (Abwehr)

 

Hannover 96

Ron-Robert Zieler (Tor)

 

TSG Hoffenheim:

Kevin Volland (Sturm)

 

SC Freiburg

Matthias Ginter (Abwehr)

 

FC Augsburg

André Hahn (Mittelfeld)

 

Arsenal London:

Per Mertesacker (Abwehr)

Mesut Özil (Mittelfeld)

Lukas Podolski (Sturm)

 

Real Madrid:

Samy Khedira (Mittelfeld)

 

FC Chelsea:

André Schürrle (Mittelfeld)

 

Lazio Rom

Miroslav Klose (Sturm)

 

Sampdoria Genua

Shkodran Mustafi (Abwehr)

 

ag

 

Tag des Bieres

Die Deutschen feiern den Tag des Bieres

Der goldene Gerstensaft ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland, vor allem im Freistaat. Eine kühle frisch gezapfte Halbe ist für so manch einen der Höhepunkt des Genusses und gehört fest zur beayerischen Kultur. Seit 1994 hat das Bier sogar einen eigenen Ehrentag. Seit 20 Jahren wird nun schon am 23. April der Tag des Deutschen Bieres gefeiert. Damit will der Deutsche Brauer Bund den Erlass des bayerischen Reinheitsgebotes im Jahr 1516 feiern. Dies besagt, dass Bier nur aus Wasser, Hopfen, Gerste und Hefe zu bestehen hat.

 

 

Die Geschichte des Bieres

Das Bier hat seinen Ursprung in Bayern. Im Jahr 736 wurde zum ersten Mal über den goldenen Gerstensaft berichtet – nämlich im bayerischen Geisenfeld. 30 Jahre später, 766, wurde in der ersten Bierurkunde der Welt eine Lieferung beglaubigt. Das Bier wurde in das Kloster St. Gallen von Geisingen an der Donau geliefert. Heute gibt es in Deutschland über 1 300 Braustätten, die zusammen etwa 5.000 verschiedene Biere herstellen.

 

Bedeutung der Klöster für Bier

Im Mittelalter spielten vor allem Klöster eine wichtige Rolle in der Herstellung von Bier. Auch noch heute bekannte Marken, wie zum Beispiel Paulaner und Franziskaner sind nach Ordensgemeinschaften benannt.

 

Neben dem Tag des Deutschen Bieres am 23. April wird der Gerstensaft auch noch international geehrt. Jährlich am ersten Freitag im August wird der Internationale Tag des Bieres gefeiert.

 

rr

 

 

 

 

Ferienbeginn: Stau auf Autobahnen

Osterferien in Deutschland: Der ADAC warnt vor Staus auf den Autobahnen.

In den nächsten Tagen wird die Osterreisewelle ihren Höhepunkt erreichen. Ab Gründonnerstag werde der Verkehr auf den deutschen Autobahnen stark zunehmen, dies teilte der ADAC am Montag in München mit. Bis auf Hamburg haben alle Bundesländer dann Ferien. Vor allem auf den Straßen Richtung Süden und an die deutschen Küsten werden deutlich mehr Autos erwartet. Das starke Verkehrsaufkommen wird nach der Prognose des Automobilclubs auch am Karfreitag und Samstag nicht abreißen. Erst für Ostersonntag rechnet der ADAC mit einer ruhigeren Lage, bevor die Autofahrer am Ostermontag bereits mit Rückreiseverkehr rechnen müssen. Neben den Urlaubern werden auch viele Tagesausflügler an den Feiertagen unterwegs sein.


Auch in Deutschlands Nachbarländern ist mit Staus zu rechnen. Auf den Strecken, die in die Wintersportgebiete führen, werden besonders viele Urlauber unterwegs sein. In Österreiche sind davon vor allem die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn betroffen, sowie die Fernpass-Route. In Italien wird ebenfalls viel Verkehr auf der Brennerstrecke erwartet. In der Schweiz betrifft das vor allem die Autobahn 1 auf der Strecke St. Gallen-Zürich-Bern und die Autobahn 2 Gotthard-Chiasso.

 

rr/dpa

Microsoft zieht nach Schwabing

Die Zentrale von Microsoft Deutschland liegt bislang in einem Vorort von München. In den kommenden Jahren will der Softwarekonzern in den Münchner Stadtteil Schwabing ziehen und dort die Arbeitswelt der Zukunft erproben.

