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Eingebrochen im Eis: So verhalte ich mich richtig

In München ist die brüchige Eisfläche des Nymphenburger Kanals geräumt worden, da ein Erwachsener und ein Kind im Eis eingebrochen sind. Sobald die Gewässer zufrieren, animiert der Winter die Menschen zum Eislaufen, Eishockey spielen oder Stockschießen. Dabei ist dringend davon abzuraten an den ersten kalten Tagen oder bei Tauwetter die zugefrorenen Eisflächen zu betreten. Bei einem Einbruch besteht Lebensgefahr. 

Wenn ein See gefriert, sollte man nicht gedankenlos die Eisfläche betreten. Erst wenn die Eisschicht dick genug ist, kann man ihn gefahrlos betreten. Das Referat für Gartenbau ist zuständig für die Freigabe von Eisflächen. Sie werden erst freigegeben, wenn die Eisschicht eine Dicke von 16 cm besitzt. Nur freigegebene Eisflächen dürfen offiziell betreten werden. In München sind der Zeit keine zugefrorenen Eisflächen freigegeben wegen der geltenden Corona-Maßnahmen in Bayern. Mindestabstände werden oft nicht eingehalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung wird von vielen Menschen an der frischen Luft nicht getragen.Wer sich beim zuständigen Amt erkundigt, ob das Eis schon Personen tragen kann, minimiert die Gefahr im Eis einzubrechen. Wer allein eine Eisfläche betritt, setzt sich der Gefahr aus, niemanden auf sich aufmerksam machen zu können. Im Notfall könnte keiner Hilfe rufen.

Im kalten Wasser reagiert der Körper auf die Kälteeinwirkung mit einem erhöhten Puls sowie einer schnelleren Atmung. Infolgedessen tritt Panik auf und der Eiseinbruch kann sogar zum Ertrinken führen. „Man spricht von einer Überlebenszeit von 3 Minuten, wenn man ins Eis eingebrochen ist.“, sagt Matthias Probst, Taucheinsatzführer der Berufsfeuerwehr von München. Bei einem Eiseinsturz beginnt der Körper sich augenblicklich zu zentralisieren, um die lebenswichtigen Organe mit Blut zu versorgen. Die Hände werden dabei mit weniger Blut versorgt und kühlen daher sehr schnell aus. Dadurch entsteht ein schmerzhaftes Gefühl in den Extremitäten. Trotz dieser Anzeichen des Körpers ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Machen Sie keine hektischen Bewegungen, sondern versuchen Sie sich zurück aufs Eis zu heben. Der Verlust von Motorik der Hände schränkt eine Selbstrettung durch Festhalten enorm ein. Deshalb meiden Sie hektische Bewegungen.

Auch nach einer Rettung ist die Gefahr noch nicht ausgestanden. Es besteht noch über mehrere Stunden die Gefahr einer Unterkühlung des Körpers. Dazu bringt man die gerettete Person in einem warmen Raum, zieht die nasse Kleidung aus und ersetzt Sie durch eine warme Decke. Das Opfer sollte möglichst wenig bewegt werden.

Wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie eingebrochen sind im Eis:

  1. Nicht in Panik geraten und Ruhe bewahren
  2. Machen Sie auf sich aufmerksam, indem Sie um Hilfe rufen
  3. Vermeiden Sie wildes Gestikulieren, da der Körper bei Bewegung schneller auskühlt
  4. Halten Sie sich am Rand der Bruchstelle fest
  5. Bewegen Sie sich langsam Richtung Ufer vor

Für Helfer gilt grundsätzlich: Über die Telefonnummer 112 der Feuerwehr oder die Telefonnummer der Polizei 110 kann Hilfe angefordert werden. Gehen Sie nicht zu nah an den Unfallort, andernsfalls besteht die Gefahr selbst einzubrechen. Versuchen Sie die betroffene Person mit einem langen Gegenstand zu erreichen wie einem Ast oder einem Rettungsgerät. Ist kein Rettungsring oder eine Leiter  in der Nähe, dann legen Sie sich mit dem Bauch flach auf das Eis, um das Gewicht zu verteilen und bewegen sich langsam zum Opfer.

Wer die betroffene Person rettet, sollte sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen. Im besten Fall sollte die Rettung von Land aus stattfinden. Niemals sollte sich der Retter stehend dem Unfallort nähern, sondern sich liegend mit einem Seil gesichert  zur Einbruchstelle heranwagen. Gefährlicher gestaltet sich die Rettung, wenn der Eingebrochene unter die Eisdecke gerät.

Für diesen Fall kommen bei der Berufsfeuerwehr München Strömungstaucher zum Einsatz. Dieser Ausbildungsweg bei der Feuerwehr ist eine Gerätetauch-Technik, die es erlaubt, in Gewässern mit einer Strömung zu tauchen. Dabei muss der Taucher unbedingt durch eine Leine gesichert sein. Bekleidet in einem speziellem Neoprenanzug, taucht er unters Eis und zieht die im Eis eingebrochene Peroson an die Wasseroberfläche. Ein anderer Feuerwehrmann fährt mit einem Schlitten, welcher ebenfalls durch eine Leine gesichert ist zur Person und hebt diese auf den Schlitten. Die anderen Feuerwehrmänner ziehen die Person dann ans Ufer. Im aufgeheizten Feuerwehrauto bekommt die Person eine warme Decke und die nasse Kleidung muss sofort entfernt werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden.

 

Wie Sie sich verhalten sollen, wenn Sie Zeuge sind, wie jemand im Eis eingebrochen ist:

  1. Den Notruf 112 oder die Polizei 110 anrufen
  2. Beruhigen Sie die eingebrochene Person
  3. Mit Hilfsmitteln wie Rettungsgeräten, die teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden sind oder ähnlichen Gegenständen, die eingebrochene Person absichern
  4. Nähern Sie sich nur der ins Eis eingebrochenen Person, wenn Sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind
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