Tag Archiv: Einreise

Polizei hält mit Kelle Autofahrer auf., © Beispielfoto

Erding: Vier Flüchtlinge aus LKW gerettet

Beamte der Polizei Erding hielten gestern Abend (24.04.2017) auf der Bundesstraße 388 in Bockhorn zwei hintereinanderfahrende türkische Sattelzüge an. Bei der Kontrolle der Fahrzeuge entdeckten die Beamten auf einem der beiden Sattelauflieger vier unbekannte Männer in teils geschwächtem und dehydriertem Zustand. Die vier Männer wurden sofort mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gefahren. Die Kriminalpolizei Erding ermittelt jetzt wegen des Verdachts der illegalen Einschleusung von Ausländern. Weiterlesen

Passkontrolle, Einreise, Flughafen, München, Bundespolizei, © Die Passkontrolle der Bundespolizei

Verschärfte Grenzkontrollen – Änderungen im Schengener Grenzkodex

Ab dem 7. April werden Änderungen im Schengenraum über die Flug- und Seehäfen wirksam. Deutschland ist einer von insgesamt 26 Mitgliedstaaten des Schengenabkommens, für den der Beschluss der Europäischen Union Auswirkungen haben wird.

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Gefälschter Preußischer Heimatschein, © Fantasiedokumente eigenen sich nicht zum Reisen und beenden diese noch bevor sie angefangen hat

„Heimatschein des Freistaates Preußen“ – Dokumentfälschung mal anders

Gestern, am 30.03.2017, versuchten drei Reisende am Münchner Flughafen ihr Glück mit gefälschten Ausweisdokumenten. Sie wollten von Deutschland ins Ausland reisen – ihre Versuche scheiterten teils nicht nur an den schlechten Fälschungen an sich, sondern bereits an der Idee: Weiterlesen

Steigende Asylbewerberzahlen werden erwartet, © Erstaufnahmeeinrichtung in München

Innenminister Herrmann: Asylverfahren müssen weiter verbessert werden

Die gesunkenen Asylbewerberzahlen in Deutschland sind nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kein Beleg für ein Ende der chaotischen Migrationsverfahren.

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Am Bahnhof in Freilassing stehen eben angekommene Flüchtlinge, © Bayern will eine Obergrenze für Flüchtlinge

Bayern will Familiennachzug von Ausländern begrenzen

„Wir schaffen das“ – das gilt wohl nicht in Bayern. Denn die CSU will eine Obergrenze für neu eintreffende Flüchtlinge einführen. Aber nicht nur das: Auch der Familiennachzug soll strenger reguliert werden.

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München: Strafanzeige statt Arbeit in Österreich

Außerplanmäßig endete am Freitag (4. Juli) bereits in München die Österreichreise einer Dominikanerin. Die 26-Jährige hatte bei der Einreisekontrolle am Münchner Airport versucht, die Bundespolizisten mit einem gefälschten belgischen Aufenthaltstitel zu täuschen. Die Beamten nahmen die Frau vorläufig fest.

 

Die dominikanische Staatsangehörige hatte den Bundespolizisten bei ihrer Einreise aus Punta Cana ihren dominikanischen Reisepass und eine belgische Aufenthaltskarte vorgelegt, die sie als Familienmitglied eines EU-Staatbürgers auswies. Zu den Reiseumständen befragt, verstrickte sich die junge Frau zunehmend in Widersprüche. Außerdem stellten die Beamten mit geschultem Auge fest, dass der Reisepass zwar echt, die Aufenthaltskarte aber gefälscht war.

 

Bei der Vernehmung gab die Frau schließlich zu, noch nie in Europa gewesen zu sein und auch keine europäischen Verwandten zu haben. Den belgischen Aufenthaltstitel habe sie vor einem Jahr von einem in Belgien lebenden Landsmann für umgerechnet etwa 1.300 Euro gekauft. Nachdem sie das Geld überwiesen hatte, habe der Unbekannte ihr die Karte per Post zugeschickt. Jetzt sei sie auf dem Weg nach Österreich, wo sie in Zukunft leben und im Reinigungsgewerbe arbeiten wolle.

 

Daraus wurde nichts. Stattdessen musste die Dominikanerin am Sonntagvormittag (6. Juli) mit einer Anzeige wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise im Gepäck nach Punta Cana zurückfliegen.

 

RG / Polizei

Artistengruppe wegen unerlaubtem Aufenthalt angezeigt

Ohne gültige Papiere in Deutschland unterwegs

Die Bundespolizei am Münchner Flughafen hat am Montag gleich zwölf chinesische Staatsangehörige ertappt, die sich länger im Bundesgebiet aufhielten, als sie es hätten tun dürfen.

Der kontrollierende Beamte staunte nicht schlecht, als bei der Ausreisekontrolle des Fluges nach Peking eine zwölfköpfige chinesische Artistengruppe vor ihm stand. Allerdings nicht ob der Kunststücke, die die zum Teil jugendlichen Reisenden mit Sicherheit perfekt beherrschen. Sondern eher wegen des Umstands, dass keiner der zwölf gültige Reisedokumente vorweisen konnte.

