Tag Archiv: Drogentote

Spritzen, © Symbolfoto

7. Rauschgifttote in München im Jahr 2019

Es ist der dritte Drogentote innerhalb einer Woche in München. Im Stadtteil Schwabing ist eine 31-jährige Frau Tod in ihrer Wohnung gefunden worden. Die Frau starb an einer Überdosis.

 

Die Münchner Polizei wurde am Mittwoch, gegen 10.15 Uhr, zu einem Notarzteinsatz gerufen. In einer Wohnung in Schwabing-West wurde eine 31 Jahre alte Frau leblos aufgefunden. Aufgrund der Spurenlage vor Ort und einer später durchgeführten Obduktion konnte geklärt werden, dass sie aufgrund einer Überdosis von Rauschmitteln verstarb.

Ein Kriseninterventionsteam übernahm die Betreuung der vor Ort anwesenden Angehörigen.

Die 31-Jährige ist die 7. Rauschgifttote im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums

München im Jahr 2019. Im Vergleichszeitraum 2018 gab es sechs 6 Rauschgifttote.

viele Pillen/Drogen in verschiedenen Farben, © Symbolfoto.

Bayern: Zahl der Drogentoten am höchsten

Nirgendwo in Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben als in Bayern. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Drogenbericht der Bundesregierung hervor. Demnach stieg die Zahl der Drogentoten im Freistaat im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 230. Bundesweit waren es 1002 Tote – ein Plus von sechs Prozent.
Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml reagierte alarmiert: „Eine Konsequenz daraus muss sein, intensiv auf Prävention und Suchthilfe zu setzen.“ In München endete der Drogenkonsum für 41 Menschen tödlich – sechs mehr als im Vorjahr. Noch höher ist der Anstieg in Nürnberg, wo es im vergangenen Jahr 30 Drogenopfer gab – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor (13 Tote).

Zahl der Drogentoten in München deutlich gestiegen

Heroin, Kokain und Crystal Meth – Diese chemischen Substanzen können nach dem ersten Konsum süchtig machen und sind lebensgefährlich. Die Drogen fordern jedews Jahr zahlreiche Opfer. In München ist die Zahl der Todesfälle im Jahr 2013 zum ersten Mal wieder gestiegen, nachdem in den Vorjahren die Zahlen rückläufig waren. Im Bereich des Polizeipräsidiums München kamen 2013 bis zum Wochenende 45 Menschen aufgrund von Drogenkonsum ums Leben, 2012 waren es 39.

Trotz der gestiegenen Zahl verwies ein Sprecher der Münchner Polizei darauf, dass die Tendenz über einen längeren Zeitraum gesehen rückläufig sei. Zwar waren es 2004 laut Statistik noch 65 Tote, 2005 50 Tote sowie 2007 und 2008 wieder jeweils 55 Tote im Bereich des Münchner Polizeipräsidiums. Zwischen 2009 bis 2012 gab es jedoch weniger Drogentote.

„Der Zehnjahresvergleich zeigt auf, dass wir uns momentan eher noch auf einem niedrigeren Niveau befinden, soweit es in den beiden verbleibenden Wochen des Jahres nicht noch zu einem sprunghaften Anstieg nach oben kommt“, sagte der Münchner Polizeisprecher. Durchschnittlich waren die Drogenopfer 35 Jahre alt.

rr/dpa