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Pillen Tabletten Drogen Doping, © Symbolfoto.

Urteil gegen Dopingmittel-Dealer: Hauptangeklagter muss ins Gefängnis

Ein 33 Jahre alter Werkzeugmechaniker aus Nordrhein-Westfalen wurde angeklagt, weil er jahrelang mit Potenz- und Dopingmitteln gehandelt haben soll. Sechs weitere Männer, die ihm bei seinen illegalen Geschäften geholfen haben sollen, wurden mitangeklagt. Nun wurde das Urteil im Landgericht München I gefällt.

 

Am 10. Oktober 2018 begann der Prozess im Landgericht München I gegen sieben Männer, die illegale Dopingmittel verkauft haben sollen. Laut Staatsanwaltschaft verkaufte ein 33-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfahlen Anabolika unter dem Namen „JonnyBoy“ in diversen Internet-Foren für Bodybuilder. Später soll er in einem eigenen Labor bei sich zu Hause selbst Dopingmittel hergestellt haben. Mit ihm wurden sechs weitere Männer angeklagt, die dem Mann beim Verkauf und seinen Geschäften mit den Dopingmitteln geholfen haben sollen.

 

Zwei der Angeklagten legten bereits beim Prozessauftakt ein Geständnis ab: Sie konsumierten die Wachstumsmittel selbst jahrelang, stellten sie später auch eigenhändig her und verkauften sie deutschlandweit.

Zwei der Mitangeklagten seien seine besten Freunde, erklärte der 33-jährige Hauptangeklagte. Einer habe ihm seine Garage als Lagerraum für die Dopingmittel zur Verfügung gestellt. Der andere habe zweimal bei der Post die Lieferungen abgeholt. Die Beschuldigten räumten vor Gericht die Beteiligung ein.

Auch zwei Männer aus München sind mitangeklagt. Sie sollen ebenfalls beim Handel geholfen haben. Einer der Münchner war nicht zum Prozessauftakt erschienen. Gegen ihn erließ der Vorsitzende Richter einen Haftbefehl.

 

Am Mittwoch fiel nun das Urteil gegen die sieben Angeklagten: Der 33-jährige Hauptangeklagte muss für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Gegen einen der Angeklagten verhängten die Richter eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten. Außerdem ordnete das Gericht an, den 26-Jährigen wegen seiner Drogensucht in eine Entzugsklinik einzuweisen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger kündigten aber an, keine Revision einzulegen.

Zwei weitere Angeklagte wurden wegen Beihilfe zu Bewährungsstrafen und ein Mann aus München zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie hatten den beiden Hauptangeklagten bei der Lagerung, dem Transport und dem Verkauf der Bizeps-Ampullen geholfen.

 

Doping-Verdacht: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen rund um Evi Sachernbacher-Stehle ein

Die Staatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen im Zusammenhang mit der positiven Dopingprobe von Ex-Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle eingestellt. Das von ihr eingenommene Präparat stelle kein Arzneimittel dar, da der enthaltene Wirkstoffgehalt zu gering sei, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Montag mit.
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Doping: Ermittlungen gegen Trainer von Sachenbacher-Stehle

In der Doping-Affäre um Evi Sachenbacher-Stehle laufen derzeit die Ermittlungen. Die Münchner Staatswanwaltschaft ermittelt nun auch gegen einen Privattrainer der Biathletin.

„Wir haben nunmehr das bislang gegen unbekannt geführte Ermittlungsverfahren, in dem Frau Stehle weiterhin nur Zeugin ist, auf Personen ausgerichtet, die nach den bisherigen Ermittlungen dafür verantwortlich sein könnten, Frau Stehle dieses Präparat zugeführt zu haben“, teilte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

 

Sachenbacher-Stehle war bei den Winterspielen in Sotschi positiv getestet worden. Sie bestreitet vorsätzliches Doping.

 

rr/dpa

Doping: Auch B-Probe bei Sachenbacher-Stehle positiv

Der Doping-Verdacht im Evi Sachenbacher-Stehle hat sich bestätigt. Nun teilte der Deutsche Skiverband, dass auch die B-Probe der 33-jährigen Biathletin positiv ausgefallen sei.

Auszug aus dem olympischen Dorf

Medienberichten zufolge soll Sachenbacher-Stehle bereits das olympische Dorf in Sotschi verlassen haben. Vom Deutschen Olympischen Sportbund gab es jedoch bisher keine Äußerung. Er hatte lediglich ein von der Norm abweichendes Ergebnis der A-Probe bestätigt.

rr

Die Olympischen Ringe.

Doping in Sotschi: Deutscher Sportler positiv getestet

Doping im deutschen Olympia-Team. Wie am Freitag mitgeteilt wurde, soll ein deutscher Athlet bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi positiv auf ein verbotenes Mittel getestet worden sein. Um wen es sich handelt, teilte das deutsche Team jedoch nicht mit.

Evi Sachenbacher-Stehle im Visier

Nach Informationen der dpa soll es sich um die Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle handeln.

Das Internationale Olympische Komitee informierte am Donnerstagabend den Deutschen Olympischen Sportbund darüber, dass bei der A-Probe eines deutschen Sportlers ein von der Norm abweichendes Ergebnis vorliege, so die Mitteilung des Verbandes. Die Öffnung der B-Probe und die Anhörung vor der IOC-Disziplinarkommission seien noch für den Freitag vorgesehen. Danach werde der deutsche Chef de Mission Michael Vesper über den Stand des Verfahren informieren.

rr