 

Microsoft verlagert seine Deutschland-Zentrale vom Münchner Vorort Unterschleißheim in die bayerische Landeshauptstadt. In der Parkstadt Schwabing soll bis 2016 eines der modernsten Büros Deutschlands entstehen, das «individuelle Entfaltung aller Mitarbeiter», und «zeitgemäße Formen der Zusammenarbeit» mit Hilfe neuer Technologien bieten soll, teilte Microsoft am Freitag mit.

 

Microsoft setze bereits auf moderne Arbeitsformen, die den Mitarbeitern mehr Flexibilität bieten sollen. In Unterschleißheim arbeiten derzeit 1.800 Menschen, in ganz Deutschland sind es 2.700. Nicht für alle Mitarbeiter solle es künftig einen eigenen, individuellen Büroplatz geben. Der Softwarekonzern hatte zuletzt erklärt, dass künftig jeder Mitarbeiter einen Anspruch auf einen Heimarbeitsplatz haben solle.

 

«Neben den Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter waren die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit des Gebäudes sowie die Attraktivität und die Sichtbarkeit des Standortes ausschlaggebend», sagte Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Die bisherige Zentrale in Unterschleißheim liegt mitten in einem verkehrsberuhigten Neubaugebiet und kann kaum erweitert werden.

 

Die neue 26.000 Quadratmeter große Zentrale an der Walter-Gropius-Straße solle neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Zusätzlich soll der Neubau für Kunden, Partner und andere Gäste optimalen Platz bieten. Der Umzug ist für den Sommer 2016 geplant.

 

 

dpa/cb

Oktoberfest 2013: Die teure Maß Bier auf der Wiesn ist für Ausländer oft ein Schnäppchen

Für manchen Münchner ist das Oktoberfest angesichts des Rekordniveaus der Bierpreise ein teurer Spaß: 9,66 Euro kostet die Maß im Durchschnitt auf der Wiesn 2013. Doch für viele ausländische Besucher ist das ein wahrer Schnäppchenpreis: Norweger zahlen für zwei Maß Bier auf dem Oktoberfest weniger als für zwei Halbe in ihrer Heimat. Für Schweizer ist quasi jedes dritte Bier umsonst, für Australier jedes vierte.

 

Dennoch ist das Bier in seiner bayerischen Heimat nicht am günstigsten: Der internationale Vergleich des ECA International-Bierpreisindex zeigt, dass der Preis für einen Liter Bier in den USA, Österreich, Großbritannien, Spanien und Südafrika noch niedriger ist.

 

Auf Twitter ist der Bierpreis sowohl bei deutschen als auch ausländischen Usern ein Thema – interessante Fakten zum Preisanstieg werden hier veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

Doch obwohl der Preis jedes Jahr steigt, werden nach wie vor Rekordmengen an Bier auf dem Oktoberfest vernichtet. Allein im Jahr 2012 wurden 7,4 Millionen Maß ausgeschenkt – damit könnte man ein ganzes Schwimmbad füllen. Und solange der Absatz nicht zurück geht, wird wohl auch der Preis noch weiter steigen.

 

Foto: Michaela Schöllhorn / pixelio.de

Cyberkriminelle stehlen sensible Daten von zwei Millionen Vodafone-Kunden

Die Debatte um Datensicherheit nimmt kein Ende: Heute gab das Mobilfunkunternehmen Vodafone bekannt, dass es einem Cyberkriminellen gelungen ist, die Stammdaten von zwei Millionen Kunden zu stehlen. Zu den Daten, die in die Hände des Angreifers gefallen sind, gehören der Name des Kunden, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer. «Dieser Angriff war nur mit hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen möglich und fand tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens statt», erklärte Vodafone.

 

Was der Hacker nun mit den Daten anfängt, weiß man nicht. Einige wichtige Daten sind ihm jedoch verborgen geblieben – darunter Kreditkarten-Daten, Passwörter, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten. «Vodafone bedauert den Vorfall sehr und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung», erklärt Vodafone. Die betroffenen Kunden werden nun mit einem Brief über den Vorfall informiert.

Wer genau den Angriff ausgeführt hat, ist noch nicht sicher – es gebe aber einen Tatverdächtigen, sagte ein Vodafone-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Bei ihm sei auch eine Hausdurchsuchung vorgenommen worden.

 

mt / dpa

 

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