Tag Archiv: Ecclestone

Ecclestone-Prozess: BayernLB lehnt 25 Millionen ab

BayernLB lehnt Ecclestone-Angebot ab

Bereits nachdem das Verfahren eingestellt worden war, hat die Bayerische Landesbank nun das Angebot von Bernie Ecclestone, 25 Millionen an die Bank zu zahlen, überraschend abgelehnt.

Ecclestone wollte das Geld zusätzlich zu den 100 Millionen zahlen, die er bereits berappen muss, damit das Verfahren eingestellt wird.

Weiterlesen

Ecclestone: Verteidiger beantragen Einstellung des Verfahrens

Im Prozess gegen Formel 1-Boss Bernie Ecclestone haben seine Verteidiger am Dienstagvormittag die Einstellung des Verfahrens beantragt. Zudem boten sie an, dass Ecclestone 25 Millionen Euro als Ausgleich an die BayernLB zahlt. Die Staatsanwaltschaft erklärte, den Antrag prüfen zu müssen, signalisierte zugleich aber, sich mit so einer Lösung anfreunden zu können. Bis wann eine Entscheidung fallen kann, ist noch unklar.

Schmiergeld oder Erpressung?

Die Anklage wirft dem Formel 1-Boss  vor, Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit aus dem Besitz der Landesbank vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Er habe damit Einfluss auf den Besitzer der Formel 1 nehmen und seinen Job an der Spitze sichern wollen. Der 83 Jahre alte Engländer  hat das stets zurückgewiesen und erklärt, sich von Gribkowsky bedroht gefühlt zu haben. Der Prozess läuft seit dem 24. April vor dem Landgericht in München.

Aus Sicht der Anwälte des Formel-1-Bosses haben sich die Vorwürfe bisher nicht erhärten lassen. „Höchst fragwürdig“ sei die strafrechtliche Verantwortung des Briten, erklärten seine Anwälte am Dienstag vor dem Landgericht München. Außerdem sei es ein „extrem belastendes Verfahren“ für den 83-Jährigen, heißt es in der am Dienstagvormittag vorgetragenen schriftlichen Erklärung. Dass  der BayernLB ein Vermögensnachteil durch die Vorgänge rund um den Verkauf der Formel-1-Anteile  entstanden sei, sei „nicht ersichtlich“ so die Verteidiger.

Deadline 8. August

Das Angebot, der BayernLB 25 Millionen Euro Ausgleich zu zahlen, will Ecclestone laut Verteidigung bis zum 8. August aufrecht halten. Bis dahin sollte also eine Entscheidung fallen, ob der Prozess eingestellt wird. Alles hängt nun von den Beratungen der Staatsanwaltschaft ab.

Am Mittwoch soll eigentlich erneut Hauptzeuge Gerhard Gribkowsky als Zeuge vor Gericht erscheinen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber noch unklar, ob er wirklich noch kommen muss.

mh

München: Prozess gegen Ecclestone geht nach drei Wochen Pause weiter

Nach knapp drei Wochen Pause wird der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Dienstag (9.00) fortgesetzt.

 

Als Zeugin vor dem Landgericht München ist erneut eine Mitarbeiterin des ehemaligen Bankvorstandes Gerhard Gribkowsky geladen. Sie war bereits Anfang des Monats stundenlang zu den Umständen des Formel-1-Verkaufs im Jahr 2006 befragt worden. Es blieben aber noch Fragen offen, so dass sie nochmals kommen soll.

 

Bestechung aus Angst?

 

Ecclestone muss sich seit Ende April vor Gericht verantworten, weil er dem Banker Gribkowsky beim Besitzerwechsel der Rennserie vor acht Jahren 44 Millionen Dollar gezahlt hat. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Bestechungsgeld handelte. Laut Anklage wollte Ecclestone erreichen, dass Gribkowsky die Formel-1-Mehrheit, die damals noch der Bayerischen Landesbank gehörte, an seinen Wunschkäufer CVC verkauft und er Chef bleiben durfte.

