Tag Archiv: Ertrunken

König Ludwig, Denkmal, Corneliusbrücke, Kini, © Bauplan des neuen König Ludwig ll. Denkmals

Sensationsfund: Wohl letzter Brief von Ludwig II. präsentiert

Der wohl letzte Brief des sagenumwobenen Bayern-Königs Ludwig II. nährt Zweifel an der Theorie vom verrückten «Kini». Der CSU-Politiker Peter Gauweiler präsentierte das Schreiben anlässlich des 171. Geburtstages von Ludwig II in Hohenschwangau.

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Rettungsring am See, © Die Badeunfälle in der Region häufen sich - viele davon enden tödlich - Bild: Symbolfot

Vermisster Badegast tot aus dem Lech geborgen

Nachdem am Montagabend bereits eine Leiche aus dem Starnberger See gezogen wurde, haben Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei am Dienstagmorgen den seit vergangenem Samstag vermissten 17-jährigen afghanischen Asylbewerber tot im Lech gefunden. Weiterlesen

Wer ist die unbekannte tote Frau?

Nachdem am Freitag gegen 13:30 Uhr in einer Kompostieranlage in der Tischlerstraße die Leiche einer Frau gefunden wurde, hat die Polizei nun eine Beschreibung der bislang unbekannten Frau veröffentlicht:

Ca. 20 bis 25 Jahre alt, ca. 160 cm groß, 48 kg, schlank, dunkelblondes langes Haar, bekleidet mit Mustang Bluejeans (Größenangabe entfernt), neue, dunkelblaue Schnürstiefeletten mit cognacfarbenem Rand (Größe 36, Modellreihe „paul green münchen“, Hersteller Gebrüder Götz, Würzburg), beigefarbenes Trägerhemd (Gr. 40) und Slip (Gr. 38) der Firma „mey“, khakifarbenes, langärmeliges Feinrippshirt (Gr. S) der Firma Ludwig Beck, schwarzer Bustier (one size) der Firma TCM/Tchibo, schwarze Seidenstrumpfhose.

Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden

Die Obduktion ergab, dass die Frau ertrunken ist. Ein Fremdeinwirkung kann bislang ausgeschlossen werden, trotzdem ermittelt die Mordkommission weiter. Sie muss klären, welche Umstände zum Tod der Frau geführt haben. Das Ergebnis der chemisch-toxischen Untersuchung wird noch einige Wochen dauern. Möglicherweise wurde die Frau betäubt und in das Becken geworfen.

Leiche der vermissten Daniela Karaffa?

Ob es sich bei der Leiche um die seit Mitte März 2013 vermisste Daniela Karaffa handeln könnte, schließt die Mordkommission aus. Denn dagegen sprechen würde unter anderem die unterschiedlichen Größen der beiden Frauen. Daniela Karaffa war ca. 1.74 m groß, die gefundene Leiche ist ca. 1.60 m groß. Zudem wäre die Leiche von Daniela Karaffa dann seit Mitte März in einem größeren Verwesungszustand aufgefunden worden.
Im Fall Daniela Karaffa sitzt seit ihrem Verschwinden im März 2013 deren Ehemann in Untersuchungshaft.
Aufgrund des dringenden Tatverdachts gegen den 43-jährigen arbeitslosen Bülent Akgün erwirkte die Staatsanwaltschaft München I einen Haftbefehl, der am 27.03.2013 durch Beamte der Mordkommission München vollzogen wurde. Zeitgleich wurden weitere Objekte durchsucht und mehrere Vernehmungen durchgeführt.
Der Kindsvater, der nach eigenen Angaben zuletzt eine tätliche Auseinandersetzung mit Frau Karaffa hatte, machte widersprüchliche Angaben und bestritt, für das plötzliche Verschwinden von Daniela Karaffa verantwortlich zu sein und ihr etwas angetan zu haben.

Mordkommission sucht Zeugen

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, wie die Frau in die Senkgrube der Kompostieranlage in der Tischlerstraße gekommen sein könnte, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
mh

Toter Mann aus dem Eisbach wurde identifiziert – Todesumstände noch unklar

Der die Männerleiche, die am vergangenen Freitag aus dem Eisbach geborgen wurde, konnte nun identifiziert werden. Bei einer Öffentlichkeitsfahndung verbreitete die Polizei Fotos von den mitgeführten Habseligkeiten des Ertrunkenen, eine 55-jährige Münchnerin erkannte darauf den Schlüsselbund eines 72-jährigen Rentners wieder. Der Mann lebte allein in München und war deshalb nicht als vermisst gemeldet worden.

Die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen dauern noch an.

 

mt / Polizei

 

Gefährlicher Leichtsinn: 34-Jähriger musste aus der Isar gerettet werden

Ohne Zivilcourage eines Passanten wäre ein 34-jähriger Mann am Samstag in der Isar ertrunken. Er hatte sich im Bereich der kleinen Isar auf einem Wehr aufgehalten, das sich in einem Seitenarm der Isar unterhalb der Maximiliansbrücke befindet. Es grenzt direkt an die dortige Fischtreppe – in diesem Bereich herrscht absolutes Badeverbot.