 

Visa war 43 Tage überzogen
Die Reisenden wiesen sich zwar mit gültigen chinesischen Reisepässen aus, die Gültigkeit ihrer deutschen Schengenvisa hatten sie allerdings um 43 Tage überzogen. Ermittlungen der Bundespolizei ergaben schließlich, dass die Chinesen im Alter von 16 bis 54 Jahren bereits Anfang Dezember 2013 mit gültigen Papieren in Frankfurt einreisten. Sie nahmen dann für ein paar Wochen ein Engagement in einem deutschen Zirkus wahr. Anschließend reisten sie nach Budapest, um dort ebenfalls in einem Zirkus aufzutreten.Bei ihrer Wiedereinreise aus Ungarn waren dann ihre Visa schon nicht mehr gültig. Dennoch nahmen die Akrobaten erneut eine Einladung zu Auftritten in einem deutschen Zirkus bis zum 6. April wahr.

Daher müssen sich die Zirkuskünstler jetzt wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts verantworten. Zu den Vorwürfen wollte sich keiner der Chinesen äußern. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten alle zwölf ihre Heimreise wie geplant antreten.

rr/Bundespolizei München

Kontrolle am Münchner Flughafen, © Am Flughafen sollen mehrere Mitarbeiter wegen Gasen aus Sprengstoff - Kontrollgeräten erkrankt sein

Bundespolizei nimmt Iraker mit gefälschten Papieren fest

Bundespolizisten am Münchner Airport haben am Sonntagmittag einen irakischen Staatsangehörigen bei dem Versuch festgenommen, mit gefälschten Dokumenten nach Großbritannien auszureisen. Die Beamten stellten mit geschultem Auge fest, dass bei der vorgelegten italienischen Identitätskarte das Lichtbild ausgetauscht worden war.

Der Mann war Ende Januar ganz legal mit einem Schengenvisum in Italien eingereist und jetzt in Begleitung seiner italienischen Ehefrau auf dem Weg nach Manchester. Als der Bundesbeamte an der Ausreisekontrolle die ihm vorgelegte „Carta d’Identità“ in Augenschein nahm, suchte der Iraker erst mal das Weite. Der Beamte holte ihn aber schnell ein und nahm den 39-Jährigen vorläufig fest. Zudem beobachtete er den angeblichen Italiener auch noch dabei, wie dieser versuchte, seiner Begleiterin seine Geldbörse zuzustecken. Auch die Dame musste deshalb die Bundespolizisten auf die Wache begleiten.

In der Geldbörse fanden die Beamten einen britischen Führerschein, der auf die echten Personalien des Mannes ausgestellt war.

Bei der Vernehmung erklärte der 39-Jährige den Beamten, er habe 2007 in Großbritannien gelebt und gearbeitet. Dort habe er auch seine heutige Ehefrau geheiratet und sei mit ihr später in den Irak gegangen, wo er mit ihr zusammen lebe. Er und seine Frau haben Ende 2013 in Erbil im Nordirak bei der italienischen Botschaft ein Visum für ihn beantragt. Dabei sei ihnen eine andere Italienerin behilflich gewesen, von der er später auch die italienische Identitätskarte bekommen habe. Dafür habe die italienische Unbekannte 5.000 US-Dollar von ihm bekommen. Der 39-Jährige unterstrich immer wieder, der Meinung zu sein, dass die Carta d’Identità echt sei. Er brauche diese schließlich, um nach Großbritannien zu reisen, da sein Schengenvisum dort nicht gilt. In England habe er einen Lastwagen für den Irak kaufen wollen. Warum das Dokument auf einen anderen Namen lautet, könne er sich auch nicht erklären.

Die Begleiterin des Mannes erzählte den Beamten eine andere Geschichte über das gefälschte Dokument. Sie habe dieses im Jahr 2010 von ihrem Neffen erhalten. Dieser habe auch das Lichtbild ihres Mannes darin angebracht. Dafür habe er 5.000 US-Dollar verlangt. Das Geld habe sie ihm aber nie gegeben. Sie sei dann mit der Identitätskarte im Gepäck nach Erbil geflogen, habe dort mit Hilfe der von ihrem Mann erwähnten Italienerin das Visum für ihren Mann beantragt. Nach Erhalt des Visums sei sie mit ihrem Ehemann Ende Januar nach Europa geflogen. Jetzt habe sie ihn nach Großbritannien begleiten wollen. Dafür muss sich die 49-Jährige nun wegen Beihilfe zur Urkundenfälschung und Verbringens von falschen amtlichen Ausweisen verantworten.

Auch nachdem die Bundesbeamten den Iraker mit der Aussage seiner Ehefrau konfrontierten, beharrte er weiterhin darauf, dass die italienische Identitätskarte echt sei. Trotzdem muss sich der 39-Jährige wegen Urkundenfälschung sowie unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts verantworten. Dafür musste er eine Sicherheitsleistung von 350 Euro bei der Bundespolizei hinterlegen.

Eigentlich hätte sich das Ehepaar den Aufwand und die Unannehmlichkeiten ersparen können. Der Iraker genießt als Ehepartner einer EU-Staatsangehörigen in allen Ländern der Europäischen Union Freizügigkeit und kann somit innerhalb der EU mit seinem gültigen irakischen Reisepass in Begleitung seiner italienischen Ehefrau problemlos reisen.

rr/Bundespolizei