 

Der 83-jährige hatte erklärt, er habe sich von dem Banker bedroht gefühlt und ihm aus Angst vor einer Anzeige bei den Steuerbehörden das Geld gezahlt. Der Brite musste an allen bislang elf Verhandlungstagen persönlich nach München kommen. Ein rasches Ende im Prozess ist nicht in Sicht. Das Gericht hat bereits Zeugen bis Anfang August geladen.

 

RG / dpa

Drei ehemalige Bayern LB-Vorstände Zeugen im Ecclestone-Prozess

Drei ehemalige Vorstände der BayernLB sind am Mittwoch (9.30 Uhr) als Zeugen im Münchner Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geladen. Der frühere Landesbankchef Werner Schmidt und seine damaligen Kollegen Dieter Burgmer und Ralph Schmidt sollen zum Verkauf der Formel-1-Mehrheit befragt werden, die früher der Landesbank gehörte.

 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Ecclestone bei dem Verkauf Einfluss auf die Auswahl des Käufers nehmen wollte und dem damaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky deshalb 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt hat. Der 83-jährige Angeklagte hatte dies bestritten und von Bedrohungen durch Gribkowsky gesprochen. Der Brite steht seit Ende April vor dem Landgericht und musste an allen bislang zehn Prozesstagen persönlich nach München kommen.

 

Gribkowsky war bereits vor zwei Jahren zu einer langjährigen Haftstrafe wegen Bestechlichkeit verurteilt worden und ist der wichtigste Zeuge im Prozess.

 

RG / dpa

Ecclestone-Prozess unterbrochen

Der Schmiergeldprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone vor dem Landgericht München ist am heutigen Dienstag (20.05.) wegen einer starken Erkältung des 83-Jährigen unterbrochen worden. Auf Bitten von Ecclestones Verteidigern vertagte der Vorsitzende Richter Peter Noll die Verhandlung nach zwei Stunden bis zum Mittwoch. Ecclestone muss auch in den nächsten Wochen zweimal wöchentlich zum Prozess nach München kommen. Die Anklage wirft ihm vor, dem bayerischen Banker Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren 44 Millionen Dollar gezahlt zu haben, um seinen Job an der Spitze der Rennserie zu sichern. Ecclestone wies den Bestechungsvorwurf zurück.

 

 

 

Aktueller Stand des Prozesses:

 

 

Für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist der sechste Verhandlungstag in seinem Münchner Bestechungsprozess trotz einer starken Erkältung gut gelaufen. Eine wichtige Zeugin ließ am Dienstag Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Hauptbelastungszeugen Gerhard Gribkowsky aufkommen. Sie hatte den Ex-Vorstand der bayerischen Landesbank als Staatsanwältin kurz vor seiner Verhaftung Ende 2010 mehrfach vernommen. Dabei habe der Banker verschiedene Versionen über die Gründe für sein ungewöhnlich hohes Millionenvermögen erzählt. Gribkowsky habe «mit den Geschichten total geschwankt», sagte Hildegard Bäumler-Hösl.

 

Der Vorsitzende Richter Peter Noll griff den Begriff umgehend auf. «Die Geschichten des Dr. Gribkowsky – das ist eine schöne Überschrift.» Trotzdem müsse es gelingen, den «Pudding an die Wand zu nageln.» Der Banker war bereits drei Tage lang als Zeuge vernommen worden, muss aber Ende Juli noch einmal kommen, weil Ecclestones Verteidiger noch Fragen haben.

 

Gribkowsky hatte im Jahr 2006 im Auftrag der bayerischen Landesbank die Mehrheit an der Formel 1 verkauft und dabei 44 Millionen Dollar von Ecclestone erhalten. Während er das Geld als Bestechungsgeld darstellte und dafür zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, begründete Ecclestone die Zahlungen mit Bedrohungen durch Gribkowsky. Seine Anwälte wollen dem Banker in dem Prozess Lügen nachweisen und zeigten sich sichtlich erfreut von dem Wortwechsel über Gribkowskys «Geschichten».

 

 
Auch der 83-jährige Ecclestone, der von seiner Erkältung mitgenommen aussah, hörte aufmerksam zu. Auf Wunsch seiner Anwälte wurde der Prozess wegen seines Gesundheitszustandes nach der Vernehmung der Staatsanwältin vorzeitig unterbrochen und bis zum Mittwoch vertagt. Ecclestone müsse sich schonen, um das weitere Verfahren durchzuhalten. Er war stark heiser und musste mehrmals husten. «Wir werden selbstverständlich auf Ihren Gesundheitszustand Rücksicht nehmen», sagte Richter Noll.

 

Mit Staatsanwälten und Richtern ist der Angeklagte seit Dienstag ein Stück weit zusammengerückt. Nach fünf Verhandlungstagen im großen, fensterlosen Saal des Justizgebäudes fand der Prozess erstmals in einem deutlich kleineren Raum mit Fenstern statt. Dort soll es auch künftig an zwei Tagen pro Woche weitergehen. Als Angeklagter muss Ecclestone an allen Tagen persönlich nach München kommen.

 

 

 

 

 

© Landgericht München

Ecclestone-Prozess: Bestechungsversuch in Singapur?

Im Schmiergeldprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat der Banker Gerhard Gribkowsky am heutigen Dienstag nachgelegt. Am zweiten Tag seiner Zeugenvernehmung vor dem Landgericht München berichtete der ehemalige Vorstand der BayernLB den Richtern ausführlich von einem angeblichen Bestechungsversuch in Singapur, bei dem ihm Ecclestone 80 Millionen Dollar geboten habe. Für die Richter war diese Summe am vorigen Freitag neu, daher hatten sie den Prozess umgehend vertagt.

 

Bei der Fortsetzung der Zeugenvernehmung erzählte Gribkowsky, Ecclestone habe ihm damals zu verstehen gegeben, Singapur sei der letzte Weg, um Geld zu verstecken. «Ich hatte das so verstanden, dass Ecclestone dort viele Menschen kenne, unter anderem den Polizeipräsidenten.» Gribkowsky schlug dieses Angebot aber aus. «Das war mir alles zu dubios und passte vorne und hinten nicht.»

 
Später floss dann aber doch Geld von Ecclestone an Gribkowsky: Insgesamt 44 Millionen Dollar, für die sich der 83-jährige Brite wegen Bestechung verantworten muss. Gribkowsky nahm das Geld an und wurde dafür bereits zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. «Ich hab die Karotte geschnappt oder die Wurst in die Pfanne gezogen», sagte er.

 

 

jn / dpa

Oberlandesgericht München: Ecclestone trifft auf Gribkowsky

Gerhard Gribkowsky, der wichtigste Zeuge  im Prozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, sagt heute im Oberlandesgericht aus.

Gribkowsky, der ehemalige Vorstand der BayernLB, selbst sitzt bereits im Gefängnis –  das Gericht hat ihn wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung bereits zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt, da er beim Verkauf der Mehrheit der Formel 1 die Summe von 44 Millionen angenommen hatte.

Ecclestone bleibt unterdessen dabei, dass Gerhard Gribkowsky ihn erpresst habe und er gezwungen war, dem Boss der Formel 1 die Millionen zu zahlen.

Die Staatsanwaltschaft glaubt Ecclestone aber nicht und wirft ihm weiterhin Bestechung des Vorstandes der Bayerischen Landesbank vor. Er habe nur seine Macht an der Spitze seines Konzerns erhalten wollen.

Die Frage, die heute auch vor allem im Raum steht, ist, ob Ecclestone im vollen Bewusstsein darüber gehandelt hatte, dass Gribkowsky Staatsangesteller war, als er ihm das Geld bezahlte. In diesem Fall würde das Strafmaß für Bestechung auf bis zu zehn Jahre Gefängnis steigen.

 

Internationaler Prozess – schwieriges Vorankommen

 

Am heutigen Tag darf Ecclestone wohl direkt auf die Aussagen von Gerhard Gribkowsky antworten.

Die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern gestaltet sich aber recht schwierig.

Der vorsitzende Richter, Peter Noll, lässt sich das ganze Gespräch dolmetschen, da er den anwesenden nicht sein schlechtes Englisch zumuten will.

 

Weitere Updates zum Prozess gibt es in Kürze!

 

adc

 

München: Auftakt im Prozess gegen Ecclestone

Ab heute muss sich der Formel-1-Chef Bernie Ecclestone vor dem Münchner Landgericht wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten.

Mit einer schwarzen Limousine wurde Bernie Ecclestone zum Justizgebäude des Münchner Landgerichts gefahren. Eine halbe Stunde vor Beginn der Verhandlung ist der 83 Jahre alter Formel-1-Chef eingetrofffen. Von heute an muss er sich wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten. Ecclestone wird vorgeworfen, dem ehemaligen Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 44 Millionen US-Dollar gezahlt zu haben, damit dieser im Jahr 2006 den Verkauf der Formel 1 in Ecclestones Sinne abwickelt. Ecclestone hatte die Vorwürfe bestritten und angekündigt, vor Gericht seine Unschuld beweisen zu wollen.

 

Gericht schließt Deal im Ecclestone-Prozess nicht aus

Im Prozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schließt das Landgericht München einen Deal zwischen  Staatsanwaltschaft und Verteidigung über das Strafmaß nicht aus. Im Moment gebe es keine Hinweise auf Absprachen zwischen den Beteiligten, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz kurz vor Prozessbeginn am Donnerstag in München. „Ausgeschlossen ist es aber nicht“, fügte sie hinzu.

 

Insgesamt sind 26 Verhandlungstage geplant, der zweite findet am 2. Mai statt. Bei einer Verurteilung erwarten Ecclestone 1-10 Jahre Haft.

 

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar

 

Ein Team von münchen.tv ist vor Ort und berichtet über den Prozess. Auf münchen heute gibt es um 18:00 Uhr, 19:00 Uhr und 21:00 Uhr gibt es den Beitrag zu sehen.

 

 

rr/dpa

Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Der Ecclestone-Prozess – ein Überblick

Bernie Ecclestone muss die Glitzerwelt der Formel 1 gegen einen tristen Gerichtssaal in München eintauschen. An diesem Donnerstag beginnt der Bestechungsprozess gegen den 83 Jahre alten Geschäftsführer der Motorsport-Königsklasse. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Strafverfahren:

 
Was wirft die Staatsanwaltschaft Ecclestone vor?

 
Ecclestone muss sich wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue in einem besonders schweren Fall vor Gericht verantworten. Er soll dem ehemaligen Vorstand der BayernLB, Gerhard Grikowsky, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt und sich einen Großteil davon in Form einer Beraterprovision von der BayernLB zurückgeholt haben. Der BayernLB ist dadurch laut Anklage ein Schaden von umgerechnet knapp 35 Millionen Euro entstanden.

 

Woher kannte Ecclestone den Banker Gribkwosky?

Die beiden Männer haben sich getroffen, als die bayerische Landesbank ihre Mehrheit an der Formel 1 verkaufen wollte. Die Anteile an der Rennserie waren ihr als Pfand für die Pleite der Kirch-Gruppe zugefallen. Weil die Bank nicht viel damit anfangen konnte, sollte Gribkowsky die Beteiligung zu Geld machen. Dabei kam er im Jahr 2006 immer wieder mit dem mächtigen Formel 1-Lenker Ecclestone zusammen, den der Besitzerwechsel alles andere als kalt ließ

 
Warum hat Ecclestone Gribkowsky 44 Millionen Dollar gezahlt?

Aus Angst vor einem Machtverlust bei der Formel 1, meint die Münchner Staatsanwaltschaft. Wie aus der Anklage hervorgeht, wollte Ecclestone Einfluss auf die Auswahl des Käufers der Formel 1 nehmen und zahlte deshalb Millionen an Gribkowsky, damit er den britischen Investor CVC aussucht. So hatte hatte es auch Gribkowsky in seinem Prozess vor Gericht erzählt und wurde deshalb im Sommer 2012 zu achteinhalb Jahren wegen Bestechung verurteilt. Ecclestone stellte die Zahlung hingegen als eine Art Schweigegeld dar: Er habe befürchtet, dass Gribkowsky ihn bei den britischen Steuerbehörden anzeige und ihn deshalb «friedlich, freundlich und ruhig» habe halten wollen. «Die behauptete Bestechung gab es nicht», erklärten Ecclestones Anwälte vor Prozessbeginn.

 

Muss Ecclestone immer persönlich zu dem Prozess kommen?

Ja, als Angeklagter in einem Strafprozess muss der 83-Jährige an allen Tagen persönlich vor Gericht erscheinen. «Die Hauptverhandlung hat stets in Anwesenheit des Angeklagten stattzufinden», sagt eine Gerichtssprecherin. Notfalls könne das Erscheinen per Haftbefehl erzwungen werden. Das hätte aber zur Folge, dass Ecclestone nicht mehr aus seinem Heimatland England ausreisen und somit zu keinem Rennen im Ausland mehr fliegen könnte. Deshalb rechnet niemand damit, dass er unentschuldigt fehlen wird. Eine Entschuldigung kann eine Krankheit sein, die von einem Amtsarzt attestiert wird. Nach Einschätzung der Münchner Richter wird sich Ecclestone dem Verfahren aber stellen und zum Prozess kommen. Auch er selbst hatte vor wenigen Tagen in einem Interview signalisiert, dass er Interesse daran hat, die Vorwürfe gegen ihn vor Gericht klarzustellen.

 

Muss Ecclestone am Ende ins Gefängnis, so wie Uli Hoeneß?

Das gilt als unwahrscheinlich. In Justizkreisen wird nicht mit einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung für den 83-jährigen gerechnet. Falls Ecclestone verurteilt wird, hängt das Strafmaß aber auch von seinem Verhalten vor Gericht ab. Ein Geständnis wirkt sich normalerweise strafmildernd aus, weil es einen langen und aufwändigen Prozess erspart. Bei Gribkowsky kam das Geständnis nach acht Monaten Verhandlungsdauer mit unzähligen Zeugen allerdings so spät, dass es die Höhe der Haftstrafe nicht mehr stark beeinflusste. Die Richter stellen sich erstmal auf einen langen Prozess gegen Ecclestone ein: Bis Mitte September sind mehr als 20 Verhandlungstage eingeplant.

 

 

jn / dpa

Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Ecclestone stellt sich dem Gericht

«Nach meiner Kenntnis wird sich Herr Ecclestone dem Verfahren stellen», sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in München. Der Prozess gegen den 83-Jährigen beginnt am 24. April.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dem früheren Vorstand der bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Damit habe Ecclestone sicherstellen wollen, dass der Banker den Verkauf der Rennserie in seinem Sinne regelt. Gribkowsky war im Sommer 2012 bereits zu achteinhalb Jahren Haft wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Er gilt als wichtigster Zeuge im Prozess gegen Ecclestone, der die Vorwürfe stets bestritten hatte.

 

Der Ende April beginnende Schmiergeldprozess stößt bereits vor Beginn auf ein großes Medieninteresse. Am Montag informierte das Landgericht München über die Platzvergabe an Journalisten. Wie bereits beim Prozess gegen den früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß waren zum Start der Akkreditierungsfrist in der vorvergangenen Wochen binnen Sekunden Hunderte Anmeldungen eingegangen, hieß es.

Angesichts der Größe des Saals hat das Gericht in den ersten vier Tagen des Verfahrens 100 Plätze für Journalisten vorgesehen. Danach wechselt der Prozess in einen kleineren Raum, in dem noch 20 Plätze für Medienvertreter reserviert sind. Das Verfahren soll am 24. April beginnen und sich zunächst über 26 Sitzungstage erstrecken.

 

 

jn / dpa

Oberlandesgericht München von außen

Ecclestone: nächster Mammut-Prozess in München

Der nächste Mammut-Prozess vor dem Oberlandesgericht in München wirft seine Schatten voraus. Am 24. April muss sich Formel 1-Boss Bernie Ecclestone wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue verantworten. Vorerst sind 26 Verhandlugstage angesetzt. Der letzte mit einem möglichen Urteil ist für den 16. September 2014 termniniert.
350 Akkredtierungswünsche gingen bei der Pressestelle des Oberlandesgerichts ein, münchen.tv konnte einen der begehrten Sitzplätze im Saal ergattern.
Da gleichzeitig der NSU-Prozess fortgeführt wird, wird nur an den ersten fünf Prozesstagen im größten Saal verhandelt.
mh

Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Ecclestones Verteidiger: „Es gab keine Bestechung“

Die Verteidiger von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone haben die Bestechungsvorwürfe der Münchner Staatsanwaltschaft gegen den 83-Jährigen erneut zurückgewiesen. Die Zulassung der Anklage sei kein Befund in der Sache selbst, teilten die Anwälte Sven Thomas und Norbert Scharf am Donnerstag mit.

 

«Es verbleibt dabei: Die behauptete Bestechung gab es nicht.» Die Vorwürfe seien unzutreffend und ergäben kein schlüssiges Bild.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft Ecclestone Bestechung und Anstiftung zur Untreue des ehemaligen BayernLB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile vor. In dem bevorstehenden Prozess müssen die Aussagen von Gribkowsky über die Umstände der Millionenzahlungen nach Ansicht der Anwälte aber hinterfragt werden. Es gebe verschiedene Versionen und diese seien nicht zu halten.

 

Gribkowsky war 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er darf das Gefängnis aber seit einigen Monaten wieder tagsüber verlassen und einer neuen Arbeit nachgehen. Auch diese Erlaubnis zum Freigang werfe Fragen auf, erklärten die Anwälte. Für bayerische Justizverhältnisse sei die Haftlockerung ungewöhnlich früh gewährt worden.

 

 

jn / dpa

Aufnahme des Oberlandesgerichts

Ecclestone wegen Bestechung vor Gericht

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone muss sich wegen des Verdachts der Bestechung vor Gericht verantworten. Das Landgericht München habe die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den 83-jährigen Briten zugelassen, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in München.

 

Die Staatsanwaltschaft hatte Ecclestone im Juli der Bestechung und Anstiftung zur Untreue angeklagt. Nun muss sich Ecclestone in einem Prozess vor Gericht verantworten und als Angeklagter auch persönlich erscheinen.

 

Hintergrund:

 
Ecclestone soll beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB im Jahr 2006 von dem zuständigen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky 66 Millionen Dollar Provision kassiert und ihm dann 44 Millionen Dollar heimlich zurückgegeben haben, damit er den Verkauf der Formel 1 in seinem Sinne regelte. Gribkowsky wurde 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

 

Ecclestone hat die Bestechungsvorwürfe stets bestritten und versichert, er habe «nichts Illegales» getan. Der Vorsitzende Richter Peter Noll hatte bei der Urteilsverkündung gegen Gribkowsky allerdings gesagt, Ecclestone habe den Banker «ins Verbrechen geführt». Auch die Entscheidung über die Anklage gegen Ecclestone lag nun bei Nolls Kammer.

 

 

jn / dpa

Strafverfahren gegen Bernie Ecclestone startet nächstes Jahr in München

Das Landgericht München will erst nächstes Jahr über einen möglichen Korruptions-Prozess gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone entscheiden. Die Verteidiger hätten noch weitere umfangreiche Stellungnahmen angekündigt, die abgewartet werden sollen, teilte das Gericht am Freitag mit. Weil außerdem noch ein Richterwechsel in der zuständigen Wirtschaftsstrafkammer unmittelbar bevorstehe, sei «mit einer Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens in diesem Jahr also nicht mehr zu rechnen».

Die Staatsanwaltschaft hat Ecclestone der Bestechung und Anstiftung zur Untreue angeklagt. Er soll beim Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB im Jahr 2006 von dem zuständigen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky 66 Millionen Dollar Provision zugeschanzt bekommen haben und Gribkowsky dann 44 Millionen Dollar heimlich zurückgegeben haben, damit er den Verkauf der Formel 1 in seinem Sinne regelte. Gribkowsky wurde 2012 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

 

mt / dpa