 

Aus unbekannter Ursache stürzte der 34-Jährige und geriet in die darunter befindliche Wasserwalze. Die Strömung war so stark, dass er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Ein 30 Jahre alter Mann, der sich zum Sonnen auf Höhe der Fischtreppe befand, beobachtete den Vorfall und erkannte sofort den Ernst der Lage. Er brachte sich selbst in Lebensgefahr, indem er in die Isar stieg und den mittlerweile bewusstlosen 34-Jährigen ans Ufer zog. Dort halfen weitere Passanten, den Mann aus der Isar zu bergen und begannen mit lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen.

 

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr und des Notarztes hatte der Mann das Bewusstsein wieder erlangt. Zu weiteren Untersuchung kam er in eine Münchner Klinik. Besonders in diesem Jahr kommt es aufgrund der heißen Temperaturen vermehrt zu Badeunfällen mit Todesfolge – die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG mahnt deshalb zur Vorsicht. Allein am letzten Juliwochenende sind neun Personen in bayerischen Gewässern ertrunken.

Wasserrettung Wasserwacht DLRG, © Symbolfoto: Wasserrettung der DLRG

Badegäste in Bayern werden unvorsichtig: Neun Tote an einem Wochenende

Die Temperaturen im Sommer 2013 in Bayern sind rekordverdächtig. Aber es gibt auch einen anderen, traurigen Rekord im Freistaat: Noch nie sind an einem Wochenende so viele Badegäste in bayerischen Gewässern ums Leben gekommen: Insgesamt neun Menschen sind vergangenes Wochenende gestorben.

 

Die lang anhaltende Hitze ist der Grund, warum sich so viele Badegäste derzeit an und in bayerischen Gewässern aufhalten. Dazu kommt noch, dass Bayern ein Urlaubsland ist. Schon 2012 ertranken in keinem anderen Bundesland mehr Menschen – 75 Badetote gab es hier; deutschlandweit waren es 383. Die Gründe für die tödlichen Badeunfälle: Leichtsinn, Übermut, Selbstüberschätzung, Unkenntnis der Gefahren und auch mangelnde Schwimmfähigkeiten. Die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) hat hier alle Hände voll zu tun.

 

«Gerade an Badestellen, die nicht überwacht werden, kommt es besonders häufig zu Unfällen», sagt DLRG-Pressesprecher Sebastian Löw. Außerdem wird es auch dann gefährlich, wenn Alkohol ins Spiel kommt: Viele junge Menschen treffen sich Abends zum Feiern und bringen sich unter Alkoholeinfluss in große Gefahr. Erst kürzlich sind so auch zwei junge Männer in München ums Leben gekommen  (wir berichteten).

 

Unterschätzt wird an Seen oft auch die Wassertemperatur. An der Oberfläche ist Wasser noch warm, in tieferen Schichten aber kalt. Die Folge: Krämpfe, die auch zu tödlichen Unfällen führen könnten. Weitere mögliche Todesursache: Immer wieder wagen Leichtsinnige Kopfsprünge in zu seichtes Wasser – trotz Warnschildern.

 

Gefährlich ist auch das Baden in fließenden Gewässern, sei es nun die Donau oder die Isar. Gegen starke Strömung anzuschwimmen, sei laut DLRG-Sprecher Sebastian Löw praktisch unmöglich. Hinzu kommen Strudel: «Wenn man da hineingerät, ist ganz schnell die Kraft weg und dann geht man unter.»

 

Wenn also am kommenden Wochenende die Temperaturen wieder über die 30 Grad steigen, mahnt die DLRG zur Vorsicht – und ist zur Sicherheit der Badegäste mit rund 50.000 ehrenamtlichen Helfern in ganz Deutschland im Einsatz.

 

mt / dpa

Foto: DLRG Bayern

Zwei Tote aus der Isar konnten identifiziert werden

Es war ein grausiger Fund am Wochenende: Spaziergänger entdeckten am Samstagnachmittag zwischen Treibgut eine Leiche in der Isar, am Sonntagabend konnte eine zweite Leiche aus dem Fluss geborgen werden. Wer die beiden Toten waren, war zunächst unbekannt.

 

Nun hat die Münchner Polizei die Identität der beiden Männer feststellen können: Demnach handelt es sich um einen 26-jährigen Esten und um einen 17-jährigen Polen. Beide hatten in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli an der Isar gefeiert und dabei auch Alkohol getrunken. Anschließend haben sie sich offenbar entkleidet und sind in die Isar zum Schwimmen gegangen – eine lebensgefährliche Aktion, die ihnen vermutlich zum Verhängnis wurde. